Weltfußballer Lothar, George und Lionel
Der erste von der Fifa gekürte Weltfußballer war 1991 ein Deutscher. Ein Jahr nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft wurde Lothar Matthäus als bester Spieler der Welt ausgezeichnet. Matthäus, der zu dieser Zeit beim italienischen Club Inter Mailand spielte, setzte sich gegen den Franzosen Jean-Pierre Papin und den Engländer Gary Lineker durch.
Auf Matthäus folgte Marco van Basten. Der Niederländer wurde in der Saison 1991/1992 mit dem AC Mailand italienischer Meister und erzielte in 201 Spielen 124 Tore für den Club. Hinter van Basten liefen 1992 der Bulgare Christo Stoitschkow und der Deutsche Thomas Häßler ein.
1993 war das Jahr von Roberto Baggio (l.). Der italienische Nationalspieler gewann in der Saison 1992/1993 mit Juventus Turin den Uefa Cup. Bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres setzte er sich gegen Romário aus Brasilien und Dennis Bergkamp aus den Niederlanden durch.
Ein Jahr später musste sich Baggio mit dem dritten Platz zufrieden geben und Romário (r.) den Vortritt lassen. Der Brasilianer war ein Jahr zuvor zum FC Barcelona gewechselt, wo er zusammen mit Michael Laudrup und Christo Stoitschkow, der in dem Jahr zweiter wurde, einen gefürchteten Angriff bildete.
Der einzige Afrikaner, der jemals Weltfußballer des Jahres wurde, ist George Weah aus Liberia. Seine größten Triumphe feierte Weah in den neunziger Jahren in Europa beim AS Monaco, Paris Saint-Germain und dem AC Mailand. Das Nachsehen hatten in diesem Jahr Paolo Maldini und Jürgen Klinsmann.
Nur zwei Spielern ist es gelungen, in ihrer Karriere dreimal zum Weltfußballer ausgerufen zu werden. Ronaldo wurde 1996 zum ersten Mal gewählt. Auch 1997 und 2002 erhielt der Brasilianer diese Auszeichnung.
Einen lupenreinen Hattrick Ronaldos verhinderte 1998 Zinédine Zidane, der Frankreich in diesem Jahr zum Weltmeistertitel im eigenen Land führte und ebenfalls dreimal zum besten Spieler der Welt gekürt wurde. Auch 2000 und 2003 kam keiner an dem Franzosen vorbei, der in seiner Karriere für den AS Cannes, Girondins Bordeaux, Juventus Turin und Real Madrid spielte.
Im darauffolgenden Jahr ging die Trophäe erneut nach Brasilien. Doch nicht Ronaldo sondern Rivaldo (l.) wurde 1999 zum besten Spieler der Welt gekürt. Rivaldo stand zu dieser Zeit beim FC Barcelona unter Vertrag und verwies David Beckham und Gabriel Batistuta auf die Plätze.
2001 kürte die Fifa Luis Figo (r.) zum Weltfußballer. Der Portugiese war damit bei Real Madrid in guter Gesellschaft. Seine beiden Kollegen Zidane und Ronaldo hatten den Titel schon vorher in der Tasche.
In den Jahren 2004 und 2005 kam der Preisträger erneut aus Brasilien. Nachfolger von Ronaldo und Rivaldo wurde Ronaldinho, der 2003 von Paris Saint-Germain nach Barcelona gewechselt war.
2006 wurde zum ersten Mal einem Abwehrspieler die Ehre zuteil, sich Weltfußballer nennen zu können. Fabio Cannavaro führte Italien in diesem Jahr zum WM-Titel. Der im Finale unterlegende Zinédine Zidane wurde auch bei dieser Wahl nur Zweiter.
2007 konnte sich der vierte Brasilianer in die Siegesliste einreihen. Kaká gewann in der Saison 2006/2007 mit dem AC Mailand die Champions League.
2008 hieß der Preisträger erneut Ronaldo. In diesem Fall ist er jedoch Portugiese, hört auf den Vornamen Cristiano und war Spieler von Manchester United. 2013 wurde "CR7" erneut geehrt. Mittlerweile war Ronaldo aber in Diensten von Real Madrid.
2009 begann dann die Ära von Lionel Messi, der auch in den drei folgenden Jahren den Titel einheimste. Viermal Weltfußabller des Jahres - das hat vor dem Superstar des FC Barcelona noch kein anderer geschafft.
Zweiter Titel für Ronaldo: 2013 gewann der Portugiese die Wahl - wie schon 2008. Der Angreifer setzte sich vor Lionel Messi und Bayern-Star Franck Ribéry durch. Auch ein Jahr später holte der Star von Real Madrid den Titel.