Weltraummüll Gefährliche Geschosse im All
Weltraumschrott im All (künstlerische Darstellung): Die unerwünschten Überbleibsel des bisher erst 60 Jahre dauernden Raumfahrtzeitalters könnten innerhalb einiger Jahrzehnte dafür sorgen, dass die Menschheit die Erde gar nicht mehr verlassen kann - weil jedes Raumschiff Gefahr läuft, von fliegenden Schrapnellen aus den kosmischen Schrottwolken durchlöchert zu werden.
Satelliten werden durch Müll bedroht (künstlerische Darstellung): Die Zahl der gefährlichen Partikel nimmt stetig zu. Schon 1978 hatte der damalige Nasa-Mitarbeiter Donald Kessler vor einem Schneeballeffekt gewarnt. Durch Kollisionen untereinander werde die Zahl der Weltraumschrott-Partikel immer weiter wachsen - bis eine schier undurchdringliche Wolke um die Erde entsteht.
Verlorenes Paneel (dünner Strich links) und ISS (dicker Strich rechts) am Nachthimmel: Zwei US-Raumfahrer hatten das Teil bei einem Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation verloren. Experten gehen davon aus, dass es der Crew nicht gefährlich werden kann und in absehbarer Zeit abstürzen wird.
Europäisches Missionskonzept "e.Deorbit" (künstlerische Darstellung): Finanzielle Schwierigkeiten sorgten dafür, dass die geplante Aufräummission bis auf Weiteres auf Eis liegt. Als sich die Esa-Mitgliedstaaten im vergangenen Dezember in Luzern trafen, konnte sich kaum jemand für das Vorhaben erwärmen.
Weltraumschrott im All (künstlerische Darstellung): Durch mehrere geplante große Konstellationen dürfte die Zahl der Satelliten im All in den kommenden Jahren massiv steigen. Das bringt neue Probleme.
Verheerende Energie: Hier wird am Ames Research Center der Nasa der Aufschlag eines Schrottteilchens auf einen Satelliten simuliert.
Ein Satellit geht kaputt (künstlerische Darstellung): Die Quellen für den Schrott sind oft banal. Bisher hat es um die 290 Explosionen und Zusammenstöße im All gegeben. Manchmal zerbrechen altersschwache Satelliten auch einfach nur.
Müllentsorgung mit einem Netz (künstlerische Darstellung): Pläne für Missionen zum Aufräumen von Weltraumschrott gibt es viele. Aber es sind eben nur Pläne. Geflogen ist so eine Mission noch nicht.
Vermüllter Orbit: "Wir müssen etwas tun, und wir müssen es so schnell wie möglich tun", warnt etwa Forscher Thomas Schildknecht von der Universität Bern.
Donald Kessler: "In 100 Jahren könnte es so weit sein, dass es zu gefährlich wird, ins All zu fliegen. Aber wir müssen uns schon vorher klarmachen: Je länger man damit wartet, den Prozess umzukehren, desto teurer wird es", sagt der Weltraumschrott-Experte.
Explosion im Orbit (künstlerische Darstellung): Experten fordern, dass am Ende einer Mission zur Vermeidung von Müll unter anderem die Tanks und Batterien leer gemacht werden, damit es solche Detonationen möglichst nicht gibt.