Weltraumschrott: Saubermachen im Orbit - DER SPIEGEL
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Weltraumschrott Saubermachen im Orbit

Im Kampf gegen Weltraumschrott wollen japanische Forscher einen neuen Ansatz testen. Sogar mit einem Hersteller von Fischernetzen haben sie sich zusammengetan. Doch bis eine Lösung tatsächlich einsetzbar sein wird, werden Jahre vergehen.
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Weltraummüll (in einer Computersimulation): Spätestens seit "Gravity" weiß auch der durchschnittliche Kinogänger, dass mit Weltraumschrott nicht zu spaßen ist. Im Thriller von Alfonso Cuarón zerlegen die Trümmer eines russischen Satelliten auf einen Schlag einen Großteil der menschlichen Präsenz im All. Das Ganze ist mehr als ein modernes Gruselmärchen. Jahrzehnte der Raumfahrt haben eine Trümmerwolke im Erdorbit entstehen lassen.

Foto: DPA / Esa
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Kosmischer Putzdienst: Das Problem mit dem Weltraumschrott wird ständig größer. Mal wird vorgeschlagen, den Schrott mit einer Wolke aus Metallpartikeln zu entfernen, mal mit speziellen Lasern, mal mit kleinen oder großen Putzsatelliten. Diese künstlerische Darstellung zeigt das in Deutschland entwickelte Satellitenkonzept "Deos".

Foto: Astrium
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Noch ein Konzept: Auch in der Schweiz gibt es Pläne für einen Putzroboter. Das Swiss Space Center an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (EPFL) in Lausanne hat "CleanSpace One" entwickelt. Er könnte Mini-Satelliten gezielt aus dem All befördern. Japan denkt dagegen über eine Art Angel oder Netz nach, um Weltraumschrott gezielt zum Absturz zu bringen.

Foto: SSC
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Kollision eines Satelliten mit Weltraummüll (Computergrafik): Bisher haben sich rund 200 Explosionen und mindestens fünf Zusammenstöße im All ereignet - und jede steigert die Wahrscheinlichkeit weiterer Unfälle.

Foto: ESA
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Gedränge im Orbit: Die Simulation der australischen Firma Electro Optic Systems zeigt gewaltige Mengen an Weltraummüll. Dennoch sind hier nur rund 50.000 der geschätzten 500.000 Objekte mit einer Größe von mehr als einem Zentimeter zu sehen.

Foto: Electro Optic Systems/ AFP
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Mit einem Hochgeschwindigkeitsprojektil beschossener Nachbau einer Satelliten- Außenwand: Die Gefahr durch Müll im Orbit wächst.

Foto: Peter Steffen/ dpa
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Glatter Durchschuss: Dieses Loch hat ein Stück Weltraumschrott in ein Verkleidungsteil des "Solar Max"-Satelliten der Nasa gerissen.

Foto: NASA
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Durchlöchert: Nachdem das Weltraumteleskop "Hubble" im All repariert wurde, fand man auf den zur Erde zurückgebrachten Teilen zahlreiche Schäden durch Weltraummüll.

Foto: NASA
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Schaden am "Hubble"-Teleskop: Ein Trümmerteil hat eine Antennenschüssel glatt durchschlagen.

Foto: NASA
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Einschlagspuren: Die Solarpanels des Weltraumteleskops "Hubble" hatten im All einiges auszuhalten. Sie standen unter regelrechtem kosmischen Dauerbeschuss. Der hier gezeigte Einschlag ist 2,5 Millimeter groß.

Foto: ESA
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Geschoss: Solche Stücke aus Aluminiumschlacke werden von Feststoff-Raketenmotoren produziert. Die Triebwerke sind dadurch eine der größten Quellen von Weltraummüll im Zentimeterbereich.

Foto: NASA
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Aufprall-Versuche: Forscher vom Ernst-Mach-Institut in Freiburg testeten verschiedene Schutzschilde für das "Columbus"-Modul der Internationalen Raumstation, darunter mehrlagige Schutzschilde aus Aluminium und Kevlar.

Foto: Fraunhofer-EMI
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Simulation eines Einschlags im Ernst-Mach-Institut: Ein 4,6-Millimeter-Pojektil aus Aluminium (a) fliegt mit sieben Kilometern pro Sekunde auf eine 1,2 Millimeter dicke Aluplatte (b) zu...

Foto: Fraunhofer-EMI
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...und durchschlägt sie nicht nur mühelos,...

Foto: Fraunhofer-EMI
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...sondern hinterlässt sogar noch Spuren auf der dahinter liegenden zweiten Platte.

Foto: Fraunhofer-EMI
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Die zweite Platte, die mit 3,3 Millimetern fast dreimal so dick ist wie die erste,...

Foto: Fraunhofer-EMI
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...übersteht den Einschlag nicht unbeschadet,...

Foto: Fraunhofer-EMI
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...sondern trägt deutlich sichtbare Dellen davon.

Foto: Fraunhofer-EMI
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