Drittes Rodel-Gold Endlich am Ziel
Bundestrainer Norbert Loch stürzte sich noch in der Eisbahn auf seine Goldjungs, danach ließ er sich mit Tobias Wendl und Tobias Arlt feiern. Der Bayern-Express" hatte mit zwei rasanten Fahrten den nächsten Triumph der deutschen Rodler im Sanki Sliding Center bei den Winterspielen perfekt gemacht.
"Das war schnell, das war gut, das ist Wendl-Arlt", sagte Wendl, während Partner Arlt über eine "geile, unglaubliche Fahrt", jubelte und unzählige Handküsse in die Fernsehkameras warf: "Die sind für meine Freundin Isabelle und meine Tochter Sophia."
In der Eisbahn zuvor total waren sie allerdings noch ziemliech abgezockt. Die Weltmeister demonstrierten eindrucksvoll ihre Ausnahmestellung und sicherten sich mit zwei Fahrten wie aus dem Lehrbuch ihren ersten Olympiasieg.
Wendl-Arlt stellten dabei einen Rekord auf: Nie siegte ein Doppelsitzer in der Geschichte der Winterspiele mit einem größeren Vorsprung - 0,522 Sekunden.
"Da hat man ein Grinsen auf den Lippen, wenn man diese Bahn runterfährt, sie ist wie auf uns zugeschneidert. Das waren zwei blitzsaubere Läufe", sagte Wendl nach dem 30. Gold für deutsche Rodler in der Olympia-Geschichte. Nach den Erfolgen von Felix Loch und Natalie Geisenberger war es in Sotschi bereits das dritte Gold im dritten Wettbewerb - so dominant waren die Rodler zuletzt 1998 in Nagano gewesen.