"Wer wird Millionär": Die größten Patzer - DER SPIEGEL
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Peinliche "Wer wird Millionär?"-Momente Da steht ein Pferd? Vor der Tür!

Ausgerechnet bei einer Fußballfrage hat Waldemar Hartmann seinen Einsatz bei "Wer wird Millionär?" vergeigt. Doch damit steht er nicht allein da. einestages präsentiert die witzigsten Antwort-Ausfälle - von "preisgünstig reisen in der Plastikklasse" bis "Wer war noch mal Helmut Schmidt?"
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Kandidat um 124.500 Euro gebracht: Sie war sich so sicher. Eine 19-Jährige saß bei Jauch im Publikum, wollte dem Kandidaten helfen, der im Mai 2013 nach der richtigen Antwort suchte. Schließlich studiere sie Jura, derzeit auch noch römisches Recht. Außerdem habe sie das Große Latinum. Es schien die perfekte Kombination für diese 125.000-Euro-Frage:

Wer auf der 'Tribüne' Platz nimmt, tut dies der Wortherkunft zufolge eigentlich, um...?
A: gekrönt zu werden
B: Recht zu sprechen
C: Orgien zu feiern
D: Almosen zu verteilen


Der Telefonjoker des Kandidaten, sein ehemaliger Geschichtslehrer, hatte auf B getippt, war sich allerdings nicht sicher. Also kam die Studentin zum Zuge. D sei die richtige Antwort, sagte sie selbstbewusst. Der Kandidat vertraute ihr - und fiel mit der falschen Antwort auf 500 Euro zurück. B wäre richtig gewesen. Ein Shitstorm braute sich wenig später zusammen und entlud sich heftig über der jungen Studentin.

Foto: A3637 Jörg Carstensen/ dpa
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Mühsamer Weg: Häufig sind es gerade die vermeintlich simplen Fragen, die im Fernsehstudio, vor Publikum, unter Stress am schwierigsten erscheinen. So muss es auch dem 20-jährigen Studenten ergangen sein, der im Dezember 2012 bei Jauch saß. Schon für die erste Frage brauchte er reichlich Bedenkzeit.

Vermutlich nicht nur zur Weihnachtszeit bekommt der von Frauchen heillos verwöhnte...?
A: Domino Steine
B: Zimt Sterne
C: Pfeffer Nüsse
D: Spitz Kuchen


Immerhin schaffte er es nach einiger Zeit, richtig auf D zu tippen. Doch dann kam schon das nächste Problem in Form der 200-Euro-Frage:

Will ich in der Kurzwarenabteilung sparsam sein, kommt es vor, dass ich mir nur einen...?
A: Schulter polster
B: Steh kragen
C: Reiß verschluss
D: Knopf leiste


Klingt eigentlich ganz simpel. Der Student brauchte jedoch den Publikumsjoker, um die richtige Antwort - D - zu finden. Die "Bild"-Zeitung taufte ihn den "Planlos-Kandidaten", er sei "völlig ahnungslos" gewesen, habe sich "um Kopf und Kragen geredet". Ein kleiner Trost: In der folgenden Sendung musste der 20-Jährige noch einmal auf den Stuhl. Und da lief es deutlich besser. Am Ende ging der Student mit 64.000 Euro nach Hause.

Foto: dpa
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Geschichtsstudentin mit Wissenslücke: Eine Antwort nicht zu wissen, ist manchmal schon peinlich. Sich dann auch noch mit Ausreden retten zu wollen, kann für Schlagzeilen sorgen. Eine 24-Jährige stand im November 2012 vor der 4000-Euro-Frage. Sie studierte Geschichte, ausgerechnet.

Wessen neue Lebensgefährtin heißt Ruth Loah?
A: Ronaldo
B: Helmut Schmidt
C: Robert Pattinson
D: Hella von Sinnen


Helmut Schmidt schloss die Kandidatin sofort aus, "der ist ja noch verheiratet", sagte sie. Bei den anderen Möglichkeiten war sie sich nicht allzu sicher und entschied sich, den Publikumsjoker einzusetzen. Zum Glück. Die Mehrheit wählte die richtige Antwort B. Doch Jauch hakte nach. "Der Helmut Schmidt, was macht der so?", fragte der Moderator. "Sieht man ihn im Fernsehen? Und wenn ja, wo? Eher tagsüber?" Eine Geschichtsstudentin, die Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt nicht kennt? Ihre Erklärung, sie sei für eine lange Zeit in Afrika gewesen, half nicht wirklich.

Foto: RTL
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Redaktionspannen: Nicht nur die Kandidaten machen Fehler. Manchmal sorgt auch die "Wer wird Millionär?"-Redaktion für peinliche Momente. Im Mai 2009 musste eine Prominenten-Ausgabe neu gedreht werden: Jemand hatte die streng geheimen Fragebögen offen herumliegen lassen. Der Fehler sei erst nach der ersten Aufzeichnung des Specials aufgefallen, teilte damals der Sender mit. Zu den betroffenen Prominenten zählten TV-Schuldnerberater Peter Zwegat, Komikerin Cindy aus Marzahn, Gewichtheber Matthias Steiner, sowie die beiden Finalisten der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar".

Nur wenige Monate später musste der Sender erneut einen Fehler eingestehen. In der Sendung zum zehnjährigen Jubiläum wurde die 2000-Euro-Frage übersprungen. Der Kandidat aus Düsseldorf kam von 1000 Euro direkt zu 4000 Euro - ging nach einer falschen Antwort aber mit 500 Euro nach Hause. "Wir sind froh, dass niemand daraus ein Nachteil erwachsen ist, aber künftig wollen wir alle - und ich auch - wirklich besser aufpassen", sagte Jauch damals.

Foto: RTL
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Politikerin auf dem Schlauch: Im Juni 2013 saß unter anderem Familienministerin Kristina Schröder im Quizstuhl und stellte sich für das Prominenten-Special den Fragen von Günther Jauch. Um es gleich vorweg zu sagen: Sie holte insgesamt 125.000 Euro und schlug sich damit im Vergleich zu ihren Promi-Kollegen am besten. Für Spott sorgte jedoch ihr Zögern bei Frage drei.

Stößt Claudia mit Barolo an, trinkt die...?
A: Waiß Bier
B: Roseh Sekt
C: Roth Wein
D: Grühn Tee


"Wenn Günther Jauch ihr die Frage nicht noch mal betont langsam vorgelesen hätte, wäre sie wahrscheinlich schon bei 200 Euro rausgeflogen", schrieb die "taz". Erst nach einer Weile dachte Schröder in die richtige Richtung: Roth mit "th", damit war natürlich Grünen-Chefin Claudia Roth gemeint.

Foto: dpa
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Hilfe, sofort: Es war kein guter Start für den 35-jährigen Diplomingenieur. Im März 2003 saß er bei Jauch, doch kaum hatte er es auf den Quiz-Stuhl geschafft, kam er ins Schleudern.

Zum geflügelten Wort wurde die Frage: Warum ist die...?
A: Blondine dumm
B: Forelle stumm
C: Banane krumm
D: Show schon rum


Die Show wäre wohl tatsächlich schon rum gewesen, wenn das Publikum nicht geholfen hätte. Aber es brachte den Kandidaten aus Solingen auf die richtige Antwort: C. Er schaffte es noch bis zu Frage acht und gewann insgesamt 500 Euro.

Foto: dpa
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Profi braucht drei Joker: Rudi Völler nahm 2006 am WM-Special von "Wer wird Millionär?" teil. Sein Auftritt war im Vergleich zu dem von Hartmann harmlos. Dennoch reichte es für Lästereien wie "Rudi Völler als Fußballexperte konnte trotz drei Jokern noch nicht mal die WM-Gruppen benennen". Tatsächlich brauchte der Ex-Fußballer drei Joker bei der 125.000-Euro-Frage. Sie lautete:

Welches Land spielt bei der WM gegen seine ehemalige Kolonie Angola?
A: Portugal
B: Niederlande
C: Frankreich
D: England


Erst musste der Fifty/Fifty-Joker her, Portugal und England blieben übrig. Völler befragte anschließend das Publikum, die Mehrheit tippte auf Portugal. Doch das reichte Völler noch nicht. Er nutzte seinen Telefonjoker und auch der riet ihm zu Antwort A. Portugal war korrekt. Bei der folgenden, zugegeben etwas abwegigen Fußballfrage, gab Völler dann auf - und erspielte damit insgesamt 125.000 Euro für den guten Zweck.

Wer fand heraus: Beim Fußball verkompliziert sich alles durch die Anwesenheit des Gegners?
A: Aristoteles
B: Karl Marx
C: Friedrich Nietzsche
D: Jean-Paul Sartre


Korrekt wäre Antwort D gewesen.

Foto: dpa
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Lehrerin unter Strom: Nein, diese Kandidatin gab im Dezember 2003 wirklich keine gute Figur ab. Nervös war die Sportlehrerin aus Gudensberg. Zerbrach vor laufenden Kameras auch noch ihr Brillengestell. Und kam schon bei der dritten Frage so ins Schlingern, dass das Publikum sie retten musste.

Wie heißt der Präsident von Südkorea?
A: Roh
B: Tiefgekühlt
C: Gekocht
D: Frittiert


Der Großteil der Zuschauer tippte völlig richtig auf Antwortmöglichkeit A, die Lehrerin brachte es am Ende trotzdem nur auf 500 Euro.

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Auf dem Holzweg: Auch der Auftritt dieses Kandidaten fällt unter die Kategorie "Zu Hause hätte ich's gewusst". Im November 2002 stand der 61-jährige Kurierfahrer aus München vor folgender Frage:

Preisgünstig, wenn auch mit weniger Komfort, reist man in der sogenannten...?
A: Holzklasse
B: Steinklasse
C: Pappklasse
D: Plastikklasse


Für den Kandidaten schien die Antwort klar: Plastikklasse. Doch damit war er auf dem Holzweg - und ging mit leeren Händen nach Hause. Für einige der Pechvögel, die bei "Wer wird Millionär?" kein Geld gewannen, dachte sich der Sender 2006 etwas Besonderes aus: Zehn von ihnen durften in einer Sondersendung noch einmal ran.

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Der Ton macht die Musik: Im Oktober 2000 saß eine Klavierlehrerin aus Berlin im Stuhl vor Jauch. Es ging um 500 Deutsche Mark - und nicht zuletzt wegen ihres Berufes hätte man davon ausgehen können, dass ihr die Antwort hätte leichtfallen müssen.

Wie hieß die TV-Musiksendung, die Ilja Richter von 1971 bis 1982 moderierte?
A: Licht aus!
B: Spot an!
C: Disco
D: Plattenküche


Die 56-Jährige entschied sich für Antwort B, richtig gewesen wäre C.

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Stimmungstief: Der 49-jährige Kandidat, der im März 2001 bei Jauch antrat, wird wohl nie wieder zu dem "Klaus und Klaus"-Klassiker schunkeln können. Seine Frage lautete:

Im Titel eines Stimmungsliedes wird behauptet: Da steht ein Pferd...
A: vor der Tür
B: umterm Tisch
C: auf'm Flur
D: an der Bushaltestelle


Der Kandidat aus Bonn war sicher, dass das Pferd vor der Tür steht. Und lag damit falsch. Richtig ist Antwort C.

Foto: dpa
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