Westafrika Machtkampf in Gambia
Mitte Dezember traf Yahya Jammeh, der in Gambia 22 Jahre lang herrschte, Vertreter der westafrikanischen Staatengemeinschaft Ecowas. Nigerias Staatschef Muhammadu Buhari (links) legt ihm nahe, seine Wahlniederlage anzuerkennen und abzutreten.
Jammeh 1999: Fünf Jahre zuvor hatte er sich in dem Zwei-Millionen-Einwohner-Land an die Macht geputscht. Seine Willkürherrschaft war von Gewalt und Angst geprägt, nun könnte sie enden.
Hoffnungsträger der Opposition: Adama Barrow, politisch bislang unauffällig und nur als Geschäftsmann bekannt, gewann den Urnengang am 1. Dezember klar gegen Jammeh.
Überraschend räumte Jammeh zunächst die Niederlage gegen Barrow (im Bild) ein.
In den Straßen der Hauptstadt Banjuls tanzten die Menschen und feierten ausgelassen.
Eine Unterstützerin Barrows bejubelte seinen Wahlerfolg.
Doch eine Woche zog Jammeh das Eingeständnis seiner Wahlniederlage zurück und sagte, er werde weiter Präsident Gambias bleiben. Viele Menschen im Land reagierten empört.
Geht er oder geht er nicht? Die Mitgliedstaaten der Ecowas haben angekündigt, Jammeh notfalls gewaltsam von Macht zu entfernen. Das nennt der vielleicht bald scheidende eine Kriegserklärung.