Wettbewerb: Die Unicef-Fotos des Jahres - DER SPIEGEL
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Wettbewerb Die Unicef-Fotos des Jahres

Jedes Jahr kürt Unicef Bilder, die in besonderer Weise die Lebenssituation von Kindern abbilden. Gewinnerin des Wettbewerbs 2008 ist die Belgierin Alice Smeets, 21. Ihr Bild zeigt ein Mädchen in einem Slum von Port au Prince, ohne Schuhe, ohne Geld - aber voller Stolz.
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Aufwachsen in Haiti: Das Siegerfoto dieses Jahres stammt von der belgischen Fotografin Alice Smeets, 21. Sie ist die jüngste Preisträgerin seit Bestehen des Wettbewerbs. Das Bild entstand im Elendsquartier Cité Soleil.

Foto: Alice Smeets
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Der zweite Platz ging an den israelischen Fotografen Oded Balilty: Sein Bild entstand zehn Tage nach dem Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan im Mai 2008.

Foto: Oded Balilty
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Der ungarische Fotograf Balazs Gardi belegte den dritten Platz mit einer Aufnahme, die in der Kunar-Provinz im Nordwesten Afghanistans entstanden ist.

Foto: Balazs Gardi
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Elend in den USA: 29 Millionen Amerikaner leben in Armut. Das Geld, was ihnen fehlt, um Essen zu kaufen, wird durch staatliche Lebensmittelmarken kompensiert. Häufig fehlt es am Wissen über gesunde Ernährung. Seit Jahren beobachtet die Amerikanerin Brenda Keneally in ihrer Nachbarschaft in New York das Phänomen der unglaublichen Fettleibigkeit bei Jugendlichen. Auch das Bild, das Diana Jean zeigt, ist hier entstanden.

Foto: Brenda Ann Kenneally
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Reiseveranstalter werben für Lettland mit Sprüchen wie "Ein Land voller Optimisten". Den jungen Sträflingen, denen der dänische Fotograf Christian Als im Jugendgefängnis von Cesis begegnet ist, weht hingegen ein rauher Wind entgegen. Viel Grund optimistisch zu sein haben sie nicht.

Foto: Christian Als
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Aus Süd-Ossetien geflüchtete Georgier haben sich am 10.08.2008 vor dem Eingang zum georgischen Parlament in Tiflis versammelt und verlangen ihre Unterbringung in Stadtunterkünften. Der deutsche Fotoreporter Frank Röth zeigt das Drama der Vertreibung.

Foto: Frank Röth
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Badetag in einer Wagenburg in Potsdam: Hier leben acht Erwachsene, zwei Kinder, sechs Hunde, sieben Katzen, drei Schweine, zwei Schafe. Gordon Welters hat die alternative Wohngemeinschaft beobachtet.

Foto: Gordon Welters
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Mui ist praktizierende Buddhistin, und sie lebt mit ihrem fünfjährigen Sohn Pha in Hanoi. Ein Dach über dem Kopf, einen festen Wohnsitz haben die beiden nicht. Sie sind völlig besitzlos. Muis Fürsorge für Pha ist grenzenlos. Etwas zu essen findet sie für ihn immer. Und seien es Reiskörner, die auf der Straße liegen. Sie badet und wäscht ihn im Red River. Justin Maxon, Fotograf aus San Francisco, ist den beiden in Vietnam begegnet.

Foto: Justin Maxon
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Kindersoldaten im Kongo: Die Rekrutierung von Kindern unter 15 Jahren gilt laut Kinderrechtskonvention als Kriegsverbrechen. Seit zehn Jahren verfolgt der britische Fotoreporter Marcus Bleasdale das Verbrechen an Kindersoldaten.

Foto: Marcus Bleasdale
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Louisiana nach Hurrikan "Katrina": Kailah Smith wohnt mit ihren Eltern in einem Wohnwagen, seit Sozialwohnungen in der Innenstadt nach dem Wirbelsturm abgerissen wurden. Seine Empörung über diese Situation bringt der Amerikaner Mario Tama in seinem Foto-Langzeitprojekt zum Ausdruck.

Foto: Mario Tama
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Die ersten sechs Jahre ihres Lebens verbrachte Danielle weggesperrt in einem begehbaren Schrank in Florida. Sie hatte nicht gelernt zu sprechen, zu essen, zu gehen. Ihre Mutter wusste zwar, dass es sie gab, aber das Wissen verursachte keine mütterliche Zuwendung. Ein anonymer Anrufer informierte schließlich die Polizei. Inzwischen haben Pflegeeltern Danielle adoptiert. Sie ermöglichten der Fotografin Melissa Lyttle den Lebenslauf des jetzt zehnjährigen Mädchens zu rekonstruieren.

Foto: Melissa Lyttle
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China nach dem Erdbeben: Die japanische Fotografin Shiho Fukuda lebt in Peking. In einem medizinischen Zentrum in Chengdu hat sie festgehalten, wie Mädchen und Jungen trainieren, um mit ihren Handicaps leben zu lernen.

Foto: Shiho Fukada
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"Die Gesellschaft gibt mir nichts, sie kann also auch nichts von mir erwarten", sagt José. Er lebt in Cartucho, dem brutalsten Viertel von Bogota; des Nachts bevölkert von Bettlern, Drogenhändlern, Prostituierten, Dieben, Mördern. Der Franzose Stanislas Guigui lebte und dokumentierte über mehr als zwei Jahre das Überleben in diesem Milieu.

Foto: Stanislas Guigui
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Die Tochter im Malaria-Koma: Schon zwei Jahre beschäftigt sich der Franzose William Daniels mit den Auswirkungen der Malaria-Epidemie in Afrika, Südostasien und Lateinamerika. Das Bild entstand in Sierra Leone.

Foto: Wiliam Daniels
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?