Fotostrecke Olympischer Traum
Ein Anwohner trägt das Podest für die Sieger eines Skirennens in der afghanischen Provinz Bamiyan im Februar 2014.
Die Dorfbewohner schauen den Skifahrern amüsiert zu. In diese bergige Region verschlug es nur selten abenteuerlustige Touristen.
Doch zwei Sportler aus Afghanistan wollen mit dem Skifahren große Ziele erreichen: Sie wollen zu den Olympischen Winterspielen. Sajjad Hussaini (links) und Alishah Farhang (rechts) holen sich dafür professionelle Hilfe.
Trainer Andreas Hänni lässt die afghanischen Sportler an einem Rennen im italienischen Val Malenco teilnehmen.
Doch die Konkurrenz ist ernüchternd überlegen.
Über den steinigen Weg aus Afghanistan zu Olympia berichtet der Dokumentarfilm "Where the Light Shines".
Der Schweizer Journalist Christoph Zürcher und dessen Freunde ermöglichten Hussaini und Farhang, vier Jahre lang in St. Moritz in der Schweiz zu trainieren.
Der deutsche Fotoreporter Daniel Etter lernte 2014 ebenfalls die beiden afghanischen Sportler kennen, als er in Bamiyan für einen Artikel über das Skifahren fotografierte.
Als er erfuhr, dass die beiden für die Olympischen Spiele trainierten, kam ihm die Idee, sie filmisch zu begleiten.
Etters Film lebt von den Kontrasten: Auf der einen Seite das mondäne St. Moritz.
Und auf der anderen Seite die Heimat der Skisportler in Afghanistan.
Zerstörte Buddha-Statuen in Bamiyan: Fast nebenbei ist "Where the Light Shines" ein filmisches Porträt von Afghanistan.
Hussaini und Farhang haben inzwischen Nachahmer gefunden.
Mittlerweile fahren Hunderte in Bamiyan Ski.
"Aus Afghanistan hört man nie gute Nachrichten", sagt Farhang. Der eindrucksvolle Dokumentarfilm erzählt eine Geschichte der Hoffnung.