Widerstand Irans Opposition protestiert wieder
Irans Ex-Präsident Rafsandschani wandte sich beim vielbeachteten Freitagsgebet in Teheran an die Bevölkerung. In seinem ersten Auftritt seit langer Zeit sprach er von einer "Krise" nach der umstrittenen Wiederwahl des Präsidenten.
Hunderttausende Oppositionelle kamen zusammen, doch nur wenige tausend schafften es durch den Sicherheitsgürtel zur Teheraner Universität, dem Ort der Rede.
Augenzeugen berichten von Straßenschlachten, die Polizei setzt Tränengas ein und hat erste Demonstranten verhaftet.
Rafsandschani und die Demonstranten forderten die Freilassung von Hunderten Oppositionellen, die im Verlauf der Proteste festgenommen wurden.
Das staatliche Fernsehen zeigte die Rede nicht, ausländische Berichterstatter wurden von der Universität ferngehalten.
Mit einem Porträt von Oppositionsführer Mussawi zogen die Demonstranten durch Teheran.
Dieser Demonstrant wurde bei den neuen Kundgebungen in Teheran verletzt. Die Polizei setzte Tränengas und Knüppel ein.
Mit grünen Bändern zeigten die Demonstranten ihre Solidarität mit der iranischen Opposition.