Wiesbaden Der Fall Susanna
Trauer um Susanna: Sicherheitskräfte im Nordirak haben laut Bundesinnenministerium den Tatverdächtigen im Fall der getöteten 14-Jährigen festgenommen.
"Ich danke den beteiligten kurdischen Sicherheitskräften, dass diese die Verhaftung möglich gemacht haben", hieß es von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Der 20 Jahre alte Ali B. hatte sich mit seiner Familie in den Irak abgesetzt.
Susanna war seit etwa zwei Wochen verschwunden. Am Mittwoch fanden Ermittler ihre Leiche in einem schwer zugänglichen Gelände bei Wiesbaden-Erbenheim.
Susanna wurde laut Polizei in der Nacht vom 22. auf den 23. Mai vergewaltigt, anschließend getötet und an anderer Stelle vergraben. Laut Ermittlern starb sie an "Gewalteinwirkung auf den Hals".
Es handelt sich um ein sehr "abstoßendes Verbrechen", so die Ermittler.
Der Verdächtige ist nach Angaben der Ermittler in diesem Jahr schon mehrmals polizeilich aufgefallen - unter anderem soll er eine Stadtpolizistin in Wiesbaden angerempelt und um sich gespuckt haben. B. soll außerdem im April mit einem Mittäter einen Mann mit einem Messer bedroht und dessen Wertsachen geraubt haben.