WikiLeaks-Proteste: Jetzt kommt Operation leakspin - DER SPIEGEL
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WikiLeaks-Proteste Jetzt kommt Operation leakspin

Die Zahl der Unterstützer wächst rapide, doch die Protest-Hack-Attacken nehmen ab. Wohin nun mit all der Solidarität? Anonymous sucht nach neuen Methoden und Zielen - und findet Straßendemos und den Bürgerjournalismus. Die "Operation leakspin" beginnt - zum Glück, denn denkbar wäre Schlimmeres.
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Die "Niederorbit-Ionenkanone": Ein Tool, das DDoS-Attacken für Jedermann ermöglicht - und den freiwilligen Anschluss an ein Botnetz. Klingt cool, ist bei Einsatz aber kriminell. Anonymous hat mehrere Zehntausend dieser DDoS-Tools in Umlauf gebracht, in kommenden Monaten ein nicht unerheblicher Risikofaktor, wenn die Programme für kriminelle oder vandalistische Zwecke missbraucht werden sollten.

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Schwenk: Bereits am Donnerstag leiteten die AnonOps, die Koordinatoren der Anonymous-Gruppierung, die Operation leakspin ein. Der Aufruf verpuffte zunächst, die Webseiten-Attacken gingen weiter, bis das kleine Finanzunternehmen Moneybookers kollabierte, das große Amazon aber noch nicht einmal wankte. Inzwischen ...

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... nimmt Operation leakspin Gestalt an: Jetzt sollen die Anonymous/WikiLeaks-Sympathisanten ihre Energie darin investieren, WikiLeaks-Dokumente in "bürgerjounalistischer" Aufmachung auf allen denkbaren Kanälen so weit wie möglich zu verbreiten. Unterstützt ...

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... werden über die Kommunkationskanäle der Anonymous-Gruppierung auch Bewegungen wie das spanische "Free WikiLeaks", das in Europa und Südamerika Straßendemonstrationen für die Freilassung Assanges organisiert. Allein für Samstagabend waren 14 solche Demos angemeldet, mehr dürften folgen.

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Niederlande: In Amsterdam kam es zu einer kleinen Kundgebung, ansonsten konzentrierten sich die Demonstrationen auf Spanien und einige südamerikanische Länder. Die überall ...

Foto: EVERT ELZINGA/ AP
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... erhobene Forderung: "Free Assange". Hier demonstrieren WikiLeaks-Sympathisanten in Barcelona, zur am meisten beachteten Kundgebung aber ...

Foto: LLUIS GENE/ AFP
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... wurde die in Madrid - auch eine Frage des gewählten Ortes: Rund 200 Protestierer versammelten sich vor der britischen Botschaft, hielten Schilder mit "Befreit Assange", "Ich bin Julian Assange" und "Free WikiLeaks" in die Kameras. Deren Hauptinteresse galt aber ...

Foto: Victor Lerena/ dpa
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... den allgegenwärtigen Anonymous-Anhängern. Viele von ihnen waren auf den Demos mit den typischen "V"- oder Guy-Fawkes-Masken erschienen, die eines der Symbole der Anonymous-Gruppierung sind. Wer sich fragt, wo die Masken herkommen, braucht nicht lang zu suchen, denn ...

Foto: PAUL HANNA/ REUTERS
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... aktuell sind die im Online-Handel tatsächlich populärer als Weihnachtsmann-Masken. Die "V"-Maske ist dem "V wie Vendetta"-Charakter aus Alan Moores Kultcomic entlehnt. Der Anonymous-Gruppierung dient sie als Symbol, aber auch sowohl zur Maskierung wie Identifizierung: Man erkennt die Gruppenzugehörigkeit, nicht aber den anynomen Träger. Die Gruppe hatte ...

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... im Verlauf der letzten Woche erfolgreich mehrere Webseiten von Finanz- und Internetfirmen angegriffen und dadurch einen enormen Popularitätsschub erlebt. Im verlauf der letzten Woche soll die Zahl der Anonymous-Unterstützer um eine fünf- bis sechsstellige Zahl gestiegen sein. Von Anonymous unterstützte Proteste ...

Foto: PAUL HANNA/ REUTERS
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... gab es auch in mehreren südamerikanischen Staaten, wie hier vor dem Konsulat Großbritanniens in Sao Paulo, Brasilien.

Foto: NACHO DOCE/ REUTERS
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Anonymous: Keine formelle Organisation, sondern eine Art Kreis Gleichgesinnter, die mit Protestaktionen und Sympathisantengruppen variierender Größe gegen höchst unterschiedliche Ziele vorgehen. Oft ist die Scientology-Sekte Ziel ihrer Aktionen, mitunter die Musikindustrie, Großunternehmen oder Regierungen - und jetzt alle, die vermeintlich oder wirklich irgendetwas gegen WikiLeaks unternehmen.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?