Wikinger: Linguist entziffert ihre Geheimcodes - DER SPIEGEL
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Entziffert Die geheimen Codes der Wikiniger

Wikinger hatten ihre ganz eigenen Räubersprachen. Einige sind schon lange bekannt, andere stellen Runologen immer noch vor Rätsel. Dem Linguisten Jonas Nordby von der Universität Oslo ist es jetzt gelungen, mit dem Jötunvillur Code eine weitere Geheimschrift zu knacken.
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"ráð þat!": Lies dies! Eine der Geheimschriften der Wikinger ist der Jötunvillur Code. Neun Inschriften in diesem Code sind bekannt: "Sie stehen auf kleinen Holzstückchen oder Knochen, eine ist auch in die Säule einer Stabkirche geritzt", erzählt der Linguist Jonas Nordby von der Universität Oslo.

Foto: K. Jonas Nordby
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Der Code funktioniert wie folgt: Jede Rune hat einen Eigennamen. In Jötunvillur wird nun die Rune durch die letzte Rune ihres Eigennamens ersetzt. "So ist der Eigenname der Rune für F 'Fé'", sagt Nordby. "Aus F wird in Jötunvillur also E. Oder der Eigenname der Rune für U ist Úrr, aus U wird also R."

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Runenalphabet im Relief (Bode Museum, Berlin): In "Futhark" sind die Runen jeweils einer von drei Gruppen oder Familien zugeordnet, in der sie eine feste Position haben. Bei den Geheimrunen werden nun die Runen selbst durch ihre jeweilige Position innerhalb der Familie ersetzt. Damit ließ sich gut die Langeweile vertreiben.

Foto: K. Jonas Nordby
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Fragment einer Inschrift aus Bergen, Norwegen: Die weniger phantasievollen begnügten sich mit Aussagen wie "Haermund Hartaxt ritzte diese Runen". Und ein ganz schlauer Kopf bediente sich der Geheimrunen, um seine Botschaft der Nachwelt zu hinterlassen: "Diese Runen wurden geschrieben vom runenkundigsten Mann westlich der See."

Foto: Kulturhistorisk museum/ Universitetet i Oslo
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