Wiktor But "Lord des Krieges"
Reise in Handschellen: Thailändische Sondereinheiten bringen am 16. November den mutmaßlichen Waffenhändler Wiktor But zu einem Flugzeug, um den Russen an die USA auszuliefern.
Zwei Jahre lang saß der mutmaßliche russische Waffenhändler Wiktor But in einem Gefängnis in Thailand.
Am Donnerstag verurteilte ihn ein Gericht in New York zu 25 Jahren Haft.
Die US-Behörden betrachten But als einen der weltweit größten Waffenhändler. Demnach soll er unter anderem versucht haben, Luftabwehrraketen an die kolumbianischen Farc-Rebellen zu verkaufen. Er soll auch die radikal-islamischen Taliban in Afghanistan und das Terrornetzwerk al-Qaida beliefert haben.
Mehrere Uno-Berichte beschreiben But als eine Art Vorreiter der mafiösen Globalisierung - eines Handels, der Staaten und deren Gesetze umgeht. Laut den Angaben in einem der zahlreichen Pässe Buts soll er am 13. Januar 1967 in Duschanbe, Tadschikistan, geboren worden sein. Nach amerikanischen Geheimdienstinformationen stammt er jedoch vermutlich aus Aschgabat in Turkmenistan.
But (hier mit seiner Frau Alla), der zur Tarnung viele verschiedene Namen benutzte, besuchte eine Moskauer Kaderschule für Fremdsprachen und studierte Wirtschaft, bevor er für das sowjetische Militär nach Mosambik ging. Nach Angaben von US-Behörden hat But nach dem Zusammenbruch des Ostblocks alte Flugzeuge und Waffenbestände aufgekauft und damit ein weltweites Imperium aufgebaut.