Wilderei Isotopen-Analyse gegen Elfenbeinschmuggler
Eine Elefantenfamilie südlich von Nairobi (im Dezember 2012): Die Uno warnt vor der Ausrottung der Afrikanischen Elefanten. Ein neues Verfahren könnte nun beim Kampf gegen die Wilderei von Elefanten helfen. Es erleichtert die Altersbestimmung von Elfenbein.
Explosion einer sowjetischen Atombombe auf dem Testgelände in Semipalatinsk (Archivbild): Die oberirdischen Atomwaffentests haben die C14-Werte in der Atmosphäre heftig nach oben schnellen lassen, ab den sechziger Jahren fielen sie wieder ab. Im Ergebnis weisen Lebewesen aus den Jahren nach 1950 einen charakteristisch höheren C14-Wert auf.
Kadaver eines Elefanten in Simbabwe (im Oktober 2008): Die Wilderei hat massiv zugenommen.
Gewilderter Elefant im Bouba-Ndjida-Nationalpark in Kamerun: In dem Park wurden Anfang 2012 rund 400 Elefanten abgeschlachtet.
Überreste getöteter Elefanten in Kamerun (Februar 2012): Den plötzlichen Anstieg der Zahl der toten Tiere erklären Experten mit der weiter steigenden Nachfrage nach Elfenbein und Rhino-Horn, die vor allem in Asien als Aphrodisiaka und Heilmittel in der traditionellen Medizin eingesetzt werden.
Kadaver im Bouba-Ndjida-Nationalpark: Ein Handelsverbot hat den Tieren nur wenig geholfen. Und auch der einmalige Verkauf von 105 Tonnen Elfenbein aus dem südlichen Afrika, auf das sich die Vertragsstaaten des Cites-Abkommens 2008 nach langen Diskussionen geeinigt hatten, hat die Wilderei womöglich eher befeuert als - wie erhofft - die Preise gesenkt.
Getöteter Elefant in Kamerun (Archivbild): Geschossen wird, was die Gewehre hergeben.
Training von Spürhunden in der Demokratischen Republik Kongo (März 2012): Im Virunga-Nationalpark, berühmt für seine Gorillas, sind seit kurzem Bluthunde im Einsatz. Ihre ersten Erfolge hatten sie bereits: Kürzlich folgten sie einigen Wilderern über mehrere Kilometer. Die verloren unterwegs ihre Waffen, konnten aber entkommen.
Training von Wildhütern mit betäubtem Elefant (in Kenia, März 2012): Immer häufiger kommen die Wilderer auch aus den Reihen der Wildhüter. In Kenia etwa verschwindet regelmäßig beschlagnahmtes Elfenbein aus den Asservatenkammern.
Verstümmeltes Nashorn in Südafrika (im Januar 2009): Rund 90 Prozent der afrikanischen Rhinos leben in dem Land. 2011 wurden mindestens 443 Tiere geschossen, knapp ein Drittel mehr als im Jahr 2010. Und allein in diesem Jahr starben bereits weitere 135 Tiere. Es geht um ihre Hörner, die auf dem Schwarzmarkt hohe Preise erzielen - ebenso wie Elfenbein.
Wildhüter des Kenyan Wildlife Service bei einer Übung (März 2012): Die Behörde setzt Hunde und Helikopter ein und versucht, auch die zahlreichen kleineren privaten Wildparks zu überwachen, die zunehmend von Wilderern heimgesucht werden.
Zöllner in der kenianischen Stadt Mombasa (im Dezember 2011): Seit 23 Jahren wurde noch nie so viel Elfenbein beschlagnahmt wie 2011.
Gefunden in Frachtpaketen aus Nigeria: Eine Mitarbeiterin des Hauptzollamts Dresden präsentiert hier einen 35 Kilogramm schweren Elfenbeinfund, der im April 2011 am Flughafen Leipzig-Halle sichergestellt wurde.