Wildwest in der Biskaya - DER SPIEGEL
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Marine-Jagd auf Greenpeace Wildwest in der Biskaya

Auf der "Rainbow Warrior 2" wollte Kapitän Haucke Mack 1994 gegen illegale Fischfangmethoden vorgehen. Plötzlich machte die französische Marine Jagd auf die Umweltschützer - es wurde lebensgefährlich.
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Schiff statt Schreibmaschine: Eigentlich wollte Kapitän Hauke Mack, Jahrgang 1960, Journalist werden. Doch dann entschied er sich für die Seefahrt. Nach Fahrten auf Rohöltankern und Frachtern arbeitete er auch als Seelotse auf dem Nord-Ostsee-Kanal. An Bord des Greenpeace-Schiffes "Rainbow Warrior 2" erlebte er 1994 seine dramatischsten Momente.

Foto: Ankerherz
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Marine gegen Umweltschutz: Als die "Rainbow Warrior 2" 1994 in der Biskaya gegen illegale Fangmethoden vorgehen wollte, wurde sie von dem französischen Marineschlepper "Malabar" attackiert, einem Schiff der Fischereiaufsicht.

Foto: Daniel Beltra/ Greenpeace
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Protest: Greenpeace-Aktivisten haben 1994 die "Rainbow Warrior 2" in einem Schlauchboot verlassen, um vor dem französischen Fangschiff "Le Coubertin" mit einem Plakat zu posieren. Die Protestaktion richtete sich gegen Überfischung durch illegale Fangmethoden. Französische Fischer setzten damals zu lange Treibnetze mit zu geringer Maschenweite ein.

Foto: Daniel Beltra/ Greenpeace
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Aggressives Vorgehen: Das französische Marineschiff "Malabar" versuchte bei der Protestaktion 1994, mit dem Strahl ihrer Feuerlöschkanone gezielt die Fenster des Greenpeace-Schiffes einzudrücken - eine gefährliche Taktik. Wenig später kam der "Malabar" auch das französische Kriegsschiff "Jacoubet" zur Hilfe und versuchte, die "Rainbow Warrior 2" zu rammen.

Foto: Daniel Beltra/ Greenpeace
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Symbol des Umweltschutzes: Die "Rainbow Warrior 2" 1995 unter vollen Segeln im Pazifik. Das Schiff ging am 10. Juli 1989 auf Jungfernfahrt und wurde 2018 abgewrackt.

Foto: Greenpeace/ action press
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Eingekreist: Die "Rainbow Warrior 2" wird am 23. August 2006 von französischen Thunfischfangschiffen eingekreist. Sie versuchten so zu verhindern, dass das Umweltschutzschiff in den Hafen von Marseille einfahren kann. Greenpeace führte damals eine Kampagne gegen Thunfisch-Überfischung durch.

Foto: Claude Paris/ AP
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Militärische Intervention: Ein französischer Kommandosoldat fährt 1995 im Schlauchboot an die "Rainbow Warrior 2" heran. Wenig später stürmten Soldaten mit Tränengaseinsatz das Umweltschutzschiff und führten elf Umweltschützer ab. Die "Rainbow Warrior" wollte eine Protestaktion gegen die Nutzung des Mururoa-Atolls für französische Atombombentests durchführen.

Foto: Stringer ./ REUTERS
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Bombenanschlag im Regierungsauftrag: Das Vorgängerschiff "Rainbow Warrior" war am 10. Juli 1985 Opfer eines französischen Geheimdiensteinsatzes geworden - ein international diskutierter Skandal. Agenten hatten im Auftrag des französischen Auslandsnachrichtendienstes einen Bombenanschlag auf das Schiff verübt, das daraufhin im Hafen von Auckland sank. Der Greenpeace-Fotograf Fernando Pereira ertrank bei dem Anschlag.

Foto: Sydney Freelance/ Liaison/ Getty Images
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Irreparabel: Das durch die Detonation 1985 in den Rumpf der "Rainbow Warrior" gerissene Loch bei nachträglichen Untersuchungen. Eine vollständige Reparatur des Schiffes hätte sich nicht mehr gelohnt, die "Rainbow Warrior" wurde im Dezember 1987 schließlich in der Nähe der Cavalli Islands versenkt.

Foto: Sipa Press/ action press
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Tauchziel: Bis heute besuchen Taucher das vor der Matauri Bay versenkte Wrack der "Rainbow Warrior". Längst ist das Schiff, wie auf diesem Bild von 2005 zu sehen ist, stark verrostet und überwuchert.

Foto: Roger Grace/ Greenpeace/ DPA
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Am Anschlag beteiligt, aber davongekommen: Aufnahmen der französischen Geheimagenten Alain Mafart und Dominique Prieur vom 17. Juli 1985. Beide waren mit gefälschten Papieren als angebliches Schweizer Ehepaar eingereist. Sie wurden nach dem Anschlag auf die "Rainbow Warrior" zu zehn Jahren Haft verurteilt und zunächst in Neuseeland inhaftiert, dann aber auf eine Südseeinsel verlegt und von dort schließlich ohne Zustimmung der neuseeländischen Regierung in ihre französische Heimat ausgeflogen.

Foto: Stringer ./ REUTERS
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Protestaktion: Ein Einsatz der "Rainbow Warrior 2" im Mai 2014 im Hafen von Rotterdam. Der Protest richtete sich gegen die erste Verschiffung von Erdöl von der Gazprom-Bohrplattform "Prirazlomnaya" aus der Arktis nach Rotterdam durch den russischen Öltanker "Mikhail Uljanow".

Foto: Ruben Neugebauer/Greenpeace/ DPA
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Blick ins Innere: Eine Aufnahme der Brücke der "Rainbow Warrior 3" vom 27. September 2019. Das Schiff lief am 4. Juli 2011 vom Stapel.

Foto: Belga/ imago images
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