William Shatner: Der hyperaktive "Enterprise"-Captain - DER SPIEGEL
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William Shatner Der hyperaktive "Enterprise"-Captain

Als Captain Kirk kennt ihn jeder - William Shatner ist einer der großen Namen der Fernseh- und Kinogeschichte. "Raumschiff Enterprise" machte ihn berühmt. Auch in hohem Alter bleibt Shatner als Schauspieler, Autor und Musiker im Showgeschäft sehr präsent.
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Ein Prosit der Gemütlichkeit: Captain Kirk (William Shatner, rechts) beim Dinner mit dem Klingonen General Chang (Christopher Plummer) im Film "Star Trek VI - Das unentdeckte Land" von 1991. Der außerirdische Bösewicht zitierte immer wieder Shakespeare -in den Fünfzigerjahren waren die beiden Kanadier Schauspieler auf dem Startford Shakespeare Festival in Ontario. Und Shatner vertrat Plummer in einer Aufführung als "Henry V.", als der zwei Jahre ältere Schauspieler wegen eines Nierensteins ins Krankenhaus musste. Plummer erklärte lachend in einem Interview: "Ich wusste, dass dieser Hurensohn ein Star werden würde." Und so geschah es - William Shatner ist einer der ganz großen Namen der Kino- und Fernsehgeschichte.

Foto: ddp images/ Paramount
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Geschwisterliebe: Die frühen Jahre einer langen Karriere - seinen ersten Auftritt in einem großen Spielfilm absolvierte der junge William Shatner 1958 in "Die Brüder Karamasow" unter der Regie von Richard Brooks. Shatner (links) übernahm in der Verfilmung von Dostojewskis Roman die Rolle des jüngsten Karamasow, Alexej. An seiner Seite spielten Richard Basehart (Mitte) als Iwan und Yul Brynner (rechts) als Dmitri.

Foto: ddp images/ MGM
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Bühnenjunge: Im Januar 1959 posierte William Shatner zum Start seines neuen Broadway-Bühnenstücks "The World of Suzie Wong" in New York. In der Inszenierung von Richard Masons gleichnamigem Roman übernahm Shatner die Rolle des Engländers Robert Lomax, der sich als Künstler in Hongkong in die Prostituierte Suzie Wong verliebt.

Foto: Anonymous / AP
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Freunde? Logisch! Gemeinsam bereisten sie das Weltall, kämpften gegen Außerirdische und begeisterten Generationen von Science-Fiction-Fans. William Shatner und Leonard Nimoy machten Captain Kirk und Mr. Spock zu Kultfiguren der Popkultur. Schon ein Jahr, bevor sie mit dem "Raumschiff Enterprise" in unendliche Weiten aufbrachen, standen die beiden gemeinsam vor der Kamera - in einer Episode der Serie "Solo für O.N.C.E.L.". Hier sind sie am Set der Serie "T.J. Hooker" zu sehen, in der Shatner von 1982 bis 1986 die Hauptrolle spielte und in die er auch seinen Freund Nimoy als Gaststar einlud.

Foto: Lennox Mclendon / AP
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Energie! William Shatner als Captain James Tiberius Kirk mit seiner Crew auf dem Transporter des "Raumschiff Enterprise". Der Autor Gene Roddenberry hatte im Frühjahr 1964 ein Skript zur Science-Fiction-Serie "Star Trek" geschrieben. Eine erste Pilotfolge mit dem Titel "Der Käfig" sah noch einen anderen Captain namens Christopher Pike als Hauptrolle vor. Doch die Produzenten des Senders NBC forderten eine Überarbeitung. Leonard Nimoys Rolle des Spock wurde beibehalten, das Schiff bekam einen neuen Captain namens Kirk.

Foto: ddp images/ Paramount
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Vor Gericht: Der junge William Shatner übernahm zu Beginn seiner Karriere viele kleinere Rollen, die ihn zum Teil an großen Produktionen teilhaben ließen. In Stanley Kramers Gerichtsdrama "Das Urteil von Nürnberg" spielte Shatner 1961 den US-Captain Harrison Byers (vorn links) an der Seite von Maximilian Schell, Spencer Tracy, Burt Lancaster, Marlene Dietrich und Judy Garland.

Foto: ddp images/ United Artists
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Schlechter Geschmack: Neben seinen prestigeträchtigen Rollen spielte William Shatner auch immer wieder in Trashfilmen mit -wie hier in "Nachts, wenn die Leichen schreien" von 1975. Einmal erklärte der Schauspieler im Interview: "Ich habe mich nie für einen großen Darsteller gehalten, wie Laurence Olivier. Ich war ein Arbeitsdarsteller. Ich habe Menschen unterhalten und immer versucht, fantastisch zu sein, was immer es auch war."

Foto: ddp images/ Bryanston Distribution
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Umzug auf den großen Schirm: Nach drei Staffeln nahm der Sender NBC die Serie "Raumschiff Enterprise" aus dem Programm. Durch Wiederholung der Folgen entwickelte sich eine große Fangemeinde, die auf neue Abenteuer der Crew um Captain Kirk wartete. Nach Einstellung einer geplanten Folgeserie namens "Star Trek: Phase II" entschloss sich Produzent Paramount, "Star Trek" auf die große Leinwand zu befördern. 1979 lief der erste "Star Trek"-Film in den Kinos an.

Foto: ddp images/ Paramount
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Autorenfilmer: Über die Jahre betätigte sich William Shatner auch immer wieder als Schriftsteller. Jedenfalls offiziell. Seine Science-Fiction-Romane "TekWar" schrieb tatsächlich wohl der Ghostwriter Ron Goulart, basierend auf Notizen von Shatner. Mitte der Neunzigerjahre produzierte Shatner dann eine Serie, die auf "seinen" Büchern über die fiktive Cyberdroge Tek basierte. Eine der Hauptrollen übernahm er gleich mit.

Foto: ddp images/ Sci-Fi-Channel
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Kuss für die Ewigkeit: Schon die Besetzung von Enterprise-Kommunikationsoffizierin Nyota Penda Uhura mit der schwarzen Darstellerin Nichelle Nichols war in den Sechzigerjahren ein Politikum. In der dritten Serienstaffel setzten Gene Roddenberry und die "Enterprise"-Besatzung ein weiteres Zeichen gegen Rassismus: In der Folge "Plato's Stepchildren" von 1968 küsste Captain Kirk Uhura - und damit erstmals ein weißer Schauspieler eine schwarze Darstellerin im Fernsehen.

Foto: ddp images/ Paramount
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Bad mit der Mannschaft: Nachdem Vorgänger Mr. Spock von den Toten erweckt worden war, reiste Admiral Kirk (William Shatner, links) mit seiner Crew in der Zeit zurück ins 20. Jahrhundert, in die Achtzigerjahre. In "Star Trek IV - Zurück in die Gegenwart" statteten die Helden der Föderation 1986 dem Heimatplaneten ihrer Vergangenheit einen Besuch ab - und retteten gleich noch die vom Aussterben bedrohten Buckelwale. Shatner stimmte dem erneuten Einsatz unter Regisseur Leonard Nimoy angeblich nur unter zwei Bedingungen zu: erhöhte Gage plus die Zusage, beim nächsten Film Regie führen zu dürfen.

Foto: ddp images/ Paramount
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Lahme Ente: Nachdem Nimoy bereits Regisseur bei zwei "Star Trek"-Spielfilmen war, wollte Kirk-Darsteller William Shatner endlich auch Chef hinter der Kamera sein. "Star Trek V - Am Rande des Universums" von 1989 gab ihm dazu Gelegenheit. Die Idee lieferte er gleich mit: Die "Enterprise"-Crew sollte sich auf die Suche nach Gott machen. "Star Trek"-Schöpfer Gene Roddenberry war unglücklich über die Story, doch Shatner ließ sich nicht beirren. Zum Dank für sein ermüdendes Machwerk bekam er gleich zwei "Goldene Himbeeren" - einen Spottpreis für die schlechteste Regie, einen für den schlechtesten Hauptdarsteller.

Foto: ddp images/ Paramount
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Alte Männer unter sich: Im siebten Film der "Star Trek"-Reihe fand 1994 die Staffelübergabe an eine neue Generation statt. Kirk (William Shatner, links) gilt im Film als verschollen, ist aber in einem Energiesturm namens Nexus gefangen. Dort rekrutiert ihn Jean-Luc Picard (Patrick Stewart, rechts), neuer Captain der "Enterprise", um ein letztes Mal das Universum zu retten. Beim Kampf mit dem irren Wissenschaftler Dr. Soran stirbt die Legende den Heldentod - und haucht seinem Nachfolger "Das war ein Spaß" zu.

Foto: ddp images/ Paramount
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Miss-Verhältnis: Nach dem Ende seiner "Start Trek"-Karriere war William Shatner, wie zu Beginn seiner Karriere, wieder vermehrt in Nebenrollen großer Produktionen zu sehen, hier als gealterter Moderator eines Schönheitswettbewerbs im Film "Miss Undercover 2" von 2005. Die Rolle des Stan Fields hatte Shatner bereits im Vorgänger übernommen - und moderierte kurz darauf bei einem echten Wettbewerb die Wahlen zur Miss USA 2001.

Foto: ddp images/ Warner Bros.
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Legal? Egal. Phänomenal! Als Spin-off zur Serie "Practice" etablierte der Sender ABC 2004 eine Anwaltsserie namens "Boston Legal". In der Rolle des Kanzleipartners Denny Crane (wie schon in "The Practice") spielte sich William Shatner erneut in die Herzen des Fernsehpublikums - und der Kritiker. Shatner hatte bereits 2003 einen Emmy für "The Practice" bekommen, erhielt 2005 die Trophäe erneut und zudem den Golden Globe.

Foto: ddp images/ ABC
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Bitte recht freundlich: William Shatner wird im Juli 2012 von einem Fan fotografiert, bei einer Podiumsdiskussion mit dem Titel "Two Legends On One Stage" gemeinsam mit Regisseur und Produzent Roger Corman in San Diego. Das wechselhafte Verhältnis zu seinen Anhängern beschrieb der Schauspieler 1999 in dem Buch "Get a Life!".

Foto: Christopher Polk / AFP
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Hoppe, hoppe Reiter: Während der Eröffnungszeremonie der Weltreiterspiele 2010 in Lexington, Kentucky, fährt William Shatner mit einer kleinen Kutsche ein. Der Schauspieler züchtet in seiner Freizeit auf seiner Ranch "Belle Reve Farm" in Kentucky selbst American-Saddlebred-Pferde und ist begeisterter Reiter. Im Film "Star Trek VII - Treffen der Generationen" lieferte er sich ein Wettrennen mit Patrick Stewart auf seinem eigenen Pferd.

Foto: Larry W. Smith / dpa / picture alliance
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Nervensäge: Seit 2008 moderiert der Schauspieler die Talkshow "Shatner's Raw Nerve" auf dem "Biography Channel". Seinen Fragen stellten sich Musiker und Schauspieler wie Gene Simmons, Jon Voight, Weird Al Yankovic und die Pornodarstellerin Jenna Jameson. Einer der ersten Gäste: Shatners Filmpartner Leonard Nimoy, der erzählte, wie sein Vater ihn drängte, Akkordeon zu spielen, um sich einen Lebensunterhalt abseits der Schauspielerei zu sichern.

Foto: Bio Channel/ HULU
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Zauberhafte Werbeikone: Neben seiner Arbeit als Kino- und TV-Darsteller trat William Shatner auch immer wieder in der Werbung auf. Er gab sein Gesicht unter anderem für Commodore-Computer und eine Reise-Website her. Hier sieht man ihn in einem Spot für das Online-Rollenspiel "World Of Warcraft", das er als Schamane bewarb. Mit sonorer Stimme fragte er die Zuschauer: "Ihr wollt bestimmt wissen: 'Hey Shatner, wie schleudere ich einen Lichtblitz?'"

Foto: Blizzard Entertainment
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Widerstand ist zwecklos: William Shatner mit "Star Trek"-Fans bei einer Pferdegala 1997 in Burbank, Kalifornien. Nach Absetzung von "Raumschiff Enterprise" 1969 hatte er zunächst an zahlreichen Fan-Conventions teilgenommen. Dann aber befremdete ihn die Verehrung seiner Anhänger zunehmend. Bei einem Auftritt in der Show "Saturday Night Live" spielte er sich als Redner auf einem Fantreffen selbst - und beschimpfte seine Anhänger aufs Übelste.

Foto: Getty Images
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Falsche Uniform: Bei der Verleihung des Life Achievement Awards an "Star Wars"-Schöpfer George Lucas durch das American Film Institute war William Shatner einer der Laudatoren. "Von einem Sternenreisenden zum anderen" widmete Shatner dem Regisseur und Produzenten "My Way" von Paul Anka und Frank Sinatra - als Spoken-Word-Version, tanzende Stormtrooper inklusive. Bereits 1968 hatte William Shatner sein erstes Album "The Transformed Man" aufgenommen, mit Songs wie "Mr. Tambourine Man" und "It Was A Very Good Year". Bis heute hat der Schauspieler mehrere Alben veröffentlicht und tritt immer wieder mit Sprechgesang öffentlich auf.

Foto: Kevin Winter / Getty Images
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Nationalstolz: "Mein Name ist Bill, und ich bin stolz, Kanadier zu sein." Mit diesen Worten begann William Shatner am 28. Februar 2010 seine Rede zum Abschluss der Olympischen Winterspiele in Vancouver. Der am 22. März 1931 geborene Shatner hat auch in seinem Heimatland zahlreiche Anhänger. In einer Petition forderten Fans 2010 sogar, ihn zum Generalgouverneur Kanadas zu ernennen.

Foto: Streeter Lecka/ Getty Images
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Der Pferdeflüsterer: Auf der Parade der Calgary Stampede wird William Shatner am 4. Juli 2014 in einem offenen Wagen an den Zuschauern vorbeigefahren. In seiner Rolle als Parade Marshall war Pferdezüchter Shatner das offizielle Gesicht der Veranstaltung, die über einen Zeitraum von zehn Tagen mit Rodeo-Shows und Rennen oft Hunderttausende Zuschauer anlockt.

Foto: © Todd Korol / Reuters
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