William Stephenson: Der wahre James Bond - DER SPIEGEL
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James-Bond-Vorbild William Stephenson Im Dienste Ihrer Majestät

James Bond hatte viele Vorbilder: Der berühmteste war William Stephenson. 1940 entsandte Winston Churchill den Meisterspion nach New York. Seine Mission: Die USA in den Zweiten Weltkrieg zu zwingen. Um jeden Preis.
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Glückspilz: Als Hobby-Tüftler erfand William Stephenson diesen Apparat mit dem Bilder per Funk übertragen werden konnten. 1924 gelang ihm ein Zufallsfund. In Berlin erwarb er eine der später sagenumwobenen deutschen Enigma-Verschlüsselungsmaschinen in einem Laden und übergab sie dem britischen Geheimdienst. Bald wurde Stephenson selbst Agent.

Foto: Rue des Archives/ ©Rue des Archives/PVDE
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Edelfeder: 1953 veröffentlichte Ian Fleming den ersten James-Bond-Roman. Der Autor hatte selbst im Zweiten Weltkrieg als Geheimdienstoffizier gedient und William Stephenson kennengelernt. Der Spion soll ihm neben anderen realen Personen als Vorbild für 007 gedient haben.

Foto: Horst Tappe/ Getty Images
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Meisterspion: Im Dienste Ihrer Majestät gab auch Sean Connery in der Rolle von 007 sein Bestes, um Großbritannien und die Welt vor den Bösen zu beschützen. Wie hier im Streifen "Goldfinger" von 1964 vor dem amerikanischen Fort Knox.

Foto: ddp images/United Artists
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Buchstabensalat: Auf dem Landsitz Bletchley Park, nordwestlich von London, dekodierten Experten im Zweiten Weltkrieg den verschlüsselten Funkverkehr der Wehrmacht. So war die britische Armee über deutsche Truppenbewegungen stets informiert. Hier ist ein aufgezeichneter kodierter Funkspruch zu sehen. Verschlüsselt wurde die Nachricht mit einem Enigma.

Foto: USAF
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Dauerstress: Um die 10.000 Menschen arbeiteten in Bletchley Park an der Dechiffrierung der deutschen Funksprüche. Zigtausende Meldungen wurden während der Kriegszeit dekodiert und ausgewertet. Heute ist dort ein Museum eingerichtet.

Foto: SSPL/Getty Images
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Residenz: Im 36. Stock des International Building, Mitte rechts, innerhalb des Rockefeller Center in New York hatte Stephensons British Security Coordination ihren Sitz.

Foto: Museum of the City of New York / Getty Images
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Genießer: Wie die Kinofigur James Bond war auch William Stephenson als großer Freund des Martinis bekannt. Die Szene entstammt dem Film "Goldfinger".

Foto: ddp images/United Artists
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Geheimniskrämerei: Die Deutschen verschlüsselten ihre Funksprüche im Zweiten Weltkrieg vor allem mit den Verschlüsselungsapparaten vom Typ Enigma. 1918 hatte der Elektroingenieur Arthur Scherbius das System erfunden. Hier wird 2006 im Museum Blechtley Park vorgeführt, wie der Enigma bedient wurde.

Foto: © Alessia Pierdomenico / Reuters/ REUTERS
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Mastermind: William Stephenson leitete die britische BSC in New York. Die Organisation sollte die USA um jeden Preis als Verbündeten im Zweiten Weltkrieg gewinnen. Gut 80 Prozent der Amerikaner waren allerdings gegen eine militärische Beteiligung. Stephenson beeinflusste die Presse und betrieb Kampagnen gegen Politiker, die die den Kriegseintritt ablehnten. Das Bild zeigt Stephenson 1954. Seinen Lebensabend verbrachte er auf den Bermuda-Inseln in der Karibik.

Foto: AP
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Honigfalle: Amy Elizabeth "Betty" Thorpe war eine von Stephensons Spioninnen. Die Amerikanerin und Tochter eines Armeeoffiziers war unter dem Codenamen "Cynthia" im besetzten Polen unterwegs. Sie soll eine Affäre mit einem italienischen Marineattaché angefangen haben, um Informationen zu ergattern.

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Langfinger: William Stephenson diente als junger Soldat im Ersten Weltkrieg. Bei seiner Flucht aus einem deutschen Kriegsgefangenenlager 1918 nahm er einen neuartigen Dosenöffner mit, den er später selbst produzierte und mit großem Erfolg verkaufte.

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Strippenzieher: Der britische Premierminister Winston Churchill, Mitte, sandte William Stephenson in die USA. Hier ist er 1949 auf dem New Yorker Bahnhof Pennsylvania Station zu sehen.

Foto: Keystone / Getty Images
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Zwielicht: In den kanadischen Wäldern betrieb die BSC das Camp X. Hier fälschten Experten Uniformen, Dokumente, Landkarten, Fotos und Pässe. Heute ist hier ein Museum eingerichtet.

Foto: Lynn Hodgson - Camp X
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Unterstützerkreis: Franklin D. Roosevelt, Mitte, unterstützte den britischen Agenten William Stephenson heimlich, um die kriegsmüde Bevölkerung zum Kampf gegen Deutschland aufzurütteln. Hier ist der U.S.-Präsident um 1933 zu sehen, links neben ihm sitzt Außenminister Cordell Hull, rechts von ihm Guido Jung, Italiens Finanzminister.

Foto: Hulton Archive / Getty Images
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Fernsehstoff: David Niven verkörperte William Stephenson 1979 in der TV-Miniserie "A Man Called Intrepid". "Intrepid", zu Deutsch "Unerschrocken", lautete der Codename des Chefs der BSC.

Foto: ddp images/Astral Television Films
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Bucherfolg: Die Serie basierte auf dem gleichnamigen Buch des Autors William Stevenson über den Spion Stephenson. Das Werk war ein Bestseller.

Foto: ddp images/Astral Television Films
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