Fotostrecke Neustart für den Windows-Konzern
Steve Ballmer zieht sich von der Microsoft-Spitze zurück.
Der extrovertierte Manager hatte eine für die IT-Branche ungewöhnlich lange Halbwertszeit.
Ballmer übernahm die Führung des Software-Riesen im Jahr 2000 von Gründer Bill Gates. Hier treten die beiden kurz nach dem Führungswechsel gemeinsam vor der Presse auf. Ballmer und Gates kennen sich bereits seit ihren Studientagen in Harvard.
Steve Ballmer im Juli 2013 bei der Vorstellung des neuen Office-Pakets: Der Konzern ist immer noch stark von Software abhängig, die für stationäre Computer ausgelegt ist. In den 13 Jahren, die Ballmer Microsoft leitet, hat sich die Computerwelt jedoch fundamental verändert.
Inzwischen drängt auch Ballmers Konzern in den Markt rund um mobile Endgeräte. Hier stellt der Manager das Smartphone-Betriebssystem Windows Phone vor.
Der taiwanische Hersteller HTC nutzt das Microsoft-System auf manchen seiner Smartphones, auch Nokias Lumia-Handys laufen mit Windows Phone. Dominiert wird der Markt jedoch weiterhin von Apples iOS und Googles Android.
Mit dem Surface versucht Microsoft inzwischen auch im Tablet-Markt Fuß zu fassen. Doch auch hier ist der Konzern spät dran. Kritiker werfen Ballmer vor, die mobile Revolution lange nicht ernst genommen zu haben.
Um den Rückstand aufzuholen, scheute sich Ballmer in den vergangenen Jahren nicht vor großen Zukäufen. Für den Internettelefonie-Dienst Skype legte der Software-Gigant im Jahr 2011 8,5 Milliarden Dollar hin.
Berühmt wurde Ballmer auch wegen seiner wilden Gesten bei Produktpräsentationen. Sie brachten dem glatzköpfigen Manager den Spitznamen "Monkey Boy" ein.