Winterspiele 1980 - DER SPIEGEL
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Winterspiele 1980 Hiebesgrüße an Moskau

Kalter Krieg on Ice: Bei den olympischen Winterspielen 1980 in Lake Placid galt die UdSSR als absoluter Favorit - und wurde ausgerechnet von US-College-Amateuren geschlagen. Mike Eruzione führte sein Team damals als Kapitän zum Sieg. Auf einestages erinnert er sich an die dramatische Begegnung.
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Das Wunder von Lake Placid: Das Eishockeyteam der USA feiert am 22. Februar 1980 seinen 4:3-Sieg gegen die Sowjetunion im Eishockey-Halbfinale der Männer bei den Olympia-Winterspielen in Lake Placid im US-Bundesstaat New York. Das Spiel ging als "Miracle on Ice" in die Sportgeschichte ein.

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Iraner mit US-Geisel: Iranische Studenten hatten am 5. November 1979 die US-Botschaft in Teheran besetzt. Eine der 52 Geiseln wird vier Tage nach der Besetzung gefesselt und mit verbundenen Augen den Weltmedien präsentiert.

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Klare Ansage: Der damalige US-Präsident Jimmy Carter am 21. Januar 1980 in der NBC-Sendung "Meet The Press", in der er einen Boykott der olympischen Sommerspiele in Moskau forderte. Wenige Wochen zuvor war die Sowjetunion in Afghanistan einmarschiert.

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Olympia-Protest 1980: Als Reaktion auf den Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan im November 1979 protestieren Amerikaner bei der Eröffnungsfeier der olympischen Winterspiele 1980 in Lake Placid gegen Moskau als Austragungsort für die Sommerspiele.

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Stürmer Schneider: In der neunten Minute schoss die Sowjetunion das erste Tor, das US-Team, von seinen Landsleuten in der Halle in Lake Placid frenetisch angefeuert wurden, ließ sich jedoch durch den schnellen Rückstand nicht entmutigen. Buzz Schneider mit der Rückennummer 25 erzielte den Ausgleich. Das Bild zeigt den Stürmer in den letzten Spielminuten während des Matches am 22. Februar 1980 - das dass US-Team am Ende völlig überraschend 4:3 gewann.

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Erbitterter Kampf: 13 Tage vor dem Viertelfinale in Lake Placid hatte die US-Mannschaft ein Testspiel im New Yorker Madison Square Garden gegen die Sowjets noch mit 3:10 verloren - keine Überraschung, wenn man bedachte, dass die Russen bei den vergangenen vier Winterspielen Gold gewonnen hatten. Sie galten zwar offiziell als Amateure, trainierten aber unter professionellen Bedingungen.

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Spielmacher Eruzione: Mike Eruzione bei einem Empfang in Lake Placid am 5. Februar 2004. Als Kapitän der US-Eishockeymannschaft hatte er sein Team bei den olympischen Winterspielen 1980 zum Sieg gegen die Sowjetunion geführt - und war so über Nacht vom unbekannten College-Spieler zum Star geworden.

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Feindkontakt: Die Teams der USA und der Sowjetunion reichen sich nach dem Spiel die Hände. Mike Eruzione, Kapitän des US-Teams, erinnert sich "an das ungläubige Entsetzen in den Augen der sowjetischen Spieler" nach der Niederlage. Das Sowjetische Team war als klarer Favorit in die Begegnung gegangen, niemand hatte mit einem Sieg der USA gerechnet.

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Abwehr: US-Torhüter Jim Craig wehrt einen Schuss des Sowjetischen Spielers Helmut Balderis ab. An diesem Tags, so Mike Eruzione, "machte Craig das Spiel seines Lebens".

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Ring frei: Blick auf die Eishockeyhalle in Lake Placid am 22. Februar 1980, dem Tag des legendären Olympia-Viertelfinales zwischen der Sowjetunion und den USA.

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Trainer Brooks: US-Coach Herb Brooks (M.) verfolgt gespannt die letzten Minuten des Finalrundenspiels. Im Vorfeld zu Olympia wurde um den Trainer eine komplett neue Mannschaft formiert, die ausschließlich aus College-Spielern bestand.

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Foulspiel: Der sowjetische Stürmer Wladimir Petrow (l.) wird während von William Baker (USA) zu Fall gebracht. Bakers Schläger hatte sich zwischen Petrows Kufen verhakt.

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Bodycheck: Waleri Charlamow rauscht nach einem Bodycheck des US-Spielers Mike Ramsey in die Bande.

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Klare Kräfteverhältnisse: US-Verteidiger Mike Ramsey (oben) im Zweikampf mit dem sowjetischen Spieler Waleri Charlamow.

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UdSSR gegen USA: US-Torhüter Jim Craig (vorne, am Boden) und sein Teamkollege Mike Ramsey (weißes Trikot, stehend) beschützen das Tor. Mike Eruzione, der Kapitän des US-Teams, beschreibt die letzten Spielminuten so: " Die Russen wirkten verzweifelt, sie schossen den Puck einfach nach vorne, dass machten sie sonst nie".

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Ausgelassener Jubel: Michael Eruzione (l.), der das vierte und entscheidende Tor im letzten Drittel der Partie schoss, umarmt nach dem Sieg seine Mitspieler John O'Callahan, David Silk und Torhüter Jim Craig.

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Luftsprünge: Das Publikum hält es nicht mehr auf den Sitzen, und auch US-Torhüter Jim Craig kann seine Freude kaum zügeln - er springt nach dem völlig überraschenden 4:3-Sieg der US-Amateurmannschaft gegen die haushohen Favoriten aus der UdSSR in die Luft.

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Siegestaumel: Kurz nach dem Abpfiff liegen sich die US-Spieler in den Armen. Sie haben das unmögliche geschafft, das "Miracle On Ice" - einen Außenseitersieg gegen den Top-Favoriten UdSSR.

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Stürmischer Jubel: Das US-Eishockeyteam stürmt nach dem Sieg im Spiel gegen die Sowjetunion auf seinen Torhüter Jim Craig zu.

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Gold für USA: Die US-Eishockeynationmannschaft am 24. Februar 1980 auf dem Siegerpodest. Die Spieler heben den Zeigefinger, um zu signalisieren: "Wir sind die Nummer eins." Die USA setzte sich im Finale der olympischen Winterspiele 1980 gegen Finnland 4:2 durch - und gewann damit die Goldmedaille.

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