Fotostrecke Wirbelsturm am Niederrhein
Der Tornado zieht über eine Gartenanlage im Raum Viersen hinweg: Laut Behördenangaben hat der Wirbelsturm am Niederrhein eine "Schneise der Verwüstung" angerichtet.
Mindestens ein Mensch wurde bei dem Unwetter schwer verletzt. Häuserdächer in der Umgebung wurden durch den Tornado abgedeckt.
Manche Häuser wurden nach Angaben der Kreisverwaltung so stark beschädigt, dass sie vorübergehend unbewohnbar sind.
In dem Ortsteil Viersen-Boisheim mit 2000 Einwohnern haben nun 40 bis 50 Häuser Schäden, berichtete die Stadt Viersen.
Die Wucht des Sturms hat auch zahlreiche Bäume umgerissen.
Mehrere Straßen blieben zunächst gesperrt, weil umgeknickte Bäume den Weg blockierten.
Auf der Bahnlinie vom rheinischen Mönchengladbach ins niederländische Venlo musste laut Polizei der Verkehr ruhen.
Gegen 18 Uhr ist der Wirbelsturm laut Kreisverwaltung über die Ortschaften Viersen-Boisheim, Nettetal-Schaag, Schwalmtal-Dilkrath, Schwalmtal und teilweise über Niederkrüchten gezogen.
Das Unwetter hat sich nach ersten Polizeiangaben innerhalb von etwa zehn bis 15 Minuten abgespielt.
Herabstürzende Äste verursachten kaputte Windschutzscheiben und Blechschäden.
Auch dieses geparkte Auto wurde von einem Baum begraben.
Auf einem Friedhof im Ortsteil Boisheim ist durch den Sturm ein Grabstein umgestürzt.
"Ein sehr eindrucksvoller Tornado zog über den Landkreis Viersen im Westen von NRW hinweg, er richtete hier einige Schäden an", teilte der Wetterunternehmer Jörg Kachelmann auf seiner Internetseite mit.
Laut Kachelmann seien in Deutschland in diesem Jahr bisher mindestens sechs Tornados beobachtet worden.