Wissenschaftsbilder des Monats Eine windige Geschichte
Windige Wand (am 12. April 2013 in Miami, US-Bundesstaat Florida): Ein Hurrikan der Kategorie fünf tobt mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 250 Kilometern in der Stunde. Statistisch tritt so ein Sturm weltweit einmal alle drei Jahre auf. Doch Forscher der Florida International University können solche Gewalten auch absichtlich entfesseln - zum Beispiel, um die Sicherheit von Gebäuden zu testen.
Zärtlichkeiten im Zoo (am 12. April 2013 in San Francisco, US-Bundesstaat Kalifornien): Sumatra-Tiger sind vom Aussterben bedroht. Umso froher war man im Zoo von San Francisco, dass Tigerdame Leanne Nachwuchs erwartete. Hier spielt sie mit ihrem zwei Monate alten Jungtier, das im April erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde.
Ferdinand und der Fischtank (am 17. April 2013 in Erlangen): Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg, zu sehen ist hier Projektmitarbeiter Ferdinand Haag, wollen in einem vierwöchigen Weltraumexperiment herausfinden, wie sich Schwerelosigkeit auf die Entstehung der Gehörsteine sowie der Knochen und Muskeln von Fischen auswirkt. Dazu haben sie ein geschlossenes Ökosystem ins All geschickt, bestehend aus 40 Buntbarsch-Larven, der Algenart Euglena gracilis, der Wasserpflanze Hornkraut und Posthornschnecken. Lesen Sie mehr...
Spuckender Stern (am 20. April 2013, aufgenommen vom Nasa-Teleskop "Soho"): Bei riesigen Sonneneruptionen wie dieser werden große Mengen Plasma ins All geschleudert. Fachleute sprechen von einem koronalen Massenauswurf. Wenn die Eruption das Erdmagnetfeld trifft, kann sie dieses gehörig durcheinanderbringen. In diesem Fall war das aber nicht der Fall, die Sonne spuckte in eine andere Richtung. Der helle Punkt im Bild ist übrigens die Venus.
Ameisen mit Aufklebern (Archivbild): Forscher um Danielle Mersch von der Universität Lausanne (Schweiz) haben Kolonien der Ameisenart Camponotus fellah untersucht - und drei Gruppen von Arbeiterinnen gefunden. Zum einen sind das die Tiere, die sich um die Brut kümmern und den engsten Kontakt zur Königin haben. Zum anderen gibt es die Sammlerinnen, die am häufigsten den Bau verlassen. Eine dritte Gruppe kümmert sich darum, Abfälle aus dem Nest zu entfernen, und scheint zusätzlich eine Art Patrouillendienst zu leisten. Die Gruppen sind nach Alter aufgeteilt. Lesen Sie mehr...
Besonderes Blut (am 5. April 2013 in Tokio): Dieser Eisfisch im Sea Life Park der japanischen Hauptstadt ist eine Seltenheit, denn außer ihm gibt es weltweit nur noch einen einzigen Verwandten in Gefangenschaft. Normalerweise leben die Tiere im Südozean vor der Antarktis. Die Eisfische gelten als einzige Wirbeltiere ohne rote Blutkörperchen. Das heißt, es fehlt ihnen das Hämoglobin, das sonst für den Sauerstofftransport verantwortlich ist. Wahrscheinlich ist das möglich, weil ihr Herz besonders groß ist und der Sauerstoff im Blutplasma transportiert wird.
Phantom mit Panzer (Archivbild): Im Jahr 1906 war es, als die Wasserschildkröte Pelusios seychellensis zuletzt gesichtet wurde. Seitdem galt sie als ausgestorben. Eine DNA-Studie deutscher und österreichischer Forscher zeigt nun, dass es die Art in Wahrheit wohl nie gegeben hat. Pelusios seychellensis ist demnach mit der in Westafrika weit verbreiteten Art Pelusios castaneus identisch. Lesen Sie mehr...
Mammut in Mexiko (am 4. April 2013 in Mexiko-Stadt): Mehr als 10.000 Jahre sind die Überreste dieses Präriemammuts vermutlich alt, die Forscher im Südosten der mexikanischen Hauptstadt ausgegraben haben. Es ist das erste Mal, dass sich die Knochen dieses riesigen Tieres in dieser Region fanden. Vermutlich wurde der ungefähr 30 Jahre alte Bulle bei einem Vulkanausbruch verschüttet.
Eisige Einblicke (Archivbild): Die Antarktis hat dem Klimawandel bisher getrotzt. Doch jetzt haben Forscher der Australian National University und des British Antarctic Survey Bohrkerne aus dem Nordwesten des eisigen Kontinents analysiert. Sie hatten 364 Meter tief in das Eis der James-Ross-Insel nahe der Nordspitze der Antarktischen Halbinsel gebohrt. Und nach ihren Erkenntnissen hat sich die Schmelze der Eisdecke in den vergangenen 50 Jahren dramatisch beschleunigt. Lesen Sie mehr...
Faszinierender Fisch (Archivbild): Dieser Quastenflosser schwamm einem ferngesteuerten Tauchroboter vor der Küste von Tansania vor die Kamera. Lange Zeit galt die Gruppe der Quastenflosser als ausgestorben. Jetzt hat ein internationales Forscherteam das Erbgut des Fisches analysiert. Der Quastenflosser ist für Evolutionsbiologen interessant, weil seine DNA der des Menschen erstaunlich ähnlich ist. Lesen Sie mehr...
Patrick und seine Prothese (am 23. April 2013 in Livingston, Schottland): Die britischen Zeitungen nennen Patrick Kane den "bionic boy", den bionischen Jungen. Als Kleinkind hatte er nach einer Meningitis und einer Blutvergiftung unter anderem seine linke Hand und sein rechtes Bein verloren. Mit einer Prothese, hier das neueste Modell, kann er wieder greifen.
Mars macht mobil - möglicherweise (künstlerische Darstellung): Der niederländische Unternehmer Bas Lansdorp will eine menschliche Kolonie auf dem Mars gründen. Die ersten vier Siedler sollen schon in zehn Jahren auf dem Roten Planeten landen. Lansdorp will das ganze Abenteuer, vom Training bis zum Mars-Alltag, live im Fernsehen übertragen. Doch ob er das Projekt finanziell und technisch stemmen kann, ist durchaus zweifelhaft. Lesen Sie mehr...