Wissenschaftsbilder des Monats Mai 2013 Kannibalen und Aliens
Lucihormetica luckae: Die fluoreszierende Kakerlake vom Tungurahua-Vulkan in Ecuador schaffte es 70 Jahre nach ihrem Fund auf die Artenliste. Inzwischen könnte das leuchtende Insekt, das seine Feinde ähnlich abschreckte wie ein giftiger Käfer, nach Meinung der Autoren womöglich ausgestorben sein.
Drama vor rund 400 Jahren: Forscher haben in den USA die Überreste eines 14-jährigen Mädchens untersucht. Das Kind wurde von seinen Mitmenschen gegessen. Die ersten dauerhaften englischen Siedler in Amerika waren in der Not zu Kannibalen geworden.
Amateure im Weltall: Anfang Mai startete der estländische Satelit "EstCube-1". Er wurde von Studierenden der Universität Tartu entwickelt.
Minidrohnen: Kaum größer als ein Pennystück zeigen die Flugzeuge "RobotFive", dass Drohnen zur Massenware werden könnten.
Frühe Feier: In Israel haben Archäologen eine 1500 Jahre alte Laterne und Weinbecher entdeckt - auch in der Byzantinischen Zeit wusste man offenbar zu feiern.
Hitzetod im All: "Herschel" ist Geschichte. Nach vier Jahren Dienst im All ist dem Weltraumteleskop planmäßig das Kühlmittel ausgegangen. Wissenschaftler werten die Mission als glänzenden Erfolg: Sie hat viele Fragen beantwortet - und zahlreiche neue Rätsel eröffnet.
Weißer Zwerg (künstlersiche Darstellung): Im Sternhaufen der Hyaden scheinen Massen von Gesteinstrümmern in einen Stern zu stürzen.
Bizarre Mumie: Wurde in der chilenischen Atacama-Wüste die Leiche eines Außerirdischen entdeckt? Zwei renommierte Wissenschaftler haben die seltsam geformte, nur 13 Zentimeter große Mumie jetzt untersucht. Das Ergebnis war eine Enttäuschung für Alien-Gläubige.
Versunkene Städte im Dschungel: Mit moderner Lasertechnik haben Forscher im Regenwald von Honduras die Überreste einer bisher wohl unbekannten Kultur entdeckt. Handelt es sich womöglich um die sagenumwobene "Weiße Stadt"?
Himmelserscheinung im Doppelpack: Diesen Feuerball hat Shannon Bileski über einem schneebedeckten See in Kanada aufgenommen. Besonders magisch wird das Bild durch das grüne Züngeln des Polarlichts. Die Gewinner des "Earth & Sky Photo Contest" haben bezaubernde Fotos von Himmel und Erde gemacht.
Das geheimnisvolle Freilichtmuseum von Ughtasar: Steinböcke, Leoparden, Krieger oder Ziegen - rund 4000 Jahre alt sind die geheimnisvollen Felsmalereien im Kaukasus. Seit kurzem werden sie erstmals wissenschaftlich erfasst. Nun haben die Forscher Ergebnisse ihrer Arbeit präsentiert.
Sonneneruption: Unser Gestirn erlebt ein äußerst aktives Jahr. Die Zeichnung, die von Satellitenbildern inspiriert wurde, zeigt, wie die Sonne Plasmamassen speit.