Wohin mit dem Router? So funktioniert das WLAN optimal
Den richtigen Standort wählen
Das WLAN sollte möglichst alle Räume erreichen. Schließlich will man nicht nur auf dem Sofa Filme schauen, sondern auch Rezepte in der Küche abrufen. Daher sollte der Router so zentral wie möglich aufgestellt werden. Werner Wiesbeck rät: "Den besten Empfang hat man, wenn man den Router in der Mitte der Wohnung an die Decke hängt." Doch auch auf einem Telefontisch im Flur steht der Router gut und erreicht meist alle Räume.
Es gilt die Faustregel: Nach etwa 15 Metern ist das Signal verschwunden. Wenn Mauern dazwischen sind, werden die Funkwellen noch stärker gedämpft und der Empfang lässt schneller nach. Dämmmaterial in den Wänden beschränkt die Ausbreitung der Signale noch mehr.
Die Antennen ausrichten
In vielen neueren Routern sind die Antennen fest eingebaut. Bei diesen Geräten hat man also keine Möglichkeit, auf die Abstrahlwinkel der Antennen Einfluss zu nehmen. Immerhin aber kann man es an einem erhöhten Platz positionieren, etwa auf einem Regal. Laut Routerhersteller TP-Link können sich die Funkwellen von einem solchen Standort aus besser ausbreiten.
Verfügt der Router doch über bewegliche Antennen, sollten diese in unterschiedliche Richtungen zeigen. Bei drei Antennen etwa sollte eine horizontal, einer vertikal und die dritte horizontal in einem Winkel von 90 Grad zur ersten ausgerichtet sein.
Vorsicht vor den Strahlen
Es gibt keine Studien, die belegen, dass WLAN-Strahlung die Gesundheit gefährdet. Dennoch sollte man ein wenig vorsichtig sein. "Im Umkreis von einem Meter sollte man den Router meiden ", sagt Wiesbeck. In diesem Bereich könne der Grenzwert für die Leistungsdichte von 1 Milliwatt pro Quadratzentimeter überschritten werden, wenn der Router mit der gesetzlich erlaubten Maximalleistung von 100 Milliwatt sendet.
Die richtige Frequenz wählen
Moderne Router haben zwei Frequenzbänder zur Auswahl, auf denen sie Daten übertragen können. Zum ist dies das das 2,4 Gigahertz-Band, in dem WLAN-Netze schon seit vielen Jahren funken. Die meisten aktuelle Geräte bieten zusätzlich das 5-Gigahertz-Frequenzband an, das eine schnellere Datenübertragung ermöglicht. Da die meisten Router derzeit noch im 2,4-Gigahertz-Bereich funken, kann es helfen, das 5-Gigahertz-Band zu nutzen, um Störungen durch die Netze der Nachbarn aus dem Weg zu gehen.
Manche ältere Geräte haben aber nur die alte Technik und können mit den schnellen 5-GHz-Netzen nichts anfangen. Wer ein solches altes Smartphone oder Laptop nutzt, ist auf ein 2,4-GHz-WLAN festgenagelt. Aber das hat auch Vorteile, die Reichweite des WLAN ist mit 2,4 Gigahertz meist höher als mit 5 GHz. Für die 5 GHz-Netze geeignet sind Geräte nur, wenn sie den WLAN-Standard 802.11n oder 802.11ac beherrschen.
Das Signal verstärken
Wenn das Wohnzimmer zu weit entfernt ist, um vom WLAN-Router versorgt zu werden, helfen sogenannte Repeater weiter. Diese Signalverstärker reichen das WLAN-Signal des Routers in entfernte Räume weiter und werden meist einfach in eine Steckdose gesteckt.
Wer seinen Fernseher oder die Spielekonsole strahlungsarm mit dem Internet verbinden will, kann auch auf Powerline-Adapter zurückgreifen. Diese Geräte nutzen die Stromkabel im Haus als Netzwerkleitungen. Ein Adapter wird per Kabel mit dem Router verbunden und in eine Steckdose gesteckt. Weitere Adapter können das Netzwerksignal dann an anderen Steckdosen abgreifen und entweder per Kabel oder WLAN weitergeben.
Das WLAN verschlüsseln
Das Heimnetzwerk sollte unbedingt verschlüsselt werden. Bei den vielen WLAN-Routern ist das Funknetz bereits ab Werk mit einem Passwort gesichert, das hinten oder unten auf den Router aufgedruckt ist. Dieses Passwort sollte man unbedingt ändern und ein eigenes eingeben, da es Hackern in Einzelfällen schon gelungen ist, die vorgegebenen Passworte zu entschlüsseln. ganz wichtig: Verwenden Sie für das Passwort unbedingt den Verschlüsselungsstandard WPA2. Sowohl das ältere WEP als auch WPA gelten als unsicher.
Dieses Passwort sollte man so schnell wie möglich ändern, um Angreifer davon abzuhalten, den Datenverkehr mitzuschneiden oder das WLAN für illegale Aktivitäten zu missbrauchen.