DFB-Gegner Portugal Zentralgestirn Ronaldo
Deutschlands schwierigste Hürde auf dem Weg ins Achtelfinale der WM 2014: Portugal kann der DFB-Elf am ehesten den ersten Platz in der Gruppe G streitig machen. Superstar Cristiano Ronaldo überstrahlt bei der "Seleção" alles, doch Joachim Löw muss auch auf andere Spieler achten.
Etwa auf Miguel Veloso (r.). Der Sechser kümmerte sich beim bislang letzten Duell mit Deutschland um Mesut Özil und begleitete diesen, wenn er auf die Flügel auswich. Das ist besonders wichtig für Portugal, weil Ronaldo und Nani auf den Außenbahnen nicht konsequent mit nach hinten arbeiten.
Portugals bester Vorarbeiter: João Moutinho (r.). Er kann die Lücke noch am ehesten füllen, die im offensiven Mittelfeld nach Spielern wie Rui Costa und Deco entstanden ist.
Zehn Treffer bereitete Moutinho in der WM-Qualifikation direkt vor, allein vier davon per Eckstoß. Kein anderer europäischer Nationalspieler legte so viele Treffer auf, kein anderer kommt auf so viele Flanken wie Moutinho (93).
Um ihn dreht sich in Portugals Offensive alles: Cristiano Ronaldo
Niemand hat häufiger auf das gegnerische Tor geschossen als "CR7" (49-mal), zudem bereitete er 21 Abschlüsse von Mitspielern vor. Allein im Hinspiel gegen Aserbaidschan versuchte er es zwölfmal, ging beim 3:0-Erfolg seiner Mannschaft aber leer aus.
Die Heatmap aus dem Playoff-Hinspiel gegen Schweden zeigt: Ronaldo genießt offensiv alle Freiheiten, darf vom linken Flügel ins Zentrum oder nach rechts wechseln. Egal, wo er startet - sein Ziel ist stets der gegnerische Strafraum.
24 Tore hat Portugal in zwölf Partien auf dem Weg zur WM 2014 erzielt. Neun davon resultierten aus Standardsituationen, nur eines aus erfolgreichem Gegenpressing. Viermal durften die Portugiesen nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte jubeln - allein dreimal war das in Schweden der Fall. Fast immer attackiert die "Seleção" über die Flügel.