WM-Bilder des Tages Wo Messi noch gefeiert wird
Das war Kroos: Nach dem Last-Minute-Traumtor von Toni Kroos hat Deutschland wieder gute Chancen aufs Achtelfinale. Damit steht Kroos nicht nur wie hier als Matrjoschka in einer Reihe mit WM-Stars wie Neymar, Cristiano Ronaldo und Lionel Messi. Wir zeigen Ihnen, wer sich am elften Spieltag der WM noch so richtig freuen konnte.
Jubeln hier schon die neuen Weltmeister? England zeigt sich souverän im Spiel gegen Panama.
Keine Viertelstunde ohne Treffer: Allein in der ersten Halbzeit schießt England fünf Tore. Hier versenkt Harry Kane einen Elfmeter und trifft damit zum 2:0 für England.
Und es sollte nicht der einzige Treffer des Stürmerstars bleiben. Am Ende gelingt Kane mit drei Toren ein Hattrick.
Doch Panama gibt nicht auf. Schließlich grätscht der eingewechselte Felipe Baloy eine Freistoßflanke zum 1:6 ins englische Tor, es ist die Ehrenrettung für Panama und der erste WM-Treffer für das Land.
Trotzdem: Mit dem souveränen 6:1 hat sich England für das WM-Achtelfinale qualifiziert und gezeigt, dass auch Favoriten bei dieser WM gewinnen können. Das freut auch die Fans in Nischni Nowgorod.
Der erste Tag nach der 2:1 Niederlage für die schwedische Nationalmannschaft: Jimmy Durmaz gibt vor Trainingsbeginn eine Erklärung ab. Er hatte Timo Werner in der Nachspielzeit gefoult und damit den entscheidenden Freistoß verursacht, den Toni Kroos zum Traumtor verwandelte. Durmaz war deshalb in sozialen Netzwerken rassistisch beleidigt worden. "Ich stehe stolz hier und repräsentiere mein Land", sagte Durmaz. Der schwedische Fußballverband will wegen der Beschimpfungen Anzeige erstatten.
Indes steht Ägyptens Topstar Mohamed Salah weiter in der Kritik. Der tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrow hat ihn zum Ehrenbürger der muslimisch geprägten russischen Teilrepublik ernannt. Kritiker werfen Salah vor, sich instrumentalisieren zu lassen. Menschenrechtler beschuldigen Kadyrow des Mordes, der Folter und der Verfolgung von Minderheiten. Laut Medienberichten denkt Salah bereits über einen Rücktritt aus der Nationalmannschaft nach.
Vor der zweiten Partie am WM-Sonntag Japan gegen Senegal sind die japanischen Fans sichtlich nervös. Beide Mannschaften waren mit Siegen in die WM gestartet und haben beste Chancen aufs Achtelfinale.
Auch die japanische Prinzessin Hisako Takamado ist eigens nach Jekaterinburg gereist, um die japanische Nationalmannschaft anzufeuern.
In der zwölften Minute schießt Sadio Mane Senegal zum 1:0. Vor Freude kniet er auf den Rasen.
Auch die Fans in Dakar, der Hauptstadt Senegals, freuen sich über das 1:0.
Déjà-vu: Wie zuvor Sebastian Rudy steht auch Japans Kapitän Makoto Hasebe nasenblutend auf dem Platz. Er kann jedoch weiterspielen, während die Zukunft für DFB-Spieler Sebastian Rudy weiter ungewiss ist. Der im Spiel gegen Schweden Verletzte muss sich einer kleineren Operation unterziehen und könnte wahrscheinlich nur noch mit Maske wieder antreten.
Die Japaner wirken zunächst chancenlos. In der ersten Halbzeit gelingt ihnen nur ein einziger Schuss aufs Tor. Doch der sitzt. Takashi Inui schießt den Ball nach einem Pass von Yuto Nagatomo flach ins lange Eck. Am Ende trennen sich Japan und Senegal 2:2.
Damit haben die Japaner zwei Rückstände aufgeholt - die Freude ist sichtlich groß.
Beide Nationen stehen bei einem Unentschieden zum Abschluss der Vorrunde sicher im Achtelfinale. Senegal trifft am Donnerstag auf Kolumbien, Japan spielt parallel gegen Polen.
Auch Senegals Trainer Aliou Cisse reagierte zufrieden auf das Unentschieden. Er sagte nach der Partie: "Schade, dass wir den Sack nach dem 2:1 nicht zumachen konnten. Aber wir sind noch mitten im Turnier. 2:2 ist kein schlechtes Ergebnis."
Saubere Sache: Nach dem Spiel nahmen viele japanische Fans ihren Müll wieder mit.
Gefeiert wird Lionel Messi. Zu seinem 31. Geburtstag schenkt ihm die russische Stadt Bronnizy einen Kuchen in Lebensgröße.
Messi selbst bekommt jedoch kein Stück ab, stattdessen verputzen seine Fans den Kuchen.
Das dritte Spiel am WM-Sonntag: Kolumbien gegen Polen. Vor Spielbeginn sind diese kolumbianischen Fans siegessicher.
"Mama, ich bin hier": Mit einem Gruß an die Mutter fiebert dieser polnische Fan dem Spiel entgegen.
Die erste Halbzeit zwischen Polen und Kolumbien hat fußballerisch zunächst wenig zu bieten, sondern besticht durch Szenen, die eher an rhythmische Sportgymnastik erinnern, wie bei diesem Zusammenstoß zwischen Robert Lewandowski und Yerry Mina.
Kurze Zeit später liegen beide am Boden.
Als Lewandowski Mina aufhelfen will, tritt er aus Versehen auf dessen Hand. Der Bayern-Star bittet um Entschuldigung, während Mina mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegt.
Kurz darauf revanchiert sich Mina mit dem 1:0 Treffer gegen Polen. Falcao und Juan Cuadrado ziehen nach. Der Endstand lautet 3:0 für Kolumbien.
Die Begeisterung der Fans im Stadion in Kasan ist riesig.
Lewandowski am Boden: Polen hat nun keine Chance mehr, ins Achtelfinale einzuziehen.