WM 2018: Mexiko in der Einzelkritik - DER SPIEGEL
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Mexiko in der Einzelkritik Deutschlands Albtraum heißt Lozano

Vorne dribbelte Hirving Lozano durch die deutsche Abwehr, hinten sicherte Hector Moreno ab. Mexiko zeigte eine starke Leistung - und am Ende half ein 39-Jähriger, das Ergebnis über die Zeit zu retten.
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Guillermo Ochoa, Tor: Der Torwart von Standard Lüttich knüpfte an seine Form von der WM 2014 an, bei der er schon zu den Toptorhütern zählte. Fangsicher und souverän in der Strafraumbeherrschung zeigte sich der 32-Jährige. Ein Klassemann zwischen den Pfosten. Man merkt ihm die Erfahrung in der Primera Division an, in der er jahrelang gespielt hat.

Foto: Ina Fassbender/ dpa
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Jesus Gallardo, Abwehr: Am Anfang hatte der Außenverteidiger noch viel Mühe mit Kimmich und Werner, die fast jeden deutschen Angriff über diesen Flügel aufbauten. Kam im Lauf des Spiels immer besser zurecht und trug viel dazu bei, die Offensive der Mexikaner über die linke Offensivseite zu befeuern.

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Hugo Ayala, Abwehr: Der Abwehrchef kam manchmal in die Bredouille, wenn der Ball hoch in den Strafraum geflankt wurde. Aber mit seiner Routine rettete er sich immer wieder aus brenzligen Situationen heraus.

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Hector Moreno, Abwehr: Der zweite Mann in der Innenverteidigung absolvierte eine starke Partie. Zentral tauchte Timo Werner oft gegen ihn auf, da hatte es Moreno nicht immer leicht. Aber im Reportersprech hätte man ihn wohl Turm in der Schlacht getauft.

Foto: CARL RECINE/ REUTERS
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Carlos Salcedo, Abwehr: Der Frankfurter ist der einzige Bundesligaprofi in der Startelf der Mexikaner. Von den Abwehrspielern hatte er die wenigste Arbeit, über seine rechte Abwehrseite liefen nur wenige deutsche Angriffe. Manchmal einen Tick zu robust, aber im Großen und Ganzen sicher.

Foto: MAXIM SHEMETOV/ REUTERS
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Hector Herrera, Mittelfeld: Schaltstation zwischen Abwehr und Angriff. Das machte der Porto-Profi sehr imposant, es war das Geheimnis der mexikanischen Stärke, wie er und Kapitän Guardado die Bälle von hinten aufnahmen und sie so schnell es ging in die Offensive weiterleiteten.

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Andres Guardado, Mittelfeld (bis 74. Minute): Der Kapitän ist mittlerweile jenseits der 30, aber immer noch ungemein wichtig für El Tri. Bei fast jedem Konter war er beteiligt, er hat das Auge für die freilaufenden Mitspieler. Beeindruckende Leistung. Nach 70 Minuten war allerdings auch er platt und übergab die Kapitänsbinde an den 39-jährigen Rafael Marquez.

Foto: Dan Mullan/ Getty Images
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Rafael Marquez, Abwehr (ab 74.): Ungeachtet aller Drogenkartell-Vorwürfe gegen ihn steht der Senior immer noch im mexikanischen WM-Kader, und für 15 Minuten Abwehrkunst ist er auch mit 39 Jahren noch gut.

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Carlos Vela, Mittelfeld (bis 58.): Auch er gehörte zu denen, die der deutschen Abwehr Kopfzerbrechen bereiteten. Wuselig, schnell, manche seiner Pässe hätten noch genauer kommen können. Aber besser nicht: Dann wäre noch mehr Unheil über die deutsche Deckung hereingebrochen. Nach einer Stunde machte er Platz für Alvarez.

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Edson Alvarez, Abwehr (ab 58.): Kam für die letzte halbe Stunde mit dem klaren Auftrag, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Das hat ziemlich gut geklappt.

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Miguel Layun, Mittelfeld: Im offensiven Mittelfeld oft mit dabei, wenn es gefährlich wurde. Versuchte die Spitzen Chicharito und Lozano immer wieder einzusetzen. Seine Schüsse aufs Tor ließen allerdings die Präzision vermissen. In der Schlussphase hatte er das 2:0 auf dem Fuß.

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Chicharito, Angriff: Der ehemalige Leverkusener verstolperte zwar so manche vielversprechende Situation, war allerdings dennoch kaum in den Griff zu bekommen. Als Vorbereiter maßgeblich am Führungstor beteiligt. Chicharito hat in England keine berauschende Saison hinter sich, offenbar hat er seine Ressourcen für die WM aufgespart.

Foto: Ryan Pierse/ Getty Images
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Hirving Lozano, Angriff (bis 66.): Der Jungstar von PSV Eindhoven war einer der Schlüsselspieler beim Gewinn der niederländischen Meisterschaft. Und auch gegen Deutschland zeigte er sich in prächtiger Verfassung. Joshua Kimmich wird in der Nacht von ihm träumen. Beim 1:0 wird es ihm ein Vergnügen gewesen sein, Offensivmann Mesut Özil im Strafraum auszudribbeln. Nach 65 Minuten durfte er ausruhen.

Foto: KAI PFAFFENBACH/ REUTERS
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Raul Jiminez, Angriff (ab 66.): Kam für die letzten 25 Minuten in die Partie, um den erschöpften Lozano zu ersetzen. Setzte im Unterschied zu seinem Vorgänger kaum Akzente in der Offensive, aber das war den Mexikanern in der Schlussphase ja auch nicht mehr wichtig.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?