WM 2018: Südkorea in der Einzelkritik - DER SPIEGEL
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Einzelkritik Südkorea Die Meister des Befreiungsschlags

Südkorea tat nicht all zu viel fürs Spiel, warum auch? Das Team konzentrierte sich aufs Verteidigen - und das reichte gegen dieses harmlose Deutschland.
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Jo Hyeon Woo, Tor: Der Torwart, der in der koreanischen Liga beim Tabellenletzten spielt, ist im Turnier zumindest einer der auffallenden Schlussmänner. Sicher auf der Linie, starke Reflexe, die er bei einem Goretzka-Kopfball nach der Pause bewies. Bemerkenswert sind auch seine weiten Abschläge, die fast immer im Seitenaus landen. Am bemerkenswertesten: Wie wenig er zu tun bekam.

Foto: Kevin C. Cox/ Getty Images
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Lee Yong, Abwehr: Musste sich der offensiven Bemühungen von Jonas Hector und Timo Werner erwehren. Das war nicht nur wegen der Temperaturen schweißtreibend, er hatte mehr zu tun als sein Kollege am anderen Flügel. Aber auch er blieb meistens Zweikampfsieger.

Foto: MICHAEL DALDER/ REUTERS
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Yun Young Sun, Abwehr: In der Innenverteidigung war der Job vor allem, Bälle wegzuschlagen, die in den Strafraum kamen. Das erledigte Yun fast im Minutentakt.

Foto: DYLAN MARTINEZ/ REUTERS
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Kim Young Gwon, Abwehr: Der Abwehrchef ließ sich auch durch Abspielfehler seiner Vorderleute nicht groß aus der Ruhe bringen, auch er ein Meister des Befreiungsschlages. Auch er wurde viel zu selten in Bedrängnis gebracht. Und erzielte das Tor, das ihn berühmt machen wird.

Foto: PILAR OLIVARES/ REUTERS
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Hong Chul, Abwehr: Der linke Außenverteidiger hatte es mit dem offensiven Joshua Kimmich zu tun und hatte weit weniger Mühe mit ihm, als man erwartet hätte. Was am schwachen Kimmich lag, aber auch daran, dass Hong seinen Job sehr sorgfältig versah.

Foto: Catherine Ivill/ Getty Images
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Jung Woo Young, Mittelfeld: Kassierte eine schnelle Gelbe Karte. Das hinderte ihn nicht daran, Manuel Neuer kurz danach mit einem Freistoß in Verlegenheit zu bringen. War einer der Aktivsten im koreanischen Spiel, aber auch er machte Stockfehler.

Foto: LUIS ACOSTA/ AFP
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Jang Hyun Soo, Mittelfeld: Einer der beiden defensiven Sechser in der Mannschaft. Mehrfach verlor er den Ball im Aufbau, lud damit die Deutschen zu Kontern ein. Diese lehnten die Einladung allerdings meistens dankend ab.

Foto: Christian Charisius/ dpa
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Lee Jae Sung, Mittelfeld: Ebenfalls früh verwarnt, aber auch er ließ sich davon nicht nachhaltig beeindrucken. Rannte viel, versuchte der Abwehr zu helfen. Nach vorn brachte er nicht allzu viel zustande.

Foto: Shaun Botterill/ Getty Images
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Moon Seon Min, Mittelfeld (bis 69. Minute): Auf dem linken Flügel lief sich Moon die Lunge aus dem Leib, wurde immer wieder mit langen Bällen aus der Abwehr geschickt. Aber häufig waren die Bälle zu lang, und er hetzte vergebens hinterher, oder er verlor den anschließenden Zweikampf gegen die DFB-Deckungsspieler. Leistete sich zudem einige unnötige Fouls in der Defensive, nach 68 Minuten durfte er gehen.

Foto: ROMAN KRUCHININ/ AFP
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Ju Se Jong, Mittelfeld (ab 69. Minute): Kam für Moon in die Partie, um das Remis irgendwie abzusichern. Oder vielleicht sogar noch mehr zu erreichen.

Foto: PILAR OLIVARES/ REUTERS
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Koo Ja Cheol, Mittelfeld (bis 56. Minute): Der Augsburger sollte Heung Min Son im Angriff unterstützen. Er versuchte sein Bestes, stand aber meistens gegen die deutsche Abwehr auf verlorenem Posten. Er verletzte sich nach 55 Minuten unglücklich und musste ausgetauscht werden.

Foto: MICHAEL DALDER/ REUTERS
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Hwang Hee Chan, Mittelfeld (56. bis 79. Minute): Der Salzburg-Profi kam für den verletzten Koo in die Begegnung. Er fiel nicht großartig auf, aber auch nicht ab. Das Letzte hatte er den Deutschen voraus.

Foto: BENJAMIN CREMEL/ AFP
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Go Yo Han, Abwehr: Kam noch zum Einsatz - und ist damit einer der Helden. Mehr braucht man nicht zu wissen.

Foto: Hector Vivas/ Getty Images
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Son Heung Min, Angriff: Der frühere Bundesligaprofi und jetzige Tottenham-Stürmer ist der große und einzige Star in der Mannschaft. Was ihn dazu verführte, manchmal zu viel allein zu probieren und dabei bei den wenigen Torgelegenheiten auch einmal bessere Mitspieler übersah. Dennoch: Er hielt die deutsche Defensive auf Trab.

Foto: Laurence Griffiths/ Getty Images
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?