WM 2018 Das sind Russlands Stadien
Moskau I (Luschniki Stadion): Das 1956 errichtete Stadion in der russischen Hauptstadt wird nach seinem Ausbau eine Kapazität von 81.000 überdachten Sitzplätzen haben. Es wurde von der Uefa als "Elitestadion" klassifiziert - die höchste Wertung in Sachen Stadioninfrastruktur, die der Verband vergibt. 2008 fand hier das Finale der Champions League statt. Bei der WM 2018 wird in dieser Arena unter anderem das Eröffnungsspiel und Finale ausgetragen.
Moskau II (Spartak-Stadion): Nochmal Moskau, das ist das zweite WM-Stadion in der russischen Hauptstadt: Der Erstligaklub Spartak Moskau trägt hier seine Heimspiele aus. Das geplante Budget lag 2010 bei 290 Millionen Dollar, am Ende jedoch bei etwa 500 Millionen Dollar. Das Stadion bietet 45.360 Plätze. Vier Vorrundenpartien und ein Achtelfinale finden hier statt.
St. Petersburg: An diesem Stadion verzweifelte das Land lange. Ursprünglich sollte es 2009 fertig werden - die Eröffnung fand dann im Jahr 2017 statt, immerhin: pünktlich zum Confed Cup. 68.134 Zuschauer passen in die Arena, in der unter anderem das Spiel um Platz drei sowie ein Halbfinale ausgetragen werden.
Kaliningrad: In das neue Stadion in Kaliningrad werden 35.000 Zuschauer passen, gemeinsam mit der Jekaterinburg-Arena ist das Stadion das kleinste aller WM-Spielstätten (vier Vorrundenduelle werden in Kaliningrad ausgetragen). Nach der Endrunde wird es die Heimstätte des russischen Zweitligisten FC Balitka Kaliningrad. Die Kosten für den Neubau lagen bei etwa 354 Millionen Euro.
Kasan: Das Stadion wurde bereits bei den Universiade-Wettkämpfen 2013 und beim Confed Cup im vergangenen Jahr getestet. Bei der WM werden in Kasan sechs Spiele ausgetragen, darunter ein Achtel- und ein Viertelfinale. Die Kapazität: 45.000 Plätze. Die Kosten: 465 Millionen Euro. Das Highlight der Arena: Die mit 3622 Quadratmetern größte LED-Leinwand an der Fassade eines Fußballstadions der Welt.
Nischni Nowgorod: Das WM-Stadion, ein Neubau, soll knapp 45.000 Zuschauern Platz bieten und 2018 eröffnet werden. In der fünftgrößten Stadt Russlands (1,3 Millionen Einwohner) werden sechs WM-Duelle ausgetragen, darunter ein Achtel- und Viertelfinale. Das Problem nach der WM ist die weitere Nutzung der Arena, die etwa 220 Millionen Euro gekostet haben soll. Es gibt in der Stadt keinen Erst- und Zweitligisten.
Samara: Auch in dieser Stadt, die über eine Million Einwohner hat, wurde ein neues Stadion gebaut. Die Fertigstellung ist für 2017 geplant. Mit dem FC Krylja Sowetow Samara spielt ein Verein der Stadt in der höchsten russischen Spielklasse. Die neue Heimat des Klubs soll 44.000 Zuschauer fassen. Vier WM-Gruppenduelle sowie ein Achtel- und ein Viertelfinale werden in der etwa 285 Millionen Euro teuren Arena ausgetragen.
Wolgograd: Das Multifunktionsstadion, Heimat des SC Rotor Wolgograd, soll bei der WM knapp über 45.000 Zuschauern Platz bieten (vier Vorrundenduelle finden hier statt). Der Entwurf für die knapp 330 Millionen Euro teure Arena stammt von Gerkan, Marg und Partner. Die deutschen Architekten hatten bereits bei der WM 2010 und WM 2014 mehrere Stadien geplant.
Saransk: Saransk liegt 642 Kilometer südöstlich von Moskau, hier ist der Zweitligaklub FC Mordowia zuhause. 45.000 Zuschauer sollen hier Platz finden, vier Gruppenduelle stehen bei der WM auf dem Programm. Saransk ist die Hauptstadt der Republik Mordwinien und mit einer Einwohnerzahl von 297.415 der kleinste Austragungsort der WM.
Rostow am Don: Die Stadt im Südwesten Russlands hat über eine Million Einwohner - und über 40 Fußballklubs. Doch nur einer spielt in der ersten Liga: der FC Rostow. Das Stadion ist für 45.000 Zuschauer konzipiert. Bei der WM finden hier vier Vorrundenspiele und ein Achtelfinale statt. Nach der Endrunde soll das Stadion für den weiteren Gebrauch auf 37.885 Plätze verkleinert werden.
Sotschi: Formel 1, Olympische Winterspiele 2014 und nun die Fußball-WM: Sotschi gehört auch beim Turnier 2018 zu Russlands Gastgeberstädten. 44.000 Zuschauer sollen in dem Stadion Platz finden. Das geplante Budget lag 2010 bei 225 Millionen Dollar - tatsächlich kostete das Stadion 780 Millionen Dollar. Vier Gruppenduelle sowie ein Achtel- und ein Viertelfinale sind hier angesetzt.
Jekaterinburg: Ein Stadion geht noch: Das ist die zwölfte und letzte WM-Arena. Der östlichste Spielort bei der WM beheimatet mit dem FC Ural Swerdlowsk einen Erstligaklub. Für das Turnier wurde die Arena nicht komplett neu errichtet, sondern umgebaut.
Außerhalb des Stadions in Jekaterinburg wurden temporäre Tribünen hinzugebaut. Knapp 36.000 Zuschauer finden hier Platz, vier Vorrundenduelle stehen auf dem Programm.