WM-Vergabe Kampf mit allen Mitteln
Fifa-Boss Joseph Blatter wird am Donnerstag die millionenschwere Entscheidung bekanntgeben, welche Kandidaten den Zuschlag für die WM-Turnier 2018 und 2022 erhalten. Die Weltmeisterschaft in acht Jahren...
...wird dabei in jedem Fall in Europa statffinden, England gilt als Favorit. Neben Premier David Cameron und Prinz William ist vor allem David Beckham als Botschafter für die Briten aktiv. Beckham...
...rührt die Werbetrommel für so traditionsreiche Stadien wie Old Trafford in Manchester, wo er zuletzt noch mit dem AC Mailand gastierte und von seinen alten Fans gefeiert wurde. Die englische Bewerbung hat...
...in den vergangenen Wochen vor allem durch Recherchen britischer Reporter ein paar Risse bekommen, und Bewerberchef Andy Anson hatte einiges zu erklären. Zwei Fifa-Exekutivmitglieder hatten den Anschein erweckt, bestechlich zu sein. Davon profitieren wollen...
...Russlands Sportminister Vitali Mutko und sein Land. Russland würde Milliarden Euro investieren, zahlreiche Stadien müssten allerdings auch komplett neu errichtet werden, und die enormen Entfernungen sprechen ebenfalls gegen Russland, so dass...
...Spanien und Portugal zu den schärfsten Konkurrenten der Engländer zählen. Real-Torwart Iker Casillas und sein portugiesischer Teamkollege Cristiano Ronaldo haben sich schon mal für die gemeinsame Bewerbung starkgemacht. Dagegen sind...
...die Holländer und Belgier nur Außenseiter im Bieterrennen. Fußball-Legenden haben sie als Werbeträger aber auch zu bieten wie Paul van Himst, Ruud Gullit und den großen Johan Cruijff.
Für 2022 sehen sich die USA ganz vorne im Rennen. Der Außenminister der Bewerbung ist Ex-Präsident Bill Clinton, der hier Blatter schon mal von den Vorzügen der US-Kandidatur überzeugen will. Gut im Wettbewerb...
...liegt aber auch Australien mit dem milliardenschweren Frank Lowy als Fürsprecher. Für den fünften Kontinent wäre die WM eine Premiere. Als Neuling im Bewerberzirkus taucht...
...auch Katar auf. In dem Emirat würde die skurrilste WM aller Zeiten stattfinden. In Stadien, die ganz nah beeinander liegen und gekühlt werden müssen bei Temperaturen von 40 Grad. Zinedine Zidane schaut denn auch nur mäßig begeistert, als Bewerbungschef Hassan Al-Thawadi ihn für Katar als Austragungsort engagieren will. Ohne große Chancen sind...
...Südkorea und Japan angetreten. Japans OK-Boss Motoaki Inukai will Blatter mit modernster Technik made in Fernost überzeugen. Japan und Südkorea hatten aber schon 2002 die WM ausgerichtet, jetzt probieren sie es getrennt noch einmal.