Wohnraumpotenziale in urbanen Lagen - DER SPIEGEL
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Wohnraumstudie Der Palast auf dem Parkhaus

Die TU Darmstadt zeigt Möglichkeiten, wie sich in Städten zusätzlicher Wohnraum schaffen lässt, ohne weitere Flächen zu versiegeln. Einige Beispiele gibt es schon, die zeigen, wie gut das gelingen kann.
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Ein gutes Beispiel für die Umwandlung eines Bürohauses ist das ehemalige BDI-Gebäude in Köln. In dem lange Zeit leer stehenden Altbau entstanden nach Umbau und Aufstockung insgesamt 132 Wohnungen.

Foto: christalachenmaier.com
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In den Regelgeschossen befinden sich Zwei- bis Vierzimmerwohnungen, während im neuen Staffelgeschoss vier Penthäuser mit Dachterrasse untergebracht wurden. Die Balkone an den Wohnungen galten als größte Herausforderung, weil Brandschutzvorschriften und die Statik des Gebäudes zu beachten waren.

Foto: christalachenmaier.com
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Das Projekt Gleis Park in Berlin. Ungenutzte Parkplätze sollen nun familienfreundliche, hochwertige Wohnungen neben einem Park mitten in Berlin werden. Auf der Rückseite werden begrünte Räume das Ensemble aus vier Häusern von dem übrig gebliebenen Parkhaus abgrenzen.

Foto: Bauwens / KSP Jürgen Engel Architekten
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Lange Zeit lag das aus den Sechzigerjahren stammende viergeschossige Industriegebäude brach, obwohl die Lage reizvoll war. Dann machten sich die Architekten an die Sanierung. Sie entkernten das Stahlbetongebäude bis auf die Tragstruktur und schufen durch breite Lichtschneisen getrennte Teile. Durch vorhandene Raumhöhen von vier bis sieben Metern entstanden so rund 30.000 Quadratmeter Nutzfläche - für Wohnungen, Lofts, Büros, Handwerksbetriebe, Praxen und Künstlerateliers.

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Selbst ehemalige Kirchen eignen sich für neuen Wohnraum. Im abgebildeten Beispiel konnte eine moderne Anlage mit 42 Wohnungen realisiert werden. Kirchliche Elemente, Teile einer Kerzenkapelle und wesentliche Teile der alten Fassade blieben dabei erhalten, um an den Ursprung des Gebäudes zu erinnern. Im zehn Meter hohen Kirschenschiff entstand Platz für drei Stockwerke. Zwei weitere Stockwerke wurden auf das bisherige Dach aufgesetzt. Hierbei entstand auf 2600 Quadratmetern neuer Wohnraum mit Ein- bis Fünf-Zimmer-Eigentumswohnungen.

Foto: Gisinger Immobilien
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Dieses ehemalige Gebäude des Reichsmilitärgerichts in Berlin wurde in ein Wohngebäude umgewandelt. Hohe Räume wie der ehemalige Ballsaal wurden vertikal und horizontal halbiert. Reliefs und alte Gewölbedecken wurden restauriert. Die Repräsentationsräume blieben unverändert erhalten. Aufgrund des Denkmalschutzes blieb die Außenfassade weitgehend unangetastet. Insgesamt entstanden 106 Mietwohnungen mit Größen zwischen 42 und 207 Quadratmetern.

Foto: imago
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Von diesem Parkhaus aus den Sechzigerjahren ist auf den ersten Blick kaum noch etwas zu erkennen. Das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss dienen nun als Verkaufs- und Ausstellungsflächen. Die beiden oberen Geschosse wurden neu errichtet und über ein Atrium erschlossen. Das Gebäude beherbergt nun ein Möbelgeschäft, ein Fahrradparkhaus sowie Büros und zahlreiche Wohnungen.

Foto: Guido Erbring/ picture alliance / dpa
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Mit seinem Neubau in der Parkstadt im Münchener Szenestadtteil Schwabing liefert der Discounter Lidl ein Beispiel, dass Supermärkte nicht unbedingt als Flachbauten entstehen müssen. Die Etagen darüber eignen sich für Wohnungen, Praxen oder Büros.

Foto: Lidl
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In gleicher Weise plant Lidl-Konkurrent Aldi seine neuen Märkte. Der Vorteil: Die Wohnungen können vergleichsweise günstig erstellt werden, sodass die Mieten relativ gering ausfallen.

Foto: ALDI Immobilienverwaltung
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?