Doku über den Bundesfinanzminister "Nenn mich Wolfgang"
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble: Szene aus dem TV-Porträt "Schäuble - Macht und Ohnmacht" des Dokumentarfilmers Stephan Lamby.
Schäuble während eines Interviews in seinem Büro: Der Film behandelt das politische Leben des 72-Jährigen. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob Schäuble in der Eurokrise eher Treiber oder Getriebener ist.
Schäuble und Yanis Varoufakis im Februar 2015: Griechenlands Ex-Finanzminister stellt den Bundesfinanzminister inzwischen gern als Buhmann dar. Öffentlich spricht er über ihn fast nur noch von "Doktor Schäuble". Vor Lambys Kamera erzählt der Grieche, Schäuble habe ihm gleich zu Anfang gesagt: "Nenn mich Wolfgang."
Schäuble umringt von Journalisten auf einer Reise: Der Film stimmt keinen Heldengesang auf Schäuble an. Wer ihn nur noch als arrivierten Finanzminister erlebt, lernt seine wechselvolle Karriere kennen.
Der Höhepunkt seiner Laufbahn: Schäuble und sein DDR-Verhandlungspartner Günther Krause bei der Unterzeichnung des Einigungsvertrags 1990. In der Mitte der DDR-Premierminister Lothar de Mazière.
Von 1989 bis 1991 war Schäuble Innenminister, dann erneut seit 2005, 2009 wurde er erstmals Finanzminister - hier ist er bei einem Treffen mit europäischen Polizisten im Juni 2006 zu sehen.
1999 war ein Krisenjahr für Wolfgang Schäuble: Er musste Unstimmigkeiten in seinen Aussagen im Rahmen der CDU-Spendenaffäre einräumen, trat 2000 als Partei- und Fraktionschef zurück. Und machte so den Weg frei für Angela Merkel. Mit dem Übervater Helmut Kohl brach er. Der Tiefpunkt in Schäubles Karriere.
Schäubles persönliche Katastrophe: Am 12. Oktober 1990 wird er von einem psychisch Kranken angeschossen und ist fortan auf den Rollstuhl angewiesen.