Wolfsburg Konzern mit angeschlossener Stadt
Ein Herz für VW: Ehme de Riese ließ zu Beginn der Krise 45.000 Solidaritätsaufkleber drucken. Die Arbeiter bei VW sollten spüren, dass die Stadt hinter ihnen steht. Heute denkt er differenzierter über die Stimmung in der Stadt: "Es ist alles auf dem Weg der Verharmlosung und Verniedlichung."
Blick auf die Wolfsburger Innenstadt: Die vier Türme des VW-Heizkraftwerks sind von Weitem zu sehen. Die Stadt ist abhängig vom Konzern.
Dietmar Balke arbeitet bei VW im Einkauf. "Wir als Beschäftigte sind an der Situation vollkommen schuldlos", sagt er. Angst um seinen Job habe er nicht.
Die Tunnelschänke ist beliebt bei VW-Mitarbeitern. Journalisten sind hier mittlerweile nicht mehr gerne gesehen.
Sabine Spyra hat zwei Söhne, die bei VW arbeiten. In ihrem Kiosk merkt sie nichts von der Krise. Selbst die Zeitungen gingen trotz der schlechten Nachrichten weg wie immer.
Svante Evenburg ist Sprecher der Piraten-Fraktion in Wolfsburger Rathaus. "Wolfsburg gibt es nur, weil es den Konzern da drüben gibt", sagt er. "Eine Distanzierung findet nicht statt, das ist doch klar."