Wolfsburgs Meistersaison Traumhafte Spätzünder
Höhenflug zum Saisonauftakt: Mit einem 2:1-Heimerfolg gegen den 1. FC Köln startete der VfL Wolfsburg in die Bundesliga-Spielzeit 2008/09. Es sollte ...
... das vorerst letzte Erfolgserlebnis gewesen sein: Dreimal in Folge spielte der VfL in den nächsten Partien 2:2 unentschieden, auch wenn Ricardo Costa das erste Tor der Partie in Berlin wie den Siegtreffer bejubelte. Schon früh zeigte das Magath-Team ...
... bemerkenswerte Formschwankungen. Auswärts konnten Edin Dzeko (3.v.l.) und Co. in der Hinrunde keinen einzigen Sieg und nur vier Punkte einfahren. Fünf Spiele gingen auf fremdem Platz verloren, hier erzielte Hoffenheims Carlos Eduardo (r.) am 13. Spieltag einen Treffer beim 3:2-Sieg des Aufsteigers.
Zwei Gesichter: So willig der VfL auswärts die Punkte abgab, so wenig gastfreundlich präsentierte sich das Team in der eigenen Arena. 22 von 24 möglichen Heimpunkten wurden vor der Winterpause eingesammelt, außer der Partie gegen Frankfurt am dritten Spieltag (2:2) alle Spiele gewonnen. Nur eine Woche nach der Niederlage in Hoffenheim wurde der VfB Stuttgart 4:1 nach Hause geschickt, Grafite (l.) traf ebenso doppelt wie Sturmpartner Dzeko. Nach der Hinrunde bedeuteten 26 Punkte trotzdem nur den neunten Tabellenplatz.
Gut erholt: Die Winterpause schien dem Team wohl bekommen zu sein, nach einem 1:1 in Köln zum Start der Rückrunde begann eine spektakuläre Siegesserie, in der ...
... das 5:1 am 26. Spieltag gegen Bayern München wohl das Highlight darstellte. Grafite (r.) gelang ...
... nach einem beeindruckenden Solo nicht nur eines der schönsten Tore der Saison, sondern dem VfL auch der Sprung an die Tabellenspitze. Während jedoch ...
... in der Liga alles nach Plan lief, zeigten die Wolfburger in den anderen Wettbewerben Nerven. Im Uefa Cup reichte es nach einem 2:2 beim AC Milan zwar zum überraschenden Gruppensieg, in der ...
... Zwischenrunde war dann jedoch gegen Paris St. Germain Endstation. Nach einer 0:2-Niederlage im Hinspiel verlor das Team auch in der eigentlich für uneinnehmbar gehaltenen Arena in Wolfsburg. 1:3 stand es nach 90 Minuten, in dieser Szene ließ PSG-Stürmer Peguy Luyindula (l.) André Lenz im Tor der Gastgeber keine Abwehrchance. Auch im ...
... DFB-Pokal scheiterte der VfL vorzeitig. Die Körpersprache von Grafite sprach Bände, hatte doch ...
... Werder soeben im Viertelfinale 5:2 gewonnen, wiederum in Wolfsburg. Bremens Spielmacher Diego, der hier von Torhüter Diego Benaglio regelwidrig von den Beinen geholt wurde, traf gleich doppelt. Der Dreifachbelastung entbunden, konnte sich das Team nun ...
... voll auf die Liga und den möglichen ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte konzentrieren. Doch auch hier drohte Ungemach: In Cottbus riss ...
... die Serie von zuletzt zehn Siegen in Folge am 29. Spieltag. 0:2 ging die Partie gegen Energie verloren. Knappe zwei Wochen später wurden die anhaltenden Wechselgerüchte ...
... um Coach Felix Magath dann auf einer Pressekonferenz in Wolfsburg bestätigt. Der Übungsleiter verlässt den VfL zum Saisonende und übernimmt den FC Schalke. Die Unruhe, die ...
... die Personalie Magath in den Verein gebracht hatte, übertrug sich auf die Mannschaft: Zwei Tage nach dem öffentlich verkündeten Clubwechsel unterlag das Team in Stuttgart 1:4, hatte sein Punktepolster auf Verfolger Bayern aufgebraucht und schien auf der Zielgeraden der Saison zu stolpern. Dass sich der VfL ...
... trotz der Rückschläge an der Spitze behauptete, verdankte das Team vor allem seinen Stürmern. Hier beglückwünscht Dzeko (r.), der in der Saison auf 26 Treffer kam, seinen Kollegen Grafite, der sogar noch zwei Tore mehr erzielte. Bei so viel offensiver Feuerkraft geriet die ...
... Rückkehr zu alter Stärke dann zur Demonstration: Nachdem zuvor schon Borussia Dortmund bezwungen wurde, gelang Wolfsburg am vorletzten Spieltag ein 5:0-Sieg im Derby bei Hannover 96. Torjäger Dzeko konnte gleich dreimal jubeln. Es war nicht nur der höchste ...
... Auswärtserfolg der Vereinsgeschichte, sondern, da die Münchner in Hoffenheim nur Unentschieden gespielt hatten, auch möglicherweise ein vorentscheidender Schritt Richtung Titelgewinn. Mit zwei Punkten Vorsprung und einem deutlich besseren Torverhältnis ging es in die letzte Partie gegen Bremen. Und auch ...
... in diesem Spiel zeigten sich die Wolfsburger entfesselt. Mit 5:1 demontierten sie Werder und durften so die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte feiern.