Workaholics Was Extremarbeiter antreibt
Martin Sorrell ist Gründer der milliardenschweren Londoner WPP Group, der größten Werbe- und Marketingholding der Welt. Er hat niemals Zeit, niemals frei, weil er ständig unterwegs ist - ein Workaholic durch und durch. Sorrell gilt als Prototyp jener Berserker-Manager, die auf Entschleunigungsrhetorik pfeifen und weder Feierabend noch Ferien kennen. mehr...
Volkswagen-Chef Martin Winterkorn pflegt seinen Tag um fünf Uhr früh auf dem Hometrainer zu beginnen und begutachtet neue Automodelle gern bei Sonnenaufgang, weil um diese Zeit die Augen noch nicht erschöpft seien - der Auftakt zu einem 16-Stunden-Arbeitstag. mehr...
Mit hoher Drehzahl ist auch Marion Helmes unterwegs. Die Finanzchefin des Arzneimittelgrossisten ist bekannt für ihren enormen Arbeitseifer. Um Karriere zu machen, müssten Frauen nicht härter als Männer arbeiten, sagt die Top-Managerin. Aber auch nicht weniger hart. mehr...
Bertelsmann-Chef Thomas Rabe schultert ebenfalls ein Riesenpensum und gilt als Arbeitsextremist, in dessen Gegenwart sich durchschnittlichere Naturen schwach fühlen. Zahlen bestimmen nicht nur seinen Job, sondern auch sein Sportprogramm: Jeweils einen Punkt gibt er sich für zwei Kilometer auf dem Rad und für einen Kilometer laufen oder rudern. 100 Punkte pro Woche müssen es schon sein. mehr...
Stefan Heidenreich war früher Wettkampfsurfer und verschärft heute als Vorstandsvorsitzender Takt und Tempo bei Beiersdorf. Meist sitzt er schon morgens um sechs Uhr am Schreibtisch - früher Beginn eines langen Tages. mehr...
Wirtschaftlicher Wandel, Krisen und Verunsicherung begünstigen den Aufstieg der Dauerschufter, so Thomas Tomkos, Deutschland-Chef der Personalberatung Russell Reynolds. Nach seiner Beobachtung lassen solche Extremarbeiter "erwarten, dass sie das enorme Veränderungstempo mitgehen können".
"Happy Workaholics" nennt Managerberater Reinhard Sprenger solche Manager: "Menschen, die ein Stück Getriebenheit haben, die auch Biss haben, die in die erste Reihe wollen, die fast erotisch angezogen werden von dem, was sie tun. Sie wissen, dass ein Preis zu zahlen ist, und sie zahlen ihn gern."