Wowereits Karriere in Bildern Ein ungewöhnlicher Politiker tritt ab
Kein anderer Politiker hat das Bild der Weltstadt Berlin in den letzten Jahren so geprägt wie Klaus Wowereit: lässig, weltoffen und nie um einen Spruch verlegen.
Gerne suchte er das Rampenlicht und Blitzlichtgewitter, hier mit dem Schauspieler Peter Fonda. Schnell galt er als schillernde Persönlichkeit.
Bussi links, Bussi rechts: Klaus Wowereit umgab sich gerne mit guter Gesellschaft. Hier beim Bundespresseball 2002 mit Sabine Christiansen.
Was dabei oft unterschätzt wurde: Wowereit war immer ein ehrgeiziger Politiker. Sein stringenter Aufstieg begann 1995. Hier ein Bild vom SPD-Landesparteitag 2001,...
...kurz zuvor war er im Abgeordnetenhaus zum neuen Regierenden Bürgermeister gewählt worden.
Ein Amt, das Wowereit 13 Jahre lang verteidigen sollte - hier ein Plakat aus seinem letzten Wahlkampf 2011.
"Ich bin schwul - und das ist auch gut so." Wohl kein anderer Satz wird so sehr mit Wowereit verbunden bleiben. Seine Homosexualität und sein offener Umgang damit (wie hier beim CSD 2011) machten ihn über die Landesgrenzen hinaus beliebt.
Kurze Zeit wurde er sogar als möglicher Kanzlerkandidat der SPD gehandelt, hier mit Angela Merkel und dem damaligen Bahn-Chef Hartmut Mehdorn.
Als Regierender Bürgermeister der Hauptstadt präsentierte Wowereit sich mit den Größen der Politik, wie hier bei der Gedenkfeier zum Mauerbau im August 2011 zusammen mit Bundespräsident Christian Wulff.
Bei Staatsbesuchen, die internationale Prominenz gerne nach Berlin führen, genoss es Wowereit, seinen Gästen die Stadt zu zeigen. 2013 war Barack Obama zu Gast.
Zu dem Zeitpunkt war Wowereit wegen des BER-Desasters innenpolitisch allerdings bereits angeschlagen.
Die unendliche Geschichte um den Flughafen überschattet das Ende seiner Karriere.
Der Vorwurf an Wowereit: Er lächele die Probleme nur weg, anstatt sie anzupacken. Letztlich dürfte das Flughafendesaster der Grund für seinen freiwilligen Abschied aus der Politik gewesen sein.
Völlig überraschend, auch für seine engsten Vertrauten, hatte Wowereit Ende August angekündigt, sein Amt im Dezember niederlegen zu wollen - hier ein Bild mit seinem Partner Jörn Kubicki von 2006.
Über seinen Nachfolger hat die Berliner SPD-Basis abgestimmt. Die Wahl fiel auf den Umweltsenator Michael Müller - verglichen mit Wowereit ein Technokrat.