Yamaha Ténéré 700 im Test - DER SPIEGEL
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Yamaha Ténéré 700 Klassiker im neuen Gewand

Mit der Ténéré 700 setzt Yamaha ein Zeichen gegen das weltweite Wettrüsten: Die leichte Reiseenduro verzichtet bewusst auf überbordende Elektronik. Kleine Macken verzeiht man dem Motorrad deshalb gern.
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Der "Crossplane CP2" Reihen-Zweizylinder mit 689 ccm leistet 74 PS; sein maximales Drehmoment von 68 Nm erreicht er bei 6.500/min. Auch eine gedrosselte 48-PS-Variante für Führerscheinanfänger ist zu haben.

Foto: Yamaha
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Der Knopf, um fürs Gelände das ABS abzuschalten, sitzt rechts unten am Instrument. Das Umschalten funktioniert nur im Stand; wenn der Kill-Schalter betätigt wird, springt der Modus wieder auf On und in das Straßen-ABS zurück.

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Die Ausführung in der Farbe "Competition White" ist hier mit der Sitzbank des Rallye-Pakets (1695,95 Euro Aufpreis) aus dem Zubehör abgebildet. Die Sitzhöhe steigt dadurch von 875 mm auf imposante 919 mm.

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Yamaha bietet die Ténéré 700 in den drei Farbvarianten "Ceramic Ice" (li.), "Power Dark" und "Competition White" (re.) an. Der Preis liegt bis zum 31. Juli bei 9299 Euro und steigt dann auf 9599 Euro.

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Der Zweizylinder-Reihenmotor, den Yamaha in etlichen anderen Modellen nutzt, ist mit geändertem Auspuff und angepasster Einspritzung auf Enduro getrimmt und in einem eigenen Enduro-Rahmen verbaut.

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Das Instrument im Cockpit ist simpel, aber ausreichend: sauber gegliedert und ordentlich ablesbar. Tiefe Menüführung wird nicht gebraucht und ein farbiges TFT-Display - das im Gelände eh verstaubt - ist aus Kostengründen gestrichen.

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Der Windschutz an der Ténéré 700 ist nicht verstellbar, aber für Fahrer bis zu einer Größe von etwa 180 cm bietet er noch Deckung. Darüber wird es windig.

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Das Explorer-Zusatzpaket für Globetrotter mit Halterungen, Seitenkoffer, Hauptständer, massivem Unterfahrschutz und Solo-Sitzbank bietet Yamaha für 2114,95 Euro Aufpreis an.

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Im Vergleich zu Großenduros wie z.B. die XT1200 Super Ténéré vom selben Hersteller oder die BMW GS 1250 Adventure wirkt die Silhoutte der Yamaha Ténéré 700 nahezu zierlich.

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Mit 1595 mmm hat die Ténéré 700 einen verhältnismäßig langen Radstand. Kombiniert mit dem spurstabilen Fahrwerk sowie der 21-Zoll- (vorne) und 18-Zoll-Bereifung hinten ergibt das eine glänzende Straßenlage.

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Die neue Yamaha ist ein überzeugender Kompromiss zwischen Funktionalität und Preis - auch der Pirelli Scorpion STR-Reifen reiht sich da ein. Er passt ins im Gelände und funktioniert auch auf der Straße gut.

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Die vier LED-Scheinwerfer - die beiden unteren sind für das Fernlicht - und der schmale Windschutz vor dem Cockpit-Instrument erinnert stark an das Dakar Rallye-Bike von Yamaha.

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Mit nur 204 Kilo Gewicht vollgetankt ist die Ténéré 700 im Gelände sehr agil, aber allzeit beherrschbar.

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Egal ob schnelle Schotterpisten oder sandige Hügelpassagen: Das speziell für die Enduro entwickelte Fahrwerk und die Federelemente der Ténéré 700 lassen sich kaum beeindrucken.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?