Massenphänomen Wenn Yoga schadet
Entspannung für Körper und Geist: Yoga kombiniert körperliche Übungen mit Atemtechniken und Meditation. So soll neben dem Körper auch der Geist profitieren.
Viele nutzen Yoga zur Stressbewältigung, in Zeiten von Burnout und Depressionen hat es sich zu einem Massenphänomen entwickelt: Rund fünf Millionen Menschen in Deutschland praktizieren die Körperkunst. Dies kann auch Probleme mit sich bringen,...
...wenn die Yoga-Lehrer ihre Kurse nicht mehr überblicken können. Zwängen sich gerade Anfänger in Positionen, die sie noch nicht beherrschen, können sie ihre Gelenke überlasten. Im schlimmsten Fall endet die Yoga-Stunde mit einem Bandscheibenvorfall.
Gute Anleitung: Um Verletzungen vorzubeugen, ist vor allem eine gute Anleitung wichtig. Yoga-Lehrer ist kein geschützter Begriff, jeder kann sich so nennen. Gute Lehrer fragen ihre Schüler nach Vorerkrankungen und achten darauf, dass diese ihre körperlichen Grenzen nicht überschreiten.
Indische Schüler beim Meditieren: Für Inder gehört das Sitzen am Boden zur Kultur, für Deutsche ist es eher ungewohnt. Wer stundenlang im Fersensitz meditiert, kann deshalb seinen Knien schaden.
Beine hinter den Kopf: Mit viel Übung sind große Dehnungen und Verrenkungen möglich. Anfänger sollten jedoch erst einmal die Grundpositionen erlernen.
Ein wenig schief: Gerade bei Anfängern kann der Schulterstand noch eine wacklige Angelegenheit sein. Hier übt ihn eine Gruppe 2010 auf der zugefrorenen Alster in Hamburg.
Antigravity-Yoga: Wer sich so hängen lassen möchte, braucht auch Mut. Personen mit hohem Blutdruck und erhöhtem Augeninnendruck sollten lieber nicht lange kopfüber hängen - sonst können sich die Beschwerden noch verstärken.
Guter Lehrer und gutes Körpergefühl: Wer gut angeleitet wird und auf die Grenzen seines Körpers hört, kann jedoch ohne Bedenken in die Yoga-Stunde gehen - und entspannt und wohlig wieder nach Hause kommen.