Ypern: Leben im Untergrund - DER SPIEGEL
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Ypern Leben im Untergrund

Sie wollten der deutschen Artillerie und dem Giftgas entkommen: Im Ersten Weltkrieg errichteten Arbeiter unter der belgischen Stadt Ypern ein Tunnelsystem, in dem mehr Menschen lebten als die Stadt heute Einwohner hat. Nach 90 Jahren hat ein Archäologe die Tunnel nun erstmals wieder betreten.
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Archäologenteam am Schacht: In den Jahren 1917 und 1918 lebten in und um Ypern mehr Menschen unter der Erde, als die Stadt heute Einwohner hat – immerhin knapp 35.000. Die Tunnel und Höhlen waren logistische Meisterwerke. Es gab unterirdische Küchen, Krankenhäuser, Operationsäle, Systeme für Abwasser- und Müllentsorgung, in einigen Höhlen sogar Strom.

Foto: Guard / Tony Pollard
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Tony Pollard: Als erster Mensch nach 90 Jahren betrat der Archäologe das Tunnelsystem unter Ypern. Ein stabiles Konstrukt aus Bahnschienen und schweren Holzbalken hält die unzähligen Tonnen Erde über den Gängen, der Boden ist mit Beton ausgegossen.

Foto: Guard / Tony Pollard
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Schachtaufgang: Pollard fand zahlreiche Alltagsgegenstände. Heute sind die Tunnel selber eine Gefahr für die Bürger von Ypern. Denn trotz der stabilen Bauweise kollabieren immer mehr der unterirdischen Gänge.

Foto: Guard / Tony Pollard
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Kamm: Unten lag alles so da, wie die Soldaten es vor 90 Jahren verlassen hatten.

Foto: Guard / Tony Pollard
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Schaufel: Nach dem Krieg geriet die Stadt unter Stadt schnell in Vergessenheit.

Foto: Guard / Tony Pollard
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Patronen: In den Tunneln suchten die Menschen Schutz vor deutscher Artillerie und Giftgas.

Foto: Guard / Tony Pollard
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