Zehn Jahre Attac - DER SPIEGEL
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Zehn Jahre Attac Der Sturm, der aus Frankreich kam

Dieser Text veränderte die Welt: Vor zehn Jahren veröffentlichte ein französischer Journalist einen wütenden Artikel über die Finanzkrise in Asien. Sein Beitrag wurde zum Gründungsmanifest des globalisierungskritischen Netzwerks Attac - und löste einen weltweiten Sturm aus. Von Susanne Amann
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Bunt für den Frieden: Attac-Aktivisten haben sich für eine Protest-Veranstaltung in Rostock die Gesichter bunt bemalt - für eine bessere Welt.

Foto: ? HANNIBAL HANSCHKE / Reuters/ REUTERS
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Dürre in China: Zustände wie sie von Attac angeklagt werden. Ein chinesischer Bauer trägt Wasser zu seinem Gemüsefeld, die Dürre im Dezember 2007 ist nach Behördenangaben die schlimmste seit einem Jahrzehnt.

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Befreiung der Erde: Geschminkte Attac-Mitglieder springen während einer Protestaktion in den Hafen von Rostock. Andere Aktivisten, die sich als Angela Merkel, Nicolas Sarkozy und Tony Blair verkleidet haben, fahren mit der Erde im Schlepptau durch das Hafenbecken. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung sprangen knapp 80 bemalte Aktivisten ins Wasser, karperten das Boot und "befreiten" die Erdkugel. Zur gleichen Zeit fand in dem Ostseebad Heiligendamm unter strengen Sicherheitsvorkehrungen der G8-Gipfel statt.

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Lasst sie nicht fallen: Während die Regierungschefs der G8-Staaten sich auf ihren Gipfel in Heiligendamm im Juni 2007 vorbereiteten, stimmten auch Globalisierungsgegener sich und ihre Sympathisanten mit verschiedenen Aktionen auf die Demonstrationen zum Gipfel ein.

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Opfer der Dürre: Ein Junge läuft mit seinen Eseln durch die Wüste. Zu diesem Zeitpunkt dauerte die Dürre in Kenia bereits 18 Monate und hatte 70 Menschen und Tausende Rinder, Ziegen und Esel getötet.

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Spuren im Sand: Ein zweijähriger, von Hunger gezeichneter Junge in Angola. Attac kritisiert seit Jahren die Politik der führenden Handelsnationen, die selbst im Überfluss leben, während in anderen Teilen der Welt Kinder verhungern müssen.

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Attac-Gründer: Der Chef von "Le Monde Diplomatique", Ignacio Ramonet, schrieb 1997 einen wütenden Leitartikel über die Finanzkrise in Asien. Sein Text wurde zum Gründungsmanifest des Netzwerks Attac und Ramonet zum Popstar der Globalisierungskritik. Auf dem Foto spricht er auf einer Konferenz in der Dominikanischen Republik.

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Gib Gummi: Als Angela Merkel (v.r.), Nicolas Sarkozy, George W. Bush und Tony Blair verkleidete Attac-Mitglieder fahren während einer Protestaktion im Hafen von Rostock an einem Transparent vorbei.

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Protest in Hong Kong: Walden Bello, ein philippinischer Ökonomie-Professor, beantwortet Fragen von Journalisten, nachdem er zusammen mit einigen Aktivisten versucht hat, die Eröffnungszeremonie einer WTO-Konferenz zu unterbrechen.

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Ungleicher Kampf: Polizisten nehmen während einer spontanen Kundgebung von Globalisierungsgegnern in Berlin einen Teilnehmer fest. Zum Ende des G8-Gipfels in Heiligendamm hatten sich in Berlin-Mitte rund 450 Globalisierungsgegner zu einer spontanen Kundgebung versammelt.

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Toter während des G8-Gipfels: Nach einem tödlichen Schuss liegt der Student Carlo Giuliani in der Innenstadt von Genau auf der Straße. Trotz aller Vorbereitungen kam es im Juli 2001 in der italienischen Hafenstadt zu den schwersten Zusammenstößen in der Geschichte der G8-Konferenzen.

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Unter roten Fahnen: Teilnehmer einer Tagung des globalisierungskritischen Netzwerkes in Berlin vor der Technischen Universität. Attac zählt weltweit rund 90.000 Mitglieder in 50 Ländern, in Deutschland sind es rund 18.000, verteilt auf etwa 250 Ortsgruppen.

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Mais und Tränengas: Der französische Globalisierungskritiker Jose Bove und andere Attac-Aktivistenversuchten, genetisch modifizierten Mais zu zerstören. Die französische Polizei griff mit Tränengas ein, um die Aktion zu beenden. Im Bild wird Bove verhaftet.

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Die "First Lady" der Kritik: Die Globalisierungskritikerin und Schriftstellerin Naomi Klein hält zusammen mit dem mexikanischen Regisseur Alfonso Quaron während der Filmfestspiele in Venedig im September 2007 ein Protest-Transparent. Die Kanadierin hatte mit ihrem Buch "No Logo" die "Bibel der Globalisierungskritiker" geschrieben.

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Sicherheit für den G8-Gipfel: Zwei Gruppen von Reiterstaffeln der Polizei am Sicherheitszaun vor dem Grand Hotel Kempinski, dem Tagungsort des G8-Gipfels. Unter massiven Sicherheitsvorkehrungen trafen sich im Juni 2007 die Staats- und Regierungschefs der G8-Staaten in dem Ostseebad.

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Festnahmen in Seattle: Einige Demonstranten nach ihrer Verhaftung durch die Polizei. Während der WTO-Tagung in Seattle war es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Globalisierungskritikern gekommen, die dazu führten, dass die Konferenz abgebrochen werden musste - ein entscheidender Moment für die Bewegung.

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Baden für die Gerechtigkeit: Mitglieder des globalisierungskritischen Netzwerks Attac halten während einer Protestaktion am Strand von Nizza ihre Fahnen aus dem Wasser. Sie verlangen mit ihren Protesten von der Europäischen Union mehr soziale Gerechtigkeit.

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Geld und heiße Luft: Mit einer sechs Kubikmeter fassenden Attrappe eines Geldkoffers warben Attac-Mitglieder im November 2000 in der Hamburger Innenstadt für eine demokratische Kontrolle der internationalen Finanzmärkte.

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Im Schlauchboot gegen die Großen: Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace sitzen im Juni 2007 vor Kühlungsborn in einem Boot, das die Polizei bereits im Schlepptau hat. Im Seegebiet vor Heiligendamm waren mehrere Boote mit Greenpeace-Aktivisten in die Sperrzone eingedrungen. Rund sieben Kilometer vom Gipfelort entfernt wurden drei der Boote von rund einem Dutzend Polizeibooten nach einer Verfolgungsjagd abgedrängt und die Aktivisten festgenommen.

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Battle of Seattle: Zehntausende Demonstranten waren zur Eröffnung der WTO-Konferenz 1999 im Convention Center von Seattle gekommen. Die schweren Auseinandersetzungen zwischen Protestlern und der Polizei führten dazu, dass die Eröffnungsveranstaltung erst mit mehr als fünf Stunden Verspätung starten konnte.

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Gipfel in Sicht: Attac-Aktivisten schauen durch Fernglasatrappen auf den Sicherheitszaun in Bollhagen nahe Heiligendamm. In dem kleinen Ostseebad fand im Juni 2007 der G8-Gipfel statt.

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Globalisierungsgegner machen mobil: Ein Maskierter demonstriert beim Welthandelstreffen in Seattle im Dezember 1999 gegen die Politik der Welthandelsorganisation WTO. Proteste von Globalisierungsgegnern richteten sich gegen die negativen Folgen eines ungehemmten Welthandels.

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Demonstration gegen G8-Gipfel: Polizisten gingen im Juni 2007 bei Hinter Bollhagen mit Wasserwerfern gegen Demonstranten vor. Im unmittelbaren Umfeld desm Sicherheitszauns um den G8-Tagungsort in Heiligendamm kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Polizeikräften und Demonstranten. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein.

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Noam Chomsky: Der US-amerikanische Linguist und politische Aktivist bei einer Lesung in der amerikanischen Universität von Beirut. Chomsky ist eines der prominentesten Mitglieder des Netzwerks Attac.

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Straßenschlacht: Globalisierungsgegner warfen im Juli 2001 während einer Demonstration gegen den G-8-Gipfel in der Innenstadt von Genua mit Pflastersteinen.

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Demonstration gegen Polizeieinsatz: Die Straßen von Genua waren gefüllt mit Massen von Protestlern, die friedlich gegen die Einsätze der Polizei demonstrierten. Während des G8-Gipfels in der italienischen Stadt war es zu schweren Ausschreitungen zwischen Globalisierungsgegnern und Polizisten gekommen.

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Bourdieu für Attac: Der inzwischen verstorbene französische Soziologe Pierre Bourdieu war einer der prominenten Unterstützer von Attac.

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