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Zeitgeschichte Großer Lauschangriff im Kalten Krieg

90.000 belauschte Telefone und Brieföffnungsmaschinen in Postämtern: In bislang unbekanntem Ausmaß schnüffelten die West-Alliierten zwischen 1949 und 1968 die Bundesbürger aus - mit Hilfe deutscher Stellen.
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Konrad Adenauer: CDU/CSU-Fraktionschef Heinrich von Brentano schrieb 1951 an Kanzler Konrad Adenauer, es werde "die gesamte Post grundsätzlich den französischen Behörden zur Zensur zugeleitet". Auch wisse er, "dass beispielsweise in Mainz die Landesregierung, der Landtag, die Gerichtsbehörden, die politischen Parteien, die konfessionellen Verbände, der Bauernverband, das Regierungspräsidium, die Verlage, die Bischöfliche Kanzlei, der Bischof selbst, eine Anzahl von Anwälten, Landtags- und Bundestagsabgeordneten, bestimmte Firmen und Zeitungen usw. dieser ständigen Kontrolle unterliegen". Die Aufnahme zeigt Adenauer (r.) mit Brentano (l.) und Mitarbeitern um 1957.

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Konrad Adenauer: In den Anfangsjahren der Bundesrepublik spähten die Westalliierte in großem Umfang Bundesbürger aus, indem sie deren Post und Telefone überwachte. Bundeskanzler Konrad Adenauer stimmte den Maßnahmen zu, die während seiner gesamten Regierungszeit und darüber hinaus liefen - erst 1968 war Schluss.

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James B. Conant: US-Hochkommissar James B. Conant (l.) behielt sich die Genehmigung für das Abhören von Telefonaten und die Kontrolle der Post "politisch sensibler Personen" persönlich vor. Die Aufnahme zeigt ihn bei seiner Vrabschiedung als US-Botschafter in Deutschland am 19. Februar 1957 in Bonn mit Kanzleramtsstaatssekretär Hans Globke (r.).

Foto: AP
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Sir Ivone Kirkpatrick Shaking Hands with Konrad Adenauer: Der Bundesregierung sei es ja "leider verwehrt, eine Zensur auszuüben", schrieb der britische Hochkommissar in Deutschland, Sir Ivone Kirkpatrick (2.v.l.) an Bundeskanzler Konrad Adenauer (r.). Eine wirksame Abwehr östlicher Propaganda könne daher "nur durch die Zensurstellen der Besatzungsmacht sichergestellt" werden.

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