Zeppelinexpeditionen - DER SPIEGEL
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Zeppelinexpeditionen Himmelfahrtskommando zum Nordpol

Stürze ins Eismeer und Notlandungen im Nirgendwo: Anfang des 20. Jahrhunderts versuchten Abenteurer und Forscher, den Nordpol per Luftschiff zu erobern. Doch fast alle Expeditionen endeten im Desaster. Eine Ausstellung widmet sich nun den kühnen Helden in kalter Luft - und deren tragischen Schicksalen. Von Frank Thadeusz
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Luftschiff "Italia": General Umberto Nobiles Zeppelin "Italia" machte vor dem Versuch, den Nordpol zu erreichen, im Mai 1928 in Svalbard fest. Auf dem Rückweg vom Pol stürzte die "Italia" ab - sechs der Besatzungsmitglieder verschwanden bei der Bruchlandung auf mysteriöse Weise.

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Umberto Nobile: Der italienische Luftschiffpionier und General im Mai 1928 mit seinem Foxterrier und Maskottchen Titina. Der Hund begleitete ihn auf sämtlichen seiner Reisen - auch den beiden Luftschiffexpeditionen zum Nordpol.

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Probeflug: Umberto Nobile (Mitte, in Uniform) am 21. März 1928 vor der "Italia", die nach einem 25-stündigen Testflug in Mailand festgemacht ist. Bei dem Flug handelte es sich um eine Übung für die Expedition zum Nordpol im Mai 1928.

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Luftschiff "Norge" über Spitzbergen: Zusammen mit Roald Amundsen und dem Sponsor der Expedition, Lincoln Ellsworth, brach Umberto Nobile am 11. Mai 1926 von Spitzbergen mit seinem Luftschiff zu einer ersten Polarfahrt auf und landete zwei Wochen später in Alaska.

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Vater und Tochter: Umberto Nobile am 3. August 1928 mit seiner Tochter in Rom.

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Rettung der Schiffbrüchigen: Besatzungsmitglieder des sowjetischen Eisbrechers "Krassin" retten am 12. Juli 1928 die restlichen Schiffbrüchigen der Nordpol-Expedition von Umberto Nobile. Im Mai 1928 war der Italiener mit dem Luftschiff "Italia" zum Pol aufgebrochen, auf dem Rückweg jedoch abgestürzt. Er konnte zwar gerettet werden, 17 Teilnehmer der Expedition sowie der Rettungsmannschaften jedoch ließen ihr Leben.

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Abgestürzt: Russische Retter untersuchen das Wrack der schwedischen Fokker, die beim Camp "Rotes Zelt" eine Bruchlandung hingelegt hat. Die Überlebenden der Crew des Unglückszeppelins "Italia" harrten sieben Wochen ihrer Rettung, am 12. Juli 1928 war es endlich soweit. Expeditionsleiter Nobile war bereits am 23. Juni vom schwedischen Piloten Einar Lundborg aus dem Camp gerettet worden. Bei dessen Rückkehr zu der Eisscholle, auf der noch fünf Crewmitglieder und die Rettungsmannschaft verharrten, stürzte Lundborg ab, konnte jedoch ebenfalls gerettet werden.

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Nach der Rettung: General Umberto Nobile nach seiner Rettung bei der Basis an der Hinlopenstretet, einer Wasserstraße zwischen Spitzbergen und Nordostland.

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Ruhiger Start: Das Luftschiff "Italia" unter dem Kommando Umberto Nobiles beim Start am 23. Mai 1928 vor Spitzbergen. Der Zeppelin verunglückte zwei Tage später.

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Wettlauf zum Südpol: Sir Robert F. Scott 1911 auf Skiern in der Antarktis. Der britische Polarforscher wurde durch seinen Wettlauf um die Ersterreichung des Südpols gegen Roald Amundsen berühmt. Beide Expeditionen starteten im Oktober 1911, Scotts Fünf-Mann-Team erreichte den Südpol am 17. bzw. 18. Januar 1912 rund einen Monat nach Amundsen. Während des Rückmarsches ins Basislager kamen Scott und seine Begleiter ums Leben.

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Roald Amundsen: Der norwegische Polarforscher erreichte am 14. Dezember 1911 mit vier Begleitern als erster Mensch den Südpol. 1928 kam er bei der Rettungsaktion für die Besatzung des abgestürzten Polarzeppelins "Italia" ums Leben.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?