Südafrika Die Rettung der Brillenpinguine
Freiwillige mit Vogelkartons: Am Kap von St. Francis in der Ostkap-Provinz Südafrikas werden Pinguine ausgewildert.
Brillenpinguine sind kleine Sonderlinge unter den Pinguinen, die man gemeinhin mit der Antarktis verbindet.
Diese Pinguinart lebt an den vergleichsweise milden, eisfreien Küsten Südafrikas und Namibias, gilt aber als akut bedroht.
Bis so eine kleine Gruppe wieder zurück ins Meer darf, investieren die Helfer jede Menge Mühe: Oft sind es verwaiste Jungvögel, die nach Aufzucht durch den Menschen ausgewildert werden.
Nicht weniger häufig haben die Tiere aber "nur" eine Zeit des Säuberns und Aufpäppelns hinter sich: Viele der Vögel landen in der Pflege, nachdem sie ölverschmiert irgendwo gefunden wurden.
Leuchtturm am Seal Point, Cape St. Francis: Die Region hat auch abseits der Pinguin-Rettungsstationen ihre Reize. Endlose Strände laden zu ausgedehnten Wanderungen ein.
Vier Tage dauert der einsame Chokka Trail am Kap von St. Francis. Die nötigen Übernachtungen kann man buchen: Gewandert wird in kleinen Gruppen, die Etappen sind jeweils rund 15 Kilometer lang.
Wer es bequemer mag, lässt sich durch das Netzwerk der Kanäle schippern. Die Villen entlang des Wassers sind Ferienhäuser.
Zweiter Hotspot für Pinguin-Fans ist Boulders Beach in Simon's Town. Leicht von Kapstadt zu erreichen, liegt der Strand an der Ostküste des Kaps.
Die False Bay, an der Simon's Town liegt, gehört zum Tafelberg-Nationalpark. Der Pinguin-Strand ist allerdings nicht so einsam, wie es das Foto zeigt. Auf Holzbohlenwegen kommen Besucher den Vögeln sehr nah.
Pinguin im Vollmond: In der Boulder-Beach- Kolonie leben circa 3000 Vögel.