Zum Tod von Jeff Buckley Abgetaucht in der Nacht
Gar nicht fein: Jeff Buckleys Musikerkarriere war kurz und seine Hinterlassenschaft für die Fans ist mit nur einem Album dürftig, dennoch bleibt er für viele unvergessen. Bereits zu Lebzeiten feierte die Presse den jungen Sänger und Gitarristen mit den feinen "elfenhaften" Gesichtszügen wegen seiner "himmlischen, akrobatischen" Stimme ("New York Times").
Jeff Buckley posiert 1994 für einen Fotografen.
Autodidakt: Jeff Buckley, Sohn einer Pianistin und des berühmten Jazzmusikers Tim Buckley, brachte sich in jungen Jahren das Gitarrenspielen selbst bei. Zwar war er für ein Jahr am Musicians Institute in Los Angeles eingeschrieben - doch das Studium erklärte er im Nachhinein als Zeitverschwendung.
Debüt mit Anmut: 1994 kam Jeff Buckleys erstes Studioalbum "Grace" auf den Markt. Es sollte sein einziges bleiben - die Arbeiten an seinem zweiten Album "My Sweetheart, The Drunk" konnte er nicht abschließen: Am 29. Mai 1997 ertrinkt der junge Musiker im Mississippi. Die genauen Todesumstände wurden nie geklärt.
Buckley und seine Band: Für die Aufnahmen zu "Grace" arbeitete Jeff Buckley, zweiter von links, mit Begleitmusikern. Michael Tighe spielte Gitarre, Mick Grøndahl den Bass und Matt Johnson das Schlagzeug. Da er noch nicht ausreichend eigene Stücke geschrieben hatte, enthält das Album auch Coverversionen - unter anderem das wohl bekannteste Lied Buckleys: Leonard Cohens "Hallelujah".
Glänzender Auftritt: Der kommerzielle Erfolg Buckleys und seiner Band war eher dürftig - ihre Konzerte jedoch lösten regelrechte Begeisterungsstürme aus, sowohl auf Seiten der Medien und Kritiker als auch beim Publikum.
Jeff Buckley in New York, 1995.