Roma-Haus in Duisburg Die Hoffnung stirbt zuerst
Kellereingang des Mehrfamilienhauses in Duisburg-Rheinhausen, das die Lokalpresse bereits das "Problemhaus" nennt. Hier wohnen mehr als hundert Roma aus Rumänien.
Besuch zweier Sozialarbeiter des Duisburger Vereins Zukunft Orientierte Förderung: "Wenn wir die Kinder alleine lassen", sagt Murat Yasar (Mitte), "dann sind das unsere Kriminellen von morgen. Eine andere Möglichkeit haben sie gar nicht."
Rückseite des Hauses: Hier türmte sich der Müll bis vor kurzem noch meterhoch. Dann kam die Stadtreinigung und entsorgte den Unrat, der aus den Fenstern geworfen worden war.
Die Rumänen dürfen sich als EU-Bürger zwar in Deutschland aufhalten und Kindergeld kassieren, doch arbeiten dürfen sie nicht.
Überhaupt scheint sich der Konflikt zwischen Arm und Reich in Europa allmählich in den Duisburger Stadtteil Rheinhausen zu verlagern. Bereits jetzt existieren Bürgerinitiativen, die Unterschriften gegen die Zuwanderer sammeln, weil sie deren Müll und Lärm nicht länger ertragen wollen.
Klingelschild des "Problemhauses": Die Roma beklagen sich, dass sie in den zumeist türkischen Läden des Stadtteils nicht bedient würden ...
... Es kam auch schon bereits zu Übergriffen auf die Zuwanderer. Maskierte schlugen zu.
"Wenn wir hier nicht gegensteuern", schreibt ein Polizist in einem Schriftstück des Innenministeriums, "haben wir ganz schnell eine generelle Ausländerdiskussion."