Zweiter Weltkrieg - DER SPIEGEL
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Zweiter Weltkrieg Die vergessenen Morde von Swinemünde

Sieben Mörder, sieben deutsche Opfer - und keine Leichen. Es gibt einen Prozess. Und seltsame Urteile. Ein polnischer Militärhistoriker stößt auf ein vergessenes Verbrechen aus dem Jahre 1946. Die Spuren führen ihn nach Usedom. Unter dem Sportplatz einer Schule, glaubt er, liegt ein Massengrab.
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Verbrechen gegen die Nation: Für die Ermittlungen um die Morde von Swienoujscie/Swinemünde 1946 ist jetzt die Staatsanwaltschaft von Szczecin (ehemals Stettin) zuständig. Die Morde werden dort als "Verbrechen gegen die polnische Nation" eingestuft.

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Umstrittene Recherche: Der polnische Historiker Pawel Skubisz brachte den Stein ins Rollen. Bei der Recherche über Militärgerichte in Stettin fand er Widersprüche in den Prozessakten zum Mord an sieben Deutschen auf Usedom im Jahr 1946.

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Sportplatz in Swienoujscie: Die Sonderschule "Maria Konopnicka" im Osten von Swienoujscie (früher Swinemünde) war während des Zweiten Weltkriegs ein Sitz der Gestapo. Nach dem Ende des Krieges zog die russische Staatssicherheit NKWD und schließlich ab 1946 Polens bürgerliche Miliz (MO) ein. Unter dem Sportplatz der Schule wird ein Massengrab vermutet.

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Schule mit grausigem Geheimnis: Der Militärhistoriker Pawel Skubisz vermutet, dass sich unter dem Sportplatz der Sonderschule "Maria Konopnicka" auf der Insel Usedom ein Massengrab befindet.

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Ehemaliger Gestapo-Sitz: In dieser Sonderschule befand sich während des Zweiten Weltkriegs vermutlich der Sitz der Swinemünder Gestapo. Nach Kriegsende zog erst die russischen Staatssicherheit ein und später die polnische Bürgermiliz, die für die Morde verantwortlich sein soll.

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Schulschild "Maria Konopnicka": An der Sonderschule "Maria Konopnicka" im Osten von Swienoujscie (früher Swinemünde) werden 140 geistig behinderte Schüler zwischen 7 und 24 Jahren unterrichtet. Während des Zweiten Weltkriegs war diese Schule wahrscheinlich ein Sitz der Gestapo. Der Historiker Pawel Skubisz vermutet ein Massengrab unter dem Sportplatz.

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Was sagen wir den Kindern?: Die Schulleiterin Monika Joanna Lech der Sonderschule "Maria Konopnicka" in Swinemünde muss sich erst bei der Behörde Rückendeckung holen. Dann sagt sie: "Wenn auf dem Areal unserer Schule Tote liegen, sollen sie eine angemessene Bestattung erhalten." Für die Ermittlungen ist jetzt die Staatsanwaltschaft in Stettin zuständig.

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Swinoujscie: Das polnischen Swinoujscie (früher Swinemünde) ist Schauplatz mysteriösen Kriminalfalls. 1946 waren sieben polnische Bürger des Mordes an sieben Deutschen in dem Ort angeklagt, verurteilt wurden sie wegen Diebstahls einer Kartoffelkarre. Ein polnischer Historiker will nun herausfinden, was wirklich passiert war.

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