Zweiter Weltkrieg - DER SPIEGEL
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Zweiter Weltkrieg Handlanger des Holocaust

Die Deutschen waren die Mörder - aber auch viele Nichtdeutsche mordeten mit. Der Fall John Demjanjuk lenkt jetzt den Blick auf einen vernachlässigten Aspekt des Judenmords der Nationalsozialisten: Hitlers Häscher hatten willige Helfer für ihr Jahrtausendverbrechen - in fast allen Ländern Europas.
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SS-Gehilfen: Ein SS-Ausbilder mit Rekruten 1942 im polnischen Trawniki. Die Häftlinge in den Konzentrations- und Vernichtungslagern fürchteten sich im allgemeinen mehr vor den ausländischen Gehilfen, zumeist gefangen genommene Rotarmisten, die im Lager Trawniki ausgebildet worden waren, als vor den Deutschen selbst.

Foto: U.S. Holocaust Memorial Museum
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Systematisches Morden: Litauische Juden kurz vor ihrer Exekution bei der alten Festung von Kowno (Kaunas). In Litauen wurden 1941/42 Zehntausende Juden ermordet - unter tatkräftiger Mithilfe von Litauern.

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LAF-Propaganda: Die Deutschen wurden bei der Vernichtung der Juden des Baltikums oft von einheimischen Antisemiten unterstützt. Das 1941 entstandene Foto zeigt Mitglieder der "Litauischen Aktivistenfront", die litauische Juden zusammentreiben.

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Gegen das Vergessen: Eine Ausstellung im Jahr 2004 zeigte Bilder von deportierten Juden aus Rumänien. Lange galt der Genozid an den rumänischen Juden als "vergessener Holocaust".

Foto: AP
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Dem Untergang geweiht: Ein deutscher Soldat bei der Verhaftung von Juden in Budapest 1944. Viele von ihnen bekamen auf dem Weg in das Vernichtungslager Auschwitz bis zur slowakischen Grenze allerdings keinen einzigen uniformierten Deutschen zu Gesicht - die Deportation wurde zumeist unter Ägide der Nazis von lokalen Ordnungskräften durchgeführt.

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Grundriss des Grauens: Ein Lageplan des Vernichtungslagers Sobibor, in dem zwischen 1939 und 1944 von Deutschland besetzten Polen. In diesem Lager soll der Ukrainer John Demjanjuk als Angehöriger der Wachmannschaft an mindestens 29.000 Morden beteiligt gewesen sein.

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Vor Gericht: John Demjanjuk werden am 14. Mai 1990 im israelischen Gericht die Handschellen abgenommen. Er war am 25. April 1988 zum Tode verurteilt worden - 1993 hob das Oberste Israelische Gericht das Todesurteil allerdings wegen "begründeter Zweifel an der Identität" des Angeklagten auf.

Foto: Getty Images
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Dokument des Krieges: Dieses am 21. Februar 2002 vom Justizministerium in Washington veröffentlichte Dokument zeigt den Kriegsdienstausweis John Demjanjuks

Foto: AP
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Geplanter Mord: Dieses heimlich aufgenommene Foto zeigt den Abtransport litauischer Juden in Kowno irgendwann zwischen 1941 und 1943

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Lächelnd in Sobibor: Drei unbekannte Männer, vermutlich Angehörige des Lagerpersonals, posieren vor einer Barracke mit dem Ortsschild Sobibor. Heute steht der Name dieser Ortschaft mit anderen wie Auschwitz, Treblinka oder Majdanek für unvorstelllbares Leid.

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Eingang zur Hölle: Die Gleisanlagen am Eingang des ehemaligen KZ Sobibor, aufgenommen 1946. In nicht einmal anderthalb Jahren wurden hier zwischen Mai 1942 und Oktober 1943 bis zu einer Viertelmillion Menschen von den Nationalsozialisten umgebracht.

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Demjanjuks Visum: Als John Demjanjuk 1948 die Fragebögen der US-Einwanderungsbehörde ausfüllte, um mit seiner Frau Wera in den USA ein neues Leben zu beginnen, fälschte er seine Biographie - er gab an, den Zweiten Weltkrieg in dem polnischen Dorf Sobibor verbracht zu haben. 1952 konnten die Eheleute in die Vereinigten Staaten einreisen, wie das hier zu sehende Visum Demjanjuks belegt.

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Überlebende des KZ Auschwitz nach der Befreiung durch sowjetische Truppen am 27.01.1945. Anders als die meisten anderen NS-Vernichtungslager wurde Auschwitz von der SS fast ausschließlich mit deutschem Personal betrieben.

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Die Öfen im Krematorium zur Einäscherung der ermordeten Gefangenen im Konzentrationslager Auschwitz

Foto: AP
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Frauenbaracke in Auschwitz: Diese Aufnahme entstand unmittelbar nach der Befreiung des KZ Auschwitz durch sowjetische Soldaten am 27. Januar 1945. Nikolai Politanow, einer der Befreier, erinnert sich an die unbeschreiblichen Zustände: "In einer anderen Baracke lag eine Frau im Sterben. Ich fragte sie, ob sich noch jemand aus ihrer Familie im Lager befinde. Sie antwortete mit Ja. Per Lautsprecher haben wir ihre Verwandtschaft im Lager gesucht und die Familie zusammengeführt. Kurz darauf ist die Frau gestorben, trotz der Bemühungen einer unserer Ärztinnen."

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Das Tor zur Hölle: Das Eingangstor des ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz

Foto: epa pap Jacek Bednarczy/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?