Zweiter Weltkrieg Die Rache der Rauchenden Kobras
Rauchende Kobra: Vor dem Kriegseintritt Brasiliens machte in der Öffentlichkeit des Landes das Wort die Runde "Eher wird eine Kobra rauchen, als dass brasilianische Truppen marschieren". Als die 1944 doch nach Europa geschickt wurden, machten sie eine rauchende Kobra zu ihrem Emblem.
Patrouille im Schnee: Im Winter 1944/1945 kämpften brasilianische Soldaten unter dem Oberbefehl der 5. US-Armee an der italienischen Front - nicht immer, wie auf diesem Bild, mit Winterausrüstung ausgestattet. Handschriftlich ist auf der Fotografie vermerkt "Italia. Dec. 1944, Brasileiros".
Vargas und Roosevelt: Brasiliens Staatspräsident Getúlio Vargas (l.) zögerte lange, sich der Anti-Hitler-Koalition anzuschließen. Erst nachdem deutsche U-Boote innerhalb von 40 Stunden fünf brasilianische Schiffe versenkt hatten, erklärte der Amazonas-Staat dem "Dritten Reich" am 22. August 1942 den Krieg. Im Sommer 1944 schließlich landete eine brasilianische Expeditionsstreitmacht in Italien. Die Aufnahme vom 2. Januar 1943 zeigt Vargas mit US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt bei Verhandlungen an Bord eines US-Zerstörers.
Aufbruch nach Europa: Dieses Foto aus einem Familienalbum zeigt den Leutnant der Ersten Infanteriedivision Brasiliens, Pedro Paulo de Figueiredo Moreira (gekennzeichnet durch einen Pfeil), der 1944 mit anderen Soldaten im Hafen von Rio de Janeiro auf die Verschiffung nach Italien wartet.
Auf dem Weg nach Italien: Brasilianische Soldaten an Bord eines US-Truppentransporters winken bei der Ausschiffung nach Europa. Insgesamt kämpften 25.334 brasilianische Offiziere und Mannschaften bis zur Kapitulation Hitler-Deutschlands unter dem Oberbefehl der 5. US-Armee in Italien.
Paradierende Brasilianer: Soldaten der "Força Expedicionária Brasileira" (FEB) paradieren vor dem Castel Nuovo Neapel. Am 2. Juli 1944 trafen die ersten brasilianischen Truppen in der süditalienischen Stadt ein, die im Oktober 1943 von den Amerikanern befreit worden war.
General und Minister: Der brasilianische Kriegsminister Eurico Gaspar Dutra (M.) und US-General Mark W. Clark (l.) inspizieren bei einem Besuch von Dutra in Italien im Oktober 1944 brasilianische Truppen. Die Soldaten vom Amazonas unterstanden in Europa der von Clark befehligten 5. US-Armee.
Gefangener General: Der deutsche Wehrmachtsgeneral Otto Fretter-Pico, Kommandeur der 148. Infanterie-Division, begibt sich am 28. April 1945 südwestlich von Parma mit seinen Truppen in brasilianische Kriegsgefangenschaft.
US-Generäle Clark und Crittenberger: Generalleutnant Mark Clark (r.), Kommandeur der 5. US-Armee, und General Willis Dale Crittenberger (l.) am 6. September 1944 vor dem schiefen Turm in Pisa. Unter dem Kommando der Amerikaner kämpften auch 25.000 Soldaten der Brasilianischen Expeditionsstreitkräfte (BEF) bei der Befreiung Italiens mit.
Brasilianische Kriegsgräber: Auf dem Soldatenfriedhof von Pistoia wurden die über 450 im Kampf gegen Hitler gefallenen Brasilianer bestattet. Ihre sterblichen Überreste wurden 1960 nach Rio de Janeiro überführt.
Gefallenen-Denkmal: 1960 wurde in Rio de Janeiro ein Denkmal für die brasilianischen Gefallenen des Zweiten Weltkriegs errichtet. Der Entwurf stammt von den Architekten Marcos Konder Neto und Hélio Ribas Marinho, die einen landesweiten Wettbewerb gewonnen hatten. Hier ruhen auch die rund 450 aus dem italienischen Pistoia übergeführten brasilianischen Kriegstoten.