Zwölf des Tages - DER SPIEGEL
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Zwölf des Tages Meckern, Schwalbe, Rekord-Platzverweis

Zwölf Minuten, länger dauerte der Arbeitstag von Hannovers Mame Dioufa am zehnten Spieltag nicht. Erst meckerte er, dann ließ der Stürmer eine Schwalbe folgen. Die Konsequenz: Gelb-Rot in Rekordzeit. Mario Götze entpuppte sich als Kopfballungeheuer und Oliver Baumann gab den Pannen-Olli.
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Der 1. FC Nürnberg wird mehr und mehr zum Remis-König der Liga. Im zehnten Spiel gab es bereits das siebte Unentschieden für den Club. Nürnbergs neuer Trainer Gertjan Verbeek war nach seinem Debüt trotzdem zufrieden. "Das Resultat ist nicht so schlecht, mit einem 1:1 kann ich leben", sagte der Coach nach dem Spiel in Stuttgart. Aber auch der Niederländer wird wissen, dass auf Dauer Siege geholt werden müssen, um die Klasse zu halten.

Foto: Thomas Niedermueller/ Bongarts/Getty Images
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Einen rabenschwarzen Tag erlebte Freiburgs Torhüter Oliver Baumann. 0:3 unterlag sein Team gegen den Hamburger SV - alle drei Gegentreffer verschuldete Baumann mit kuriosen Fehlern. Erst patzte er beim Herauslaufen, dann ließ er einen schon sicher geglaubten Ball wieder aus den Händen rutschen und schließlich konnte er einen Distanzschuss nicht festhalten. "Die Aktionen haben nicht so geklappt, wie ich es mir vorgestellt hatte", stellte der Keeper nach dem Spiel nüchtern fest.

Foto: Michael Kienzler/ Bongarts/Getty Images
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Mame Diouf hat nach seiner zwei Spiele währenden Zwangspause nach einem Muskelfaserriss eine beeindruckende Rückkehr in die Bundesliga gefeiert. Dem Angreifer von Hannover 96 genügten gegen Hoffenheim zwölf Minuten, um einen Rekord aufzustellen - und sich die früheste Gelb-Rote Karte der bisherigen Bundesliga-Historie zu verdienen. In der zehnten Minute wurde er wegen Meckerns verwarnt, zwei Minuten später war sein Arbeitstag beendet. Schiedsrichter Stieler zeigte ihm für eine Schwalbe die zweite Gelbe Karte. Diouf löst mit seinem Blitz-Gelb-Rot den damaligen Herthaner Andreas Thom ab, der im Mai 1999 14 Minuten für zwei Gelbe Karten benötigt hatte.

Foto: Lars Kaletta/ Bongarts/Getty Images
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Der erst 18 Jahre alte Fußballprofi Max Meyer (r.) vom FC Schalke 04 hat sich am Samstag einen Traum erfüllt. Er hat ein Tor im Derby gegen Dortmund geschossen, in seinem ersten Derby sogar, nur zwei Minuten nach seiner Einwechselung. Die Schalker Fans lieben solche Geschichten. Sie hätten Meyer sicher in den Heldenstand erhoben - wenn sein Tor denn etwas bewirkt hätte. Doch sein Treffer war letztlich egal. Der BVB gewann souverän 3:1. Meyers Treffer wird deshalb im Kleingedruckten der Vereinshistorie verschwinden. Das ist schade für ihn. Aber er kann sich trösten: Meyer hat noch genug Zeit, ein Derbyheld zu werden.

Foto: AP/dpa
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Er findet mehr und mehr zu seiner alten Leistungsstärke aus der Meistersaison 2011: Nuri Sahin hat im Revierderby gegen Schalke eines seiner besten Spiele seit seiner Rückkehr zum BVB abgeliefert - und das nicht nur wegen seinem sehenswerten Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0. Vielmehr glänzte der türkische Nationalspieler als Takt- und Idenngeber im Spiel der Borussia und hatte so großen Anteil am 3:1-Auswärtssieg der Dortmunder.

Foto: Friso Gentsch/ dpa
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Einen Rekord hat Roberto Firmino (2.v.l.) von 1899 Hoffenheim nicht aufgestellt. Er hat es nicht geschafft, schon nach zwölf Minuten vom Platz zu fliegen. Stattdessen hat er in der Partie gegen Hannover 96 zwei Tore geschossen und so damit entscheidend zum 4:1-Erfolg seines Teams in einem chaotischen Spiel beigetragen. Für Firmino waren es die Tore sechs und sieben in seinem neunten Liga-Einsatz in dieser Saison.

Foto: Lars Kaletta/ Bongarts/Getty Images
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Mario Götze kommt so langsam an beim FC Bayern. Unter der Woche gelang ihm gegen Pilsen sein erstes Tor für den neuen Arbeitgeber, wobei man natürlich einwenden kann, dass Pilsen kein richtiger Gegner für die Münchner war. Am Ende stand es 5:0. Am Samstag traf Götze dann auch zum ersten Mal in der Liga für den FC Bayern, und das sogar per Kopf. Überhaupt lässt sich dieser Treffer nicht relativieren: Es war das dritte und damit letzlich entscheidende Tor für den FC Bayern beim 3:2-Erfolg gegen den überraschend widerständigen Tabellen-Vierten Hertha BSC.

Foto: Tobias Hase/ dpa
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Shinji Okazaki ist Stürmer. Sein Hauptaufgabe ist es, Tore zu schießen. Doch damit hatte er zuletzt so seine Probleme. Erst ein Treffer war dem Mainzer Angreifer bis Samstag gelungen - da kam der Tabellenletzte Eintracht Braunschweig genau richtig. Nach dem Spiel stellte Trainer Thomas Tuchel vergnügt fest, dass "Shinji seine Trefferquote verdreifacht hat". Beim 2:0 gegen Braunschweig schoss Okazaki beide Tore. Deshalb wurde ihm hinterher die Ehre zuteil, von den Fans auf den Zaun vor dem Fanblock gebeten zu werden und die so genannte Humba anzustimmen. Okazaki sah dabei ziemlich schüchtern aus. Toreschießen macht ihm vermutlich mehr Spaß.

Foto: Simon Hofmann/ Bongarts/Getty Images
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Die Gladbacher Borussia ist im eigenen Stadion eine Macht. Auch Eintracht Frankfurt bekam das am zehnten Spieltag zu spüren. 1:4 kamen die Gäste unter die Räder. Garant für den Heimerfolg der Borussia war einmal mehr die überragende Offensive. Stellvertretend dafür ist Patrick Herrmann (2.v.l.) zu nennen, der seine bärenstarke Leistung mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 3:1 krönte.

Foto: Marius Becker/ dpa
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Vor der Partie schien die Niederlage der Hertha bei den Bayern nur eine Frage der Höhe zu sein. Meister gegen Aufsteiger, eine klare Sache mochte man meinen. Denkste. Schon nach vier Minuten gingen die Berliner durch Adrian Ramos (2.v.l.) in Führung. Dass es am Ende trotzdem nicht zu einem Punktgewinn reichte, lag an der Latte, die das zweite Berliner Tor verhinderte und an der individuellen Klasse der Münchner, die die Partie am Ende noch 3:2 für sich entschieden.

Foto: MICHAEL DALDER/ REUTERS
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Es ist wie verhext: Erst schießt Stefan Kießling gegen Hoffenheim ein Phantomtor, nun gelingt ihm eine Woche später gegen Augsburg ein scheinbar regulärer Treffer, der aber nicht gegeben wird. Nach Meinung des Schiedsrichters war Augsburgs Keeper Alexander Manninger zuvor von Jens Hegeler unfair angegangen worden - eine strittige Entscheidung. Kießling dürfte sich trotzdem nur kurz geärgert haben. Am Ende reichte es auch ohne seinen Treffer zu einem knappen 2:1-Heimsieg.

Foto: Marius Becker/ dpa
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Der VfL Wolfsburg feierte im Nordderby gegen Werder Bremen einen souveränen 3:0-Erfolg. Überragende Akteur auf dem Platz: Ivan Perisic (r.). Der Kroate war fast an allen Offensivaktionen seines Teams beteiligt, erzielte einen Treffer selbst und bereitete einen weiteren vor. Dank des Erfolgs meldet sich der VfL im oberen Drittel der Tabelle zurück und mischt nun wieder kräftig mit im Kampf um die Europapokalplätze.

Foto: Ronny Hartmann/ Bongarts/Getty Images
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