Zwölf des Tages Zur Feier des Tages eine Schoki
Fußballlehrer mit Hang zum Genuss: Mike Büskens kämpft mit seine Mannschaft, Tabellenschlusslicht Greuther Fürth, nicht nur gegen den Abstieg sondern auch um seinen Arbeitsplatz. Ausgerechnet der 2:1-Sieg im schweren Auswärtsspiel gegen Schalke rettete Büskens wohl den Trainerstuhl. Nach dem Sieg wollte sich der Coach etwas Besonderes gönnen: eine Tafel Schokolade.
Publikumsliebling Heurelho Gomes: Der brasilianische Keeper wurde von Beginn an von den Fans der TSG 1899 Hoffenheim gefeiert. Dank seiner Leistung konnte der Krisenclub einen 2:1-Sieg im Duell gegen den SC Freiburg erringen. Dabei hatte der Winterneuzugang vom englischen Club Tottenham Hotspur erst einmal mit der Mannschaft trainiert. Seine Kommandos gibt er bisher auf Englisch und Spanisch. Auf die Sprache kommt es aber offenbar gar nicht so sehr an. "Er hatte eine unheimlich gute Ausstrahlung", sagt sein Trainer Marco Kurz.
Dumm gelaufen: Keiner rannte in der Partie gegen Ligaprimus Bayer München so viel wie Julian Baumgartlinger (vorne). Der Mainzer Verteidiger brachte es auf 12,6 Kilometer. Und stand so exemplarisch für die Taktik, die Coach Thomas Tuchel seiner Mannschaft mit auf den Weg gegeben hatte. Allein: Genützt hatte es nichts. Die Bayern gewannen 3:0.
Ein kleines bisschen Show: Nürnbergs Mike Frantz (r.) hob bei einem Dribbling im Strafraum von Borussia Möchengladbach filmreif ab - Schiedsrichter Florian Meyer fiel auf die Schwalbe herein und entschied auf Elfmeter. Die Chance nutzte Frantz' Kollege Timmy Simons zur 1:0-Führung, am Ende stand ein 2:1-Sieg.
Zwei Treffer und trotzdem verloren: Leverkusens Stefan Reinartz (l.) macht als Verteidiger eigentlich zwei Tore pro Saison. Höchstens. Gegen Dortmund waren es zwei Tore in knapp fünf Minuten. Freuen konnte sich Reinartz darüber nicht. Seine Mannschaft unterlag Borussia Dortmund 2:3.
Stuttgarts Ibrahima Traoré (vorne) wollte sich nach seiner Vorlage zum 1:2-Anschlußtreffer nicht so recht mit seinen Kollegen freuen. Schließlich musste der VfB im Spiel gegen Fortuna Düsseldorf zu diesem Zeitpunkt noch ein Tor aufholen. Das misslang, die Fortuna machte mit dem Siegtreffer zum 3:1 alles klar. Traoré hatte es vermutlich geahnt.
Jeder hat mal einen schlechten Tag - auch Thorben Marx. Am Sonntag war so einer. Zunächst machte der Mittelfeldmann von Gladbach in der Partie gegen den 1. FC Nürnberg beim Elfmeter eine unglückliche Figur. Dass der Strafstoß, der zum 1:0 für Nürnberg führte, keiner war, dürfte ihm nur ein schwacher Trost gewesen sein. Anschließend legte Nürnbergs Pekhart zum 2:0 nach. Der Fehlpass, der dazu führte, kam von Marx.
Schönen Gruß an die Fans Down Under: Der Australier Robbie Kruse jubelt über das Tor zum 1:0 für Fortuna Düsseldorf. Der Treffer des Mittelfeldspielers war der Auftakt zum 3:1-Sieg des Aufsteigers gegen den VfB Stuttgart. Für Kruse gab es doppelten Grund zur Freude: Ihm gelang sogar noch das zwischenzeitliche 2:0.
Erstes Tor im ersten Spiel: Winter-Transfer Michel Bastos brachte Schalke 04 in der Partie gegen Greuther Fürth in Führung. Der Brasilianer, der erst am Dienstag von Olympique Lyon mit Kaufoption bis 2014 ausgeliehen worden war, versenkte einen Weitschuss. Am Ende war dennoch Entsetzen: Fürth siegte 2:1.
Erfolgsgeschichte, erster Teil: Er trifft und trifft und trifft. Mit einem Doppelpack gegen Mainz 05 schoss sich Mario Mandzukic zurück an die Spitze der Torjägerliste. Für seine Saisontreffer 13 und 14 brauchte der kroatische Stürmer gerade einmal sieben Minuten.
Erfolgsgeschichte, zweiter Teil: Das Frankfurt-Trikot von Srdjan Lakic muss noch ziemlich frisch gerochen haben, da traf der Landsmann von Mandzukic auch schon in seinem ersten Spiel für die Eintracht - und das gleich doppelt. So ausgelassen konnte Lakic lange nicht mehr jubeln. Vor seinen beiden Toren gegen den HSV hatte er in Hoffenheim und beim VfL Wolfsburg harte Zeiten durchgemacht.
Dortmunds Robert Lewandowski war in Leverkusen an allen drei Toren seines Clubs beteiligt. Zuerst spielte er einen sehenswerten Pass in den Lauf von Marco Reus: 1:0 für Dortmund. Später holte er einen Elfmeter heraus: Jakub Blaszczykowski traf, 2:0. Mit dem 3:2-Siegtreffer, den Lewandowski dann selbst erzielte, hievte er den BVB zurück auf Rang zwei.