Zwölf des Tages: - DER SPIEGEL
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Zwölf des Tages Reus' Füßchen, Matthäus' Näschen

Ein Traumtor, ein Doppelpack und ein Dreifach-Torschütze - das Bundesliga-Wochenende hatte es in sich: Rafael van der Vaart hielt sein Versprechen, Michel Bastos zeigte seine "Klebe". Dazu legte Marco Reus zehn zauberhafte Minuten hin - ein Teamkollege 31 ganz bescheidene.
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Beim Hamburger SV war Wolfgang Hesl jahrelang zweiter Torwart, auch in Dresden konnte er sich nicht durchsetzen. Nun ist er in Fürth die Nummer eins und zeigt nach und nach, dass die Bundesliga durchaus etwas für ihn sein könnte. Gegen Düsseldorf bot er seine bisher wohl beste Leistung, parierte einen Elfmeter und bewahrte sein Team auch sonst mit mehreren Paraden vor einer deutlichen Pleite.

Foto: dapd
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Zweimal brachte Hannovers Trainer Mirko Slomka bisher Hiroki Sakai (unten) von Beginn an - und beides Mal war dies nicht wirklich eine gute Entscheidung. Der "kicker" gab ihm die Noten 5 und 5,5. Gegen Nürnberg wagte Slomka es erneut - und lag diesmal richtig. Sakai spielte solide, gewann den Großteil seiner Zweikämpfe.

Foto: Micha Will/ Bongarts/Getty Images
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Die Vertragsverhältnisse von Javier Pinola sorgen in Nürnberg in regelmäßigen Abständen für allerhand Unterhaltung. 2008, der "Club" war gerade abgestiegen, war der Argentinier kurz vor dem Abschied, eine Unterschriftenaktion von über 22.500 Fans überzeugte ihn vom Verbleib beim "Club". Zwei Jahre später verlängerte er seinen auslaufenden Vertrag ziemlich spät. Und auch jetzt, Pinola ist ab Sommer erneut vertraglos, deutet sich eine Hängepartie um die "FCN-Legende", wie Dieter Eckstein ihn heute bezeichnete, an. Beim 2:2 gegen Hannover machte Pinola wenig Werbung in eigener Sache, beim 1:2 ließ er Didier Ya Konan laufen, wenig später leitete er mit einem Fehlpass auf Sergio da Silva Pinto eine Großchance von Mame Diouf ein.

Foto: Micha Will/ Bongarts/Getty Images
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Ohne Abwehrorganisator Sokratis lastete die Verantwortung in Bremens Defensive gegen Freiburg vor allem auf Sebastian Prödl. Der Österreicher kam damit nicht gut zurecht. Vor dem ersten Gegentor kam er zunächst zu spät ins Kopfballduell mit Jan Rosenthal, dann attackierte er Max Kruse nur halbherzig. Auch am dritten Gegentor war der Innenverteidiger beteiligt, ihm misslang kurz zuvor ein Befreiungsschlag. Eine Zweikampfquote von unter 50 Prozent rundete seinen misslungenen Auftritt ab.

Foto: Joern Pollex/ Bongarts/Getty Images
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13 Millionen Euro hatte der Hamburger SV samt Mäzen Klaus-Michael Kühne im Sommer für Rafael van der Vaart hingelegt, mehr als für jeden anderen Profi in der Clubgeschichte. Es war eine Initialzündung, der Rückkehrer rüttelte das Team wach - ohne selbst zu brillieren. Gegen Mönchengladbach schoss er erst sein zweites Saisontor. Immerhin hatte er dies zuvor in der ihm stets wohlgesonnenen "Bild"-Zeitung versprochen.

Foto: Daniel Bockwoldt/ dpa
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Lothar Matthäus erzählt ja generell eine Menge, in diesen Tagen aber besonders viel. Als Schalke die Verpflichtung von Michel Bastos bekanntgab, tönte Matthäus, er habe den Anreifer einst in Brasilien entdeckt. Bastos habe "eine linke Klebe wie Michael Tarnat", so Matthäus. Wenn die Erzählung wahr ist, hat der Ex-Nationalspieler wirklich ein gutes Auge bewiesen. Bastos' linker Fuß kann sich sehen lassen, gegen Mainz traf er damit doppelt.

Foto: LISI NIESNER/ REUTERS
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Nun, so richtig schwer waren die Tore nicht zu erzielen, die Marco Reus gegen Frankfurt schoss. Meist stand er dicht vor dem Tor frei, er wurde zudem bestmöglich bedient. Reus zeichnet aber zum einen aus, dass er die Chancen nutzt, und zum anderen, dass er sie sich erarbeitet. 11,63 Kilometer Laufleistung (zweitbester Wert der Partie) und 73 Tempoläufe (Bestwert) verdeutlichen, wie engagiert Reus Fußball arbeitet und sich seine Chancen verdient.

Foto: Lars Baron/ Bongarts/Getty Images
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Wie in einem schlechten Film fühlte sich Julian Schieber nach seinem Platzverweis gegen Frankfurt. Es war eine treffende Einschätzung. Der Negativlauf begann in der achten Minute, als Kollege Reus lieber selbst das 1:0 erzielte, als auf den freien Schieber abzulegen. Auch sonst hatte der 24-Jährige kaum etwas mit dem Spiel zu tun: Er gewann nur einen von 14 Zweikämpfen, hatte nur acht Ballkontakte. Und er erlaubte sich zwei Fouls. Zwei Fouls zuviel, um es genau zu nehmen, nach 31 Minuten war sein Arbeitstag mit Gelb-Rot beendet - und die Chance, während Robert Lewandowskis Sperre Eigenwerbung zu betreiben, vertan.

Foto: Kevin Kurek/ dpa
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Die Sache mit Robert Lewandowski und dem FC Bayern, sie ist ja nun relativ konkret. Schön für die Münchner, spannend für Mario Mandzukic. Denn nach bisher 15 Saisontoren, darunter ein ziemlich schönes in Wolfsburg, dürfte der Kroate kaum Lust auf die Bank haben. Aber kann er sich gegen Lewandowski durchsetzen - und was macht er, wenn nicht? Eines jedenfalls sollte er in diesem Fall nicht tun: sich Tipps von Arjen Robben holen.

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Und ganz nebenbei: Mit dem nach Bremen ausgeliehenen Nils Petersen haben die Bayern, stand jetzt, kommende Saison noch einen weiteren Angreifer im Kader. Der 24-Jährige traf gegen Freiburg doppelt, einmal recht nett von Kevin de Bruyne bedient, einmal recht nett vom Gäste-Torwart Oliver Baumann eingeladen. Wirklich glücklich war Petersen dennoch nicht, Werder verlor 2:3.

Foto: Carmen Jaspersen/ dpa
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Mit Vedad Ibisevic und Martin Harnik hat Stuttgart eigentlich nur zwei Spieler in, die regelmäßig für Torgefahr sorgen. Bleiben beide dann acht Partien in Serie ohne Tor bleiben, hat das zwangsläufig Konsequenzen. Im Fall Stuttgart: fünf Pleiten am Stück. Gegen Hoffenheim sorgte nun Harnik mit dem Siegtreffer für einen Brustlöser, ganz persönlich und bei der gesamten Mannschaft.

Foto: Uwe Anspach/ dpa
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Es hätte den Diskussionen um Bruno Labbadia durchaus eine charmante Pointe gegeben, wenn Stuttgart seine Pleitenserie ausgerechnet ohne den Cheftrainer beendet hätte. Doch der arg grippegeschwächte Übungsleiter konnte in Hoffenheim doch auf der Bank Platz nehmen - und den immens wichtigen 1:0-Erfolg seines Teams hautnah erleben. Denn nach fünf Niederlagen in Serie war die Stimmung beim VfB zuletzt deutlich abgekühlt. Und auch die Ende Januar erzielte Vertragsverlängerung mit dem Coach, der diese lange herausgezögert hatte, war mancherorts schon als Fehler eingestuft worden.

Foto: dapd
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